Wo die Sprache zu Hause istWie funktioniert das Erlernen von Sprachen von Anfang an? Welche Rolle spielt das Gehirn dabei? Können mehrere Sprachen gleichzeitig erworben werden? Auf diese und viele weitere Fragen des Spracherwerbs gibt das Brainbook von Heiner Böttger Auskunft.Das Werk basiert auf aktuellen Hirn- und Spracherwerbsforschungen und soll Sprachlernprozesse im Elternhaus, in der Kita, im Kindergarten, in der Vorschule sowie in der Grundschule unterstützen helfen.
Vorwort9Einleitung111 Was kann eine Neuro-Sprachendidaktik?171.1 Von der Neurodidaktik zum gehirngerechten Sprachenlernen191.2 Prinzipien der Neuro-Sprachendidaktik21Pretest242 Tiefe Einblicke ins Hirn252.1 Bildgebende Verfahren262.1.1 Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT)272.1.2 Magnetenzephalographie (MEG)322.1.1 Elektroenzephalographie (EEG)342.2 Sprachenbezogene fMRT-Forschung362.2.1 Forschungsfeld covert speech372.2.2 Forschungsfeld Lateralisierung372.2.3 Forschungsfeld Sprechgeschwindigkeit383 Wo die Sprache zuhause ist: Sprachenrelevante Hirnbereiche393.1 Großhirn (auch: Cerebrum, Telencephalon, Endhirn)443.1.1 Stirn-/Frontallappen463.1.2 Scheitellappen513.1.3 Schläfenlappen523.1.4 Hinterhauptslappen533.2 Limbisches System543.2.1 Hippocampus553.2.2 Amygdala563.3 Dopamin aus dem Mittelhirn56Test 1: Kapitel 2 und 3584 Evolution und Revolution im Kopf: Frühe Hirn- und Sprachentwicklung594.1 Hirnentwicklung594.1.1 Pränatale Entwicklung604.1.2 Postnatale Entwicklung624.1.3 Kindergartenalter644.1.4 Schulkindalter664.2 Sprachentwicklung684.2.1 Erste Monate694.2.2 Erste Jahre724.2.3 Kindergartenalter754.2.4 Schulkindalter775 Differenzierung: Gender795.1 Genderforschung evidenzbasiert und cross-sciences805.2 Genderspezifische Befunde der klassischen Spracherwerbsforschung815.3 Forschungsansätze der Neurowissenschaften825.3.1 Zerebrale Größenunterschiede835.3.2 Lateralisierung855.3.3 Neokortex und die Sprachzentren885.3.4 Limbisches System905.3.5 Myelinisierung915.3.6 Hormone945.4 Bedeutung der Befunde - mögliche neurodidaktische Schlussfolgerungen965.4.1 Voraussetzungen schaffen965.4.2 Strategische Kompetenzen975.4.3 Sprachliche Fertigkeiten996 Hirngerecht Sprachen lernen und lehren1056.1 Bedingungen neuronalen Lernens1076.1.1 Motivation und Emotion1106.1.2 Motorik - Bewegung und Stoffwechsel1156.1.3 Multisensorik - mit allen Sinnen lernen1176.1.4 Implizite Informationsaufnahme1206.2 Hören lernen1226.2.1 Physiologische Grundlagen des Hörens1236.2.2 Hören und Verstehen früh systematisch üben1296.3 Sprechen lernen1336.3.1 Unterschiede zum Muttersprachenerwerb1346.3.2 Grundlagen des Sprechens1346.3.3 Sprechkompetenzen gezielt aufbauen1386.3.4 Vom reproduzierenden zum produktiven Sprechen1396.4 Schreiben und lesen lernen1416.4.1 Was das Hirn leisten muss1426.4.2 Lesen und Schreiben systematisch üben1456.5 Wichtigste Prinzipien1526.5.1 Neugier wecken1526.5.2 Relevanz herstellen1526.5.3 Restriktionsfrei lehren1536.5.4 Individualität fördern1536.5.5 Bereichernde Aufgabenformate vorhalten1546.5.6 Wiederholen und üben integrieren1556.5.7 Bilder sprechen lassen1556.5.8 Soziales Sprachenlernen organisieren1567 Kulturtechnik Behalten: Gedächtnis1597.1 Gedächtnisarten1597.1.1 Dauer der Gedächtnisleistung1607.1.2 Funktionale Aspekte der Gedächtnisleistung1637.2 Grundlagen des Memorierens von Sprache1667.2.1 Von der Informationsaufnahme zum Abruf1677.2.2 Grundlage von Mnemotechniken1707.2.3 Systematisch Sprache behalten lernen1717.3 Im Schlaf Sprachen lernen?1737.3.1 Schlafphasen1737.3.2 Replay und tiefe Verarbeitung1747.3.3 Schlaf und Gedächtnisleistungen1767.4 Vergessen1778 Mehr als eine Sprache sprechen1818.1 Frühe bilinguale Anlagen1818.1.1 Vorsprachliche Prädispositionen1828.1.2 Das dritte und vierte Lebensjahr1838.1.3 Im Schulkindalter1848.1.4 Die dritte Sprache bei Bilingualen1858.2 Spätere Bilingualität1858.3 Aspekte eines privilegierten Spracherwerbskonzepts1878.4 Konsequenzen189Test 2: Wahr oder falsch?1929 Exkurs: Gehirngerechte Ernährung1939.1 Botenstoffe1949.2 Nährstoffe1969.2.1 Kohlenhydrate1969.2.2 Eiweiße1969.2.3 Fette1979.2.4 Vitamine und Mineralstoffe1989.3 Kontraproduktive Stoffe - zwei Beispiele1999.3.1 Koffein1999.3.2 Schokolade2009.4 Tagesziel: Stabilisierung des Blutzuckerspiegels20110 Ausblick:
Aus: ekz-Infodienst - Reinhold Heckmann - Ausgabe 34/2016
[...]Mehr als 100 Abbildungen verdeutlichen die komplexe Materie, das ausführliche Glossar ist ebenfalls ausgesprochen hilfreich. Ein durchdacht aufbereiteter, aktueller und umfassender Überblick; sowohl für Studierende als auch für Lehrer zur Fortbildung.
Heiner Böttger ist Professor für Didaktik der englischen Sprache und Literatur an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Sein aktuelles Forschungsinteresse konzentriert sich auf die sprachenrelevante Neurodidaktik. Er untersucht, wie Kinder kommunikative Kompetenzen erwerben, welche Sprachstrategien sie dabei verwenden, welche Prozesse im Gehirn der sprachlichen Entwicklung zugrunde liegen und welche Gegebenheiten für den Erwerb mehrerer Sprachen notwendig sind.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 9
Einleitung 11
1 Was kann eine Neuro-Sprachendidaktik? 17
1.1 Von der Neurodidaktik zum gehirngerechten Sprachenlernen 19
1.2 Prinzipien der Neuro-Sprachendidaktik 21
Pretest 24
2 Tiefe Einblicke ins Hirn 25
2.1 Bildgebende Verfahren 26
2.1.1 Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) 27
2.1.2 Magnetenzephalographie (MEG) 32
2.1.1 Elektroenzephalographie (EEG) 34
2.2 Sprachenbezogene fMRT-Forschung 36
2.2.1 Forschungsfeld covert speech 37
2.2.2 Forschungsfeld Lateralisierung 37
2.2.3 Forschungsfeld Sprechgeschwindigkeit 38
3 Wo die Sprache zuhause ist: Sprachenrelevante Hirnbereiche 39
3.1 Großhirn (auch: Cerebrum, Telencephalon, Endhirn) 44
3.1.1 Stirn-/Frontallappen 46
3.1.2 Scheitellappen 51
3.1.3 Schläfenlappen 52
3.1.4 Hinterhauptslappen 53
3.2 Limbisches System 54
3.2.1 Hippocampus 55
3.2.2 Amygdala 56
3.3 Dopamin aus dem Mittelhirn 56
Test 1: Kapitel 2 und 3 58
4 Evolution und Revolution im Kopf: Frühe Hirn- und Sprachentwicklung 59
4.1 Hirnentwicklung 59
4.1.1 Pränatale Entwicklung 60
4.1.2 Postnatale Entwicklung 62
4.1.3 Kindergartenalter 64
4.1.4 Schulkindalter 66
4.2 Sprachentwicklung 68
4.2.1 Erste Monate 69
4.2.2 Erste Jahre 72
4.2.3 Kindergartenalter 75
4.2.4 Schulkindalter 77
5 Differenzierung: Gender 79
5.1 Genderforschung evidenzbasiert und cross-sciences 80
5.2 Genderspezifische Befunde der klassischen Spracherwerbsforschung 81
5.3 Forschungsansätze der Neurowissenschaften 82
5.3.1 Zerebrale Größenunterschiede 83
5.3.2 Lateralisierung 85
5.3.3 Neokortex und die Sprachzentren 88
5.3.4 Limbisches System 90
5.3.5 Myelinisierung 91
5.3.6 Hormone 94
5.4 Bedeutung der Befunde ¿ mögliche neurodidaktische Schlussfolgerungen 96
5.4.1 Voraussetzungen schaffen 96
5.4.2 Strategische Kompetenzen 97
5.4.3 Sprachliche Fertigkeiten 99
6 Hirngerecht Sprachen lernen und lehren 105
6.1 Bedingungen neuronalen Lernens 107
6.1.1 Motivation und Emotion 110
6.1.2 Motorik ¿ Bewegung und Stoffwechsel 115
6.1.3 Multisensorik ¿ mit allen Sinnen lernen 117
6.1.4 Implizite Informationsaufnahme 120
6.2 Hören lernen 122
6.2.1 Physiologische Grundlagen des Hörens 123
6.2.2 Hören und Verstehen früh systematisch üben 129
6.3 Sprechen lernen 133
6.3.1 Unterschiede zum Muttersprachenerwerb 134
6.3.2 Grundlagen des Sprechens 134
6.3.3 Sprechkompetenzen gezielt aufbauen 138
6.3.4 Vom reproduzierenden zum produktiven Sprechen 139
6.4 Schreiben und lesen lernen 141
6.4.1 Was das Hirn leisten muss 142
6.4.2 Lesen und Schreiben systematisch üben 145
6.5 Wichtigste Prinzipien 152
6.5.1 Neugier wecken 152
6.5.2 Relevanz herstellen 152
6.5.3 Restriktionsfrei lehren 153
6.5.4 Individualität fördern 153
6.5.5 Bereichernde Aufgabenformate vorhalten 154
6.5.6 Wiederholen und üben integrieren 155
6.5.7 Bilder sprechen lassen 155
6.5.8 Soziales Sprachenlernen organisieren 156
7 Kulturtechnik Behalten: Gedächtnis 159
7.1 Gedächtnisarten 159
7.1.1 Dauer der Gedächtnisleistung 160
7.1.2 Funktionale Aspekte der Gedächtnisleistung 163
7.2 Grundlagen des Memorierens von Sprache 166
7.2.1 Von der Informationsaufnahme zum Abruf 167
7.2.2 Grundlage von Mnemotechniken 170
7.2.3 Systematisch Sprache behalten lernen 171
7.3 Im Schlaf Sprachen lernen? 173
7.3.1 Schlafphasen 173
7.3.2 Replay und tiefe Verarbeitung 174
7.3.3 Schlaf und Gedächtnisleistungen 176
7.4 Vergessen 177
8 Mehr als eine Sprache sprechen 181
8.1 Frühe bilinguale Anlagen 181
8.1.1 Vorsprachliche Prädispositionen 182
8.1.2 Das dritte und vierte Lebensjahr 183
8.1.3 Im Schulkindalter 184
8.1.4 Die dritte Sprache bei Bilingualen 185
8.2 Spätere Bilingualität 185
8.3 Aspekte eines privilegierten Spracherwerbskonzepts 187
8.4 Konsequenzen 189
Test 2: Wahr oder falsch? 192
9 Exkurs: Gehirngerechte Ernährung 193
9.1 Botenstoffe 194
9.2 Nährstoffe 196
9.2.1 Kohlenhydrate 196
9.2.2 Eiweiße 196
9.2.3 Fette 197
9.2.4 Vitamine und Mineralstoffe 198
9.3 Kontraproduktive Stoffe ¿ zwei Beispiele 199
9.3.1 Koffein 199
9.3.2 Schokolade 200
9.4 Tagesziel: Stabilisierung des Blutzuckerspiegels 201
10 Ausblick: Evolution von Sprachlernprozessen 203
10.1 Prädisposition Haltung 203
10.2 Handlungsfelder 205
10.3 Roter Faden 208
Verzeichnisse 211
Literaturverzeichnis 211
Abbildungsverzeichnis 236
Tabellenverzeichnis 238
Stichwortverzeichnis 239
Glossar 243
Exkurs: Wider das Vergessen 256
Anhang 257
Klappentext
Aktuelle Erkenntnisse in der Spracherwerbsforschung und den Educational Neurosciences fordern einen didaktischen Paradigmenwechsel im frühkindlichen Sprachunterricht von der Vorschule bis zu den ersten Grundschuljahren sowie in der 5. Klasse weiterführender Schulen. Die ¿Neurodidaktik des frühen Sprachenlernens¿ ist kein Rezeptbuch, aber der Band
identifiziert Mythen, Vorurteile, Annahmen und Dogmen des Sprachenlernens, verweist auf Richtiges im Feld des gehirngerechten Sprachenlernens und gibt dabei Studierenden wie Lehrkräften korrekte und verständliche Hilfestellungen, Begründungen und Methoden an die Hand.