In dieser gebundenen Gesamtausgabe des Shobogenzo werden erstmals in einem Band alle 95 Kapitel des Zen-Klassikers vereint. Die Einzelbände 1 und 2 waren einst im Theseus Verlag erschienen, die Bände 3 und 4 im Angkor Verlag. Diese vier Bände sind überwiegend vergriffen. Sie wurden überarbeitet, durch die fehlenden Kapitel ergänzt, neu geordnet und mit einem Vorwort zu Dogens Werk versehen. Dieses gilt als das wichtigste im Zen-Buddhismus der Soto-Schule und genießt unter Philosophen der ganzen Welt hohes Ansehen. Diese Übersetzung beruht im Wesentlichen auf der japanischen Ausgabe von Dôshu Okubô und der englischen von Kôsen Nishiyama Rôshi.
[1] BENDÔWA - Die Darstellung des buddhistischen Weges **"Bendô" ist die buddhistische Übung, insbesondere die der Zazen-Meditation. Der Zugang zu diesem Zazen steht jedem offen, unabhängig von Geschlecht, Rang, Besitz oder Fähig-keit. [2] MAKAHANNYA HARAMITSU - Das Erreichen der großen Weisheit des Buddha"Maka" heißt groß, "Hannyamitsu" ist die Weisheit, durch die ein Bodhisattva vom Lei-den errettet. Wer die Weisheit erlangt hat, kann dualistische Anschauungen von richtig und falsch, schön und hässlich usw. überwinden.[3] GENJÔKÔAN - Die Verwirklichung der ErleuchtungDas, was im Rinzai-Zen die Kôan erreichen sollen, manifestiert sich im Sôtô-Zen durch die Zazen-Meditation und die alltäglichen Handlungen. Übung und Erleuchtung sind iden-tisch, ebenso selbst und andere, Aufstieg und Fall usw. Dieses Kapitel beschäftigt sich also mit der Erleuchtung jenseits aller Dualität.[4] IKKA MYÔJU - Eine klare Perle"Ikka" bedeutet etwas Rundes, "Myôju" ein glänzender Juwel. Dieser Juwel steht für die Buddha-Natur und das gesamte Universum als Manifestation der Wahrheit. Dôgen benutzt hier, wie häufig, eine klassische Kôan-Erzählung, um seine Aussagen zu untermauern.[5] JUUNDO SHIKI - Regeln für die Wolkenhalle **Dôgen beschreibt, wie Mönche sich in der Meditationshalle benehmen sollten, die vor allem von Novizen benutzt wurde.[6] SOKU SHIN ZE BUTSU - Unser Geist ist BuddhaUnser ursprünglicher Geist ist mit Buddha (der Erleuchtung) identisch. Alle Buddhas sind letztlich Buddha Shakyamuni selbst. Dôgen grenzt diese buddhistische Sicht gegen die verbreitete Vorstellung eines Selbst ab.[7] SENJÔ - Regeln für den WaschraumWenn Achtsamkeit bei weltlichen Tätigkeiten geübt wird, dienen diese auch der spirituel-len Reinigung. Dôgens Anweisungen zur Hygiene waren seiner Zeit weit voraus. Damit setzte er die Tradition seines Meisters Tendô Nyojô fort, der schon als Novize die Verant-wortung für die Waschräume übernehmen wollte.[8] KEISEI SANSHOKU - Klang des Tales, Farbe der BergeAlle Phänomene offenbaren die Wahrheit. Doch niemand erlangt Erleuchtung, wenn er nicht die konzeptionelle Auffassung der Phänomene überwindet. Dôgen nennt Beispiele, wie durch natürliche Ereignisse Kenshô (Wesensschau) ausgelöst wurde; im zweiten Teil warnt er vor dem Streben nach Ruhm und Gewinn.[9] SHOAKU MAKUSA - Enthaltung von allem Übel"Shoaku" ist "Makusa" und umgekehrt, es bedeutet: Nichts Böses kann getan werden. Gut und Böse hängen von der Zeit und den Dingen ab, doch die Zeit und die Dinge nicht von Gut und Böse. [10] RAIHAI TOKUZUI - Eine Niederwerfung vollziehen und das Mark erlangen"Raihai" ist eine respektvolle Niederwerfung vor den Buddhas, Patriarchen und älteren Mönchen, "Tokuzui" heißt, hierdurch das Mark des Meisters zu erlangen. In diesem Kapi-tel betont Dôgen die Gleichstellung von Mann und Frau auf dem buddhistischen Weg.[11] UJI - Sein-Zeit"U" ist Sein, "Ji" ist Zeit. Üblicherweise werden Raum (Sein) und Zeit gegeneinander ge-stellt, für Dôgen jedoch sind sie eins, so wie sich Anatta (die Abwesenheit eines dauernden Selbst) und Anicca (der ständige Wandel) gegenseitig durchdringen. [12] DEN-E - Die Übertragung der KesaDie Weitergabe der buddhistischen Robe ist die Weitergabe der buddhistischen Lehre. "Juji", die Kesa zu empfangen und zu erhalten, bedeutet, sie mit Taten zu verwirklichen.[13] SANSUIKYÔ - Die Sûtra der Berge und FlüsseDie Berge sind Mönche in Meditation, die Flüsse sind die Buddha-Natur bzw. ihre Ver-wirklichung im Fluss des Lebens.[14] BUSSO - Buddhas und PatriarchenEine Aufstellung der Patriarchen bis zu Dôgens Meister.[15] SHISHO - Das Siegel der Übertragung"Shisho" ist "die Aufzeichnung der Erben", ein üblicherweise auf Seide verfasstes Schrift-stück, das die Namen der buddhistischen Vorfahren enthält und die eigene Dharma-Übertragung bestätigt. Diese Übertragung fließt nicht nur von Meister auf Schüler, son-dern auch in die umgekehrte Richtung.[16] HOKKE TEN HOKKE - Nu
1200-1253. Gründer der Soto-Schule und einer der bedeutendsten Zen-Meister Japans.
Die folgenden beiden Kapitel stammen aus der Shôbôgenzô-Übersetzung im Angkor Verlag und werden hier mit freundlicher Genehmigung kostenlos zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen unter: www.angkor-verlag.deDôgen Zenji: Shôbôgenzô. Die Schatzkammer des Wahren Dharma. Vollständige Gesamtausgabe.Aus dem Englischen von Eckstein, Renner, Keller. Gebundene Ausgabe ISBN: 978-3- 936018-58-5. Ebook (Epub und Kindle) ISBN: 978-3-943839-07-4.Die Originalausgabe Shôbôgenzô. The Eye and Treasury of the True Law erschien bei Nakayama Shobô/Japan Publications, Tokio. Übertragen ins Englische von © Kôsen Nishiyama© dt. Ausgabe: Angkor Verlag, Frankfurt, 2008Bendôwa: Die Darstellung des buddhistischen Weges(Übersetzung: A. M. Eckstein)Jikuin Mon: Anweisungen für die Küche [1]BENDÔWADie Darstellung des buddhistischen WegesJeder Buddha und jeder Tathâgata hat die wunderbare Fähigkeit, die höchste und vollkommene Erleuchtung zu erreichen und diese Erleuchtung unaufhörlich von einem auf den anderen zu übertragen. Diese Fähigkeit übersteigt mensch¬liches Vermögen und Erkennen und ist nicht daran gebunden - es ist Jijuyû Samâdhi , die richtige Methode und gebräuchliche Übertragung von Buddha auf Buddha. Um dieses Samâdhi zu erlangen, musst du das wahre Tor des Zazen be¬treten - das ist die beste Methode, die Erleuchtung zu offenbaren. Es ist in jedem vorhanden, aber ohne Übung kann es sich nicht offenbaren; erst wenn das Samâdhi verwirklicht ist, kannst du es wahrnehmen. Eins oder viele, horizon¬tal oder vertikal, können es nicht begrenzen oder beschreiben. Sprich davon, und es hat bereits deinen Mund gefüllt; lass es gehen, und es füllt deine Hände. Die Buddhas existieren im Jijuyû Samâdhi ohne irgendeine Bindung; die Lebewesen existieren ebenfalls darin, jedoch ohne zu erkennen, wie ihr Bewusstsein und ihre Wahrnehmung wirken. Durch dieses Samâdhi können wir die wahre Wirklichkeit und die vollständige Harmonie erlangen, du musst nur aufhören zu unterscheiden. Kurz nachdem ich begann, den Weg zu suchen, ging ich zu vielen Lehrern in allen Teilen des Landes, um eine Antwort auf meine Fragen zu finden. Ich begegnete dem Priester Myôzen vom Kenniji und studierte bei ihm neun Jahre. Er war der Hauptschüler des Patriarchen Eisai und der einzige, der das Wahre Dharma seines Meisters richtig übermittelte. Keiner der anderen Schü¬ler kann sich mit ihm vergleichen. Dann, während der großen Sung-Dynastie, ging ich nach China und be¬suchte viele Orte, um die verschiedenen Methoden der fünf Schulen zu studieren und den richtigen Meister zu finden. Schließlich begegnete ich dem Zen-Meister Nyojô vom Berg Daibyakuho und übte mit ihm. Er beseitigte meine Zweifel und festigte meinen Geist in Bezug auf die wahre Bedeutung der Übung. Im Jahr 1228 kehrte ich in die Heimat zurück und gelobte, das Dharma zum Wohle aller Wesen zu verbreiten, auch wenn dies für mich sehr schwierig sein würde. Aufgrund des verfallenen Zustandes der Gesellschaft beschloss ich jedoch, einige Zeit zu warten. Den Wolken und Wasserpflanzen gleich trieb ich von Ort zu Ort, um in die Herzen der Lehrer zu schauen, die verkündeten, dass sie das Dharma weitergaben. Nachdem ich viele Menschen gesehen hatte, die niemals an Ruhm oder Glück dachten, sondern ernsthaft nach dem Bud-dha-Weg suchten, aber durch schlechte Lehrer in die Irre geführt wurden, fragte ich mich, wie der wahre Samen des Prajnâ in ihnen wachsen könne. Sie waren verwirrt und ihr Verständnis war zerstört; wie konnten sie den großen Weg erreichen? Deshalb entschloss ich mich, mein dahin treibendes Leben aufzugeben und das Wahre Dharma zu lehren und zu verbreiten, indem ich die Vorschrif¬ten und die Beispiele, die ich in den chinesischen Zen-Klöstern der Sung-Dynastie studiert und vernommen hatte, zusammenstellte. Ich hoffe, so das Wahre Dharma zu bewahren. Das ist doch wesentlich, oder nicht? Bei der Versammlung auf dem Geierberg verlieh Shakyamuni-Buddha das Wahre Dharma an Mahâkâshyapa
Inhaltsverzeichnis
[1] BENDÔWA - Die Darstellung des buddhistischen Weges **nn"Bendô" ist die buddhistische Übung, insbesondere die der Zazen-Meditation. Der Zugang zu diesem Zazen steht jedem offen, unabhängig von Geschlecht, Rang, Besitz oder Fähig-keit. nn[2] MAKAHANNYA HARAMITSU - Das Erreichen der großen Weisheit des Buddhann"Maka" heißt groß, "Hannyamitsu" ist die Weisheit, durch die ein Bodhisattva vom Lei-den errettet. Wer die Weisheit erlangt hat, kann dualistische Anschauungen von richtig und falsch, schön und hässlich usw. überwinden.nn[3] GENJÔKÔAN - Die Verwirklichung der ErleuchtungnnDas, was im Rinzai-Zen die Kôan erreichen sollen, manifestiert sich im Sôtô-Zen durch die Zazen-Meditation und die alltäglichen Handlungen. Übung und Erleuchtung sind iden-tisch, ebenso selbst und andere, Aufstieg und Fall usw. Dieses Kapitel beschäftigt sich also mit der Erleuchtung jenseits aller Dualität.nnnn[4] IKKA MYÔJU - Eine klare Perlenn"Ikka" bedeutet etwas Rundes, "Myôju" ein glänzender Juwel. Dieser Juwel steht für die Buddha-Natur und das gesamte Universum als Manifestation der Wahrheit. Dôgen benutzt hier, wie häufig, eine klassische Kôan-Erzählung, um seine Aussagen zu untermauern.nn[5] JUUNDO SHIKI - Regeln für die Wolkenhalle **nnDôgen beschreibt, wie Mönche sich in der Meditationshalle benehmen sollten, die vor allem von Novizen benutzt wurde.nn[6] SOKU SHIN ZE BUTSU - Unser Geist ist BuddhannUnser ursprünglicher Geist ist mit Buddha (der Erleuchtung) identisch. Alle Buddhas sind letztlich Buddha Shakyamuni selbst. Dôgen grenzt diese buddhistische Sicht gegen die verbreitete Vorstellung eines Selbst ab.nn[7] SENJÔ - Regeln für den WaschraumnnWenn Achtsamkeit bei weltlichen Tätigkeiten geübt wird, dienen diese auch der spirituel-len Reinigung. Dôgens Anweisungen zur Hygiene waren seiner Zeit weit voraus. Damit setzte er die Tradition seines Meisters Tendô Nyojô fort, der schon als Novize die Verant-wortung für die Waschräume übernehmen wollte.nn[8] KEISEI SANSHOKU - Klang des Tales, Farbe der BergennAlle Phänomene offenbaren die Wahrheit. Doch niemand erlangt Erleuchtung, wenn er nicht die konzeptionelle Auffassung der Phänomene überwindet. Dôgen nennt Beispiele, wie durch natürliche Ereignisse Kenshô (Wesensschau) ausgelöst wurde; im zweiten Teil warnt er vor dem Streben nach Ruhm und Gewinn.nn[9] SHOAKU MAKUSA - Enthaltung von allem Übelnn"Shoaku" ist "Makusa" und umgekehrt, es bedeutet: Nichts Böses kann getan werden. Gut und Böse hängen von der Zeit und den Dingen ab, doch die Zeit und die Dinge nicht von Gut und Böse. nn[10] RAIHAI TOKUZUI - Eine Niederwerfung vollziehen und das Mark erlangennn"Raihai" ist eine respektvolle Niederwerfung vor den Buddhas, Patriarchen und älteren Mönchen, "Tokuzui" heißt, hierdurch das Mark des Meisters zu erlangen. In diesem Kapi-tel betont Dôgen die Gleichstellung von Mann und Frau auf dem buddhistischen Weg.n[11] UJI - Sein-Zeitnn"U" ist Sein, "Ji" ist Zeit. Üblicherweise werden Raum (Sein) und Zeit gegeneinander ge-stellt, für Dôgen jedoch sind sie eins, so wie sich Anatta (die Abwesenheit eines dauernden Selbst) und Anicca (der ständige Wandel) gegenseitig durchdringen. nn[12] DEN-E - Die Übertragung der KesannDie Weitergabe der buddhistischen Robe ist die Weitergabe der buddhistischen Lehre. "Juji", die Kesa zu empfangen und zu erhalten, bedeutet, sie mit Taten zu verwirklichen.nn[13] SANSUIKYÔ - Die Sûtra der Berge und FlüssennDie Berge sind Mönche in Meditation, die Flüsse sind die Buddha-Natur bzw. ihre Ver-wirklichung im Fluss des Lebens.nn[14] BUSSO - Buddhas und PatriarchennnEine Aufstellung der Patriarchen bis zu Dôgens Meister.nn[15] SHISHO - Das Siegel der Übertragungnn"Shisho" ist "die Aufzeichnung der Erben", ein üblicherweise auf Seide verfasstes Schrift-stück, das die Namen der buddhistischen Vorfahren enthält und die eigene Dharma-Übertragung bestätigt. Diese Übertragung fließt nicht nur von Meister auf Schüler, son-dern auch in die umgekehrte Richtung.nn[16] HOKKE TEN HOKKE - Nur eine wahre Blume zeigt ihr wahres Gesicht **nn"Hokke" ist die Blume der Lehre, also Buddha-Weisheit. "Ten Hokke" bedeutet, die Bud-dha-Weisheit erläutert sich selbst. Dieses Kapitel wurde für den Mönch Edatsu verfasst, der von der Lotos-Sûtra beeindruckt war, und enthält entsprechend viele Zitate daraus.nn[17] SHIN FUKATOKU (I) - Der Geist, der nicht erfasst werden kannnnDer Titel stammt aus der Diamant-Sûtra. "Fukatoku" bedeutet jenseits des Denkens, "Shin" ist der Geist. Dieser Geist jenseits des Denkens (und Nicht-Denkens) ist jedoch nicht von unserem unterscheidenden Denken getrennt. nnnnn[18] SHIN FUKATOKU (II) - Der Geist, der nicht erfasst werden kann **nnDies ist die schriftliche Version des Kapitels (im Gegensatz zur obigen mündlichen), die erst nach Dôgens Tod ins Shôbôgenzô aufgenommen wurde und in dialektischer Form von bekannten chinesischen Zen-Meistern sagt, diese seien noch nicht weit genug gegan-gen.nn[19] KOKYÔ - Der Alte SpiegelnnSpiegel reflektieren alles klar und gleichberechtigt, so wie es die Buddha-Natur tut. Spie-gel (die früher aus Metall waren) benötigen die Politur so, wie Erleuchtung Übung braucht, damit sie ihre Wirkung entfaltet.nn[20] KANKIN - Das Lesen der Sûtrasnn"Kankin" bedeutet, leise die Sûtras zu lesen. Nur wenn es keine Lücke zwischen einem selbst und den Sûtras gibt, geschieht wahres Sûtra-Lesen, also buddhistische Praxis. Die Sûtras sind Augen und Fäuste der Buddhas und eins mit dem absoluten Selbst. Hier wer-den Beispiele für dass rechte "Kankin" erleuchteter Meister und für das Sûtralesen im Kloster gegeben.nn[21] BUSSHÔ - Buddha-NaturnnAllen fühlenden Wesen mangelt es weder an Buddha-Natur noch besitzen sie diese. Viel-mehr sind sie Buddha-Natur. Das rechte und falsche Verständnis der Buddha-Natur wird anhand von Kôan-Erzählungen verdeutlicht.nn[22] GYÔBUTSU IIGI - Die würdevollen Tätigkeiten als Buddhann"Gyôbutsu" bedeutet praktizierende Buddhas. "Iigi" ist würdevolle Tätigkeit. Dôgen be-leuchtet die Beziehung zwischen Seppô Gison und seinem Dharma-Erben Gensha Shibi, die Meister und Schüler wie auch gleichberechtigte Äbte eines Tempels waren.nn[23] BUKKYÔ - Die buddhistische LehrennDie "Übertragung außerhalb der Schriften" und die Lehre innerhalb der Schriften sind beide, was der Buddha lehrte.nn[24] JINZÛ - Wundersame KräftennStatt der überlieferten, mysteriösen sechs Eigenschaften bezeichnet Dôgen unsere alltägli-chen Handlungen und die Nutzung unserer Sinne als wundersame Kräfte, die wir nach Abwerfen von Körper und Geist, Gier, Wut und Illusionen, auf die rechte Weise ausüben. n[25] DAIGO - Die große Erleuchtungnn"Dai" ist groß, "Go" ist Satori oder Kenshô, das Erwachen aus unmittelbarer, eigener Er-fahrung. Ohne Täuschung ist jedoch auch kein Erwachen möglich.nn[26] ZAZEN SHIN - Die Nadel für ZazennnDer Titel verweist auf ein Gedicht von Wanshi. Dôgen greift dieses Bild auf und sucht zu beseitigen, was Schüler beim Zazen behindert, so wie eine Akupunkturnadel körperliche Blockaden auflösen soll. nn[27] BUTSU KÔJÔ JI - Beständige Entwicklung jenseits von Buddhann"Butsu Kôjô Ji" heißt, jenseits von Erleuchtung und Übung zu sein, die bei Dôgen eins sind. Da dieser Zustand im Grunde unbeschreiblich ist, werden hier viele Metaphern ver-wendet.nn[28] IMMO - So-Seinnn"Immo" bedeutet "dies", "das", etwas Unbeschreibliches und die letztgültige Realität (Wahrheit). Alle Dinge sind die Manifestation von "Immo".nn[29] GYÔJI - Unaufhörliche ÜbungnnDieser längste Abschnitt des Shôbôgenzô trug im zweiten Teil ursprünglich den Titel "Busso Gyôji": die unaufhörliche ("ji") Übung ("Gyô") der Buddhas. Dôgen beschreibt die Vielfalt der Praxis bei verschiedenen Meistern, die aber doch für den Einzelnen unendlich ist. Sie kann auch als "Shugyô Jikai", als Übung unter Einhaltung der Gebote, verstanden werden.nn[30] KAIIN ZAMMAI - Sâgara mudrâ samâdhinnDer Titel meint einen "meditativen Zustand, der das Siegel des Ozeans trägt" und in den der Buddha Shakyamuni eingetreten sein soll, ehe er die Avatamsaka-Sûtra predigte, auf die sich auch Dôgen hier reichlich bezieht. Es ist der gleiche "besiegelte", d.h. autorisierte Zustand, aus dem alle Nachfolger "den Ozean" des Dharma, der alles enthält, darlegen sollten.nn[31] JUKI - Der Weg der BuddhaschaftnnDôgen ergänzt Buddha Shakyamunis Ankündigung ("Juki"), dass alle fühlenden Wesen Buddhaschaft erlangen werden, indem er sagt: Buddhaschaft wird nicht erst nach langer Übung, sondern genau hier und jetzt verwirklicht. nn[32] KANNON - Der Bodhisattva des ErbarmensnnKannon ist Kanzeon (Skrt. Avalokiteshvara), "der die Schreie der Welt beachtet". Dieser Bodhisattva hat im Laufe der Zeit viele Formen und Geschlechter angenommen. Der Dia-log zwischen den Brudermönchen Ungan und Dôgo soll klarmachen, wie sich Mitempfin-den aus der Buddha-Natur äußert.nn[33] ARAKAN - Der ArhatnnEin Arhat ist ein "Ehrwürdiger", der sich selbst von den Leidenschaften befreit hat. Dôgen benutzt den Ausdruck in einem umfassenderen Sinn als die südlichen Schulen des Bud-dhismus, wo der Arhat als Ideal in etwa so wichtig ist wie der Bodhisattva im Zen.nn[34] HAKUJUSHI - Die Zypressenn"Hakuju" ist eine Eiche, doch die gleichen Schriftzeichen bezeichnen im Chinesischen "Pai-shu", also die Zypresse, einen immergrünen Baum. Jôshûs "Zypresse im Hof" ver-deutlicht, dass es keinen Unterschied zwischen Subjekt und Objekt gibt.nn[35] KÔMYÔ - Wahres Lichtnn"Kômyô" ist das Licht in Menschen, die alle Zweifel beseitigt haben, es ist das körperliche wie geistige Licht der Buddha-Natur und das Licht der angeborenen Weisheit. nn[36] SHINJIN GAKUDÔ - Lernen durch Körper und GeistnnKörper und Geist sind eins, und die buddhistische Übung besteht in der Verwirklichung dieser Erkenntnis.nn[37] MUTCHÛ SETSUMU -Einen Traum innerhalb eines Traumes erklärennn"Mu" wird japanisch "Yume" gelesen und steht für den Traum (im Schlaf) wie die Vision (im Wachzustand). Im Zen ist jedoch auch die Sphäre des Traums eine des Erwachens.nn[38] DÔTOKU - Das Sprechen vom Wegnn"Dôtoku" bedeutet "tiefgründige Worte", also eine spirituelle Erkenntnis auszudrücken.nn[39] GABYÔ - Der ReiskuchennnGedanken können die direkte Erfahrung nicht ersetzen. Was wir unmittelbare Erfahrung nennen, ist oft nur vom Geist fabriziert.n[40] ZENKI - Die ganze Aktivität von Leben und TodnnBuddha-Natur wirkt in Leben und Tod. "Zenki" beschreibt das darauf fußende freie Han-deln eines Zen-Mönchs. nn[41] SESSHIN SESSHÔ - Den Geist bekunden, die wahre Natur bekundennn,Den eigenen Geist ausdrücken' (sesshin) ist letztlich eins mit ,die eigene Absicht ausdrü-cken' (sesshô). Es bedeutet, der Buddha-Natur Ausdruck zu verleihen, indem man anderen auf dem Weg zum Erwachen hilft. nn[42] DHÂRANÎ - Die mystische FormelnnDhâranî sind gebetsartige Anrufungen von Buddhas und Bodhisattvas, die auch Bittgesu-che enthalten können. Dôgen beschreibt weitere Formen solcher Ehrerbietung, wie die Niederwerfung vor dem eigenen Meister.nn[43] TSUKI - Vollkommene Erfüllungnn"Tsuki", der Mond, ist eine Metapher für die inhärente Buddha-Natur, die für "vollkom-mene Erfüllung" steht. nn[44] KÛGE - Die Blume der LeerheitnnDer Ausdruck "Kûge" stammt aus der Shûrangama-Sûtra und meint das illusionäre Erbli-cken von Blumen am Himmel. Dôgen beschreibt damit jedoch das Erblühen der Buddha-Natur und der Dinge, so wie sie sind. nn[45] KOBUTSU SHIN - Der ursprüngliche, unwandelbare Buddha-Geistnn"Kobutsu" ist ein alter Buddha, der die wahre Natur des Geistes ("Shin") verwirklicht hat. Ziegel und Steine, selbst und andere, alle sind "Kobutsu".nn[46] BODAISATTA SHISHÔBÔ - Vier Wege eines Bodhisattva, Menschen nützlich zu sein **nnMethoden, mit denen ein Bodhisattva andere Wesen errettet, sind: Wohltätigkeit, Zärt-lichkeit, Güte und Mitempfinden.nnnnn[47] KATTÔ - Geistige Verstrickungnn"Kattô" sind Efeu oder Glyzinien, die sich um etwas wickeln und winden, im übertrage-nen Sinne "Verwicklungen". Dôgen wendet den Begriff ins Positive, indem er damit die Meister-Schüler-Beziehung charakterisiert.nn[48] SANGAI YUISHIN - Die drei Welten sind nur GeistnnDie Welt der Begierde, der Form und der Nicht-Form - alle Dinge hängen vom Geist ab, sind mit ihm eins. nn[49] SHOHÔ JISSÔ - Die wahre Form aller DingennAlle Dinge sind die Manifestation der einen Wahrheit.nn[50] BUKKYÔ - Buddhistische Sûtrasnn"Bukkyô" sind die Lehren Buddhas. Dôgen attackiert Rinzai und Ummon, zwei der fünf chinesischen Schulen des Zen. Konfuzianismus und Taoismus für dem Buddhismus eben-bürtig zu halten, sei falsch.nn[51] BUTSUDÔ - Der buddhistische WegnnDôgen sagt, dass es nur einen buddhistischen Weg und daher auch keine fünf Schulen des Zen mit eigenen Übungsmethoden geben könne. Entscheidend sei die Übertragung des Shôbôgenzo, der Schatzkammer des Wahren Dharma. nn[52] MITSUGO - Geheime Lehrennn"Mitsugo" spielt auf eine Sprache an, die nur Eingeweihte verstehen, auf die unmittelbare Übertragung der Patriarchen und die vertraute Kommunikation zwischen Meister und Schüler.nn[53] HOSSHÔ - Dharmatâ, die wirkliche Natur der Phänomenenn"Hosshô" meint zwar die Buddha-Natur, aber nicht als objektive Wahrheit, sondern in Form alltäglicher Handlungen, die mit dem buddhistischen Weg identisch sind.nn[54] MUJÔ SEPPÔ - Die Verkündigung des Gesetzes durch unbelebte WesennnZu einem nicht-fühlenden Wesen (wie Baum, Stein usf.), das den Dharma verbreitet, wird auch, wer sich von Gier, Hass, Illusionen und der Sklaverei seiner sechs Sinne befreit hat.n[55] SENMEN - Das Gesicht waschennnDas Gesicht zu reinigen - und das heißt auch Mund, Zähne und Zunge - ist ein spiritueller Akt.nn[56] ZAZENGI - Unterweisung im ZazennnDieses Kapitel enthält Dôgens Lehren aus dem "Fukanzazengi", der "Allgemeinen Emp-fehlung des Zazen". nn[57] BAIKA - PflaumenblütennnPflaumenblüten sind Vorboten des Frühlings und eine Metapher für Shakyamuni Buddha und die Buddha-Natur. Dôgen erläutert hier vor allem Gedichte seines eigenen Meisters.nn[58] JIPPÔ - Das ganze Allnn"Jippô" sind die zehn Richtungen, also das gesamte Universum und wahre Selbst.nn[59] KEMBUTSU - Den Buddha sehennnDen Buddha sehen, über ihn meditieren, mit der Buddha-Natur eins werden - all dies ist "Kembutsu". nn[60] HENZAN - Direktes Studium bei einem Meisternn"Henzan" besagt, dass sich ein Novize im ganzen Land auf die Suche nach einem Meister begibt. Bei Dôgen bedeutet es die Suche nach dem Meister in sich selbst.nn[61] GANZEI - Erleuchtete Sichtnn"Ganzei" sind die Augen, auch das Auge der Weisheit und das Dharma-Auge der Übertra-gung. nn[62] KAJÔ - Das alltägliche Lebennn"Ka" ist das häusliche Leben, "jô" heißt gewohnheitsmäßig. Tee und gekochter Reis ("Sa-han") sind für Dôgen Grundnahrungsmittel, so wie wir täglich von Zazen zehren sollten. nnnnn[63] RYÛGIN - Das Brüllen des DrachennnDieses Geräusch ähnelt dem Wind, der durch eine Gruppe verdorrter Bäume fährt. Als verdorrte Bäume bezeichnet man auch die Wesen, die ihre Leidenschaften abgelegt haben. Das Brüllen des Drachen ist die mächtige Verkündigung des Dharma.nn[64] SHUNJÛ - Frühling und HerbstnnFrühling und Herbst stehen für alle Jahreszeiten, für Kälte und Hitze. Dôgen kommentiert Lehren von Tôzan, u.a. die "Goi" (Fünf Prinzipien), die das Verhältnis von Relativem zu Absolutem beschreiben.nn[65] SOSHI SERAI I - Warum der erste Patriarch vom Westen kamnnAusgehend vom Kôan des Berges am Abgrund wird die Frage aufgeworfen: Warum ei-gentlich üben? nn[66] UDONGE - Die Udumbara-BlütennDiese Blume blüht so selten, wie ein Shakyamuni Buddha in der Welt erscheint. Wenn wir den Weg verwirklichen, haben wir die Blume angenommen.nn[67] HOTSU MUJÔ SHIN - Den höchsten Geist entwickelnnnDôgen erläutert zunächst seinen Gebrauch von Metaphern. Dann geht er auf den höchsten, den Bodhi-Geist ein. Dieser Vortrag wurde am gleichen Tag gehalten wie der zu "Hotsu Bodai Shin", richtete sich aber eher an Laien.nn[68] NYORAI ZENSHIN - Der universelle Körper des TathâgatannDieser Abschnitt basiert auf der Lotos-Sûtra. Der Körper eines Tathâgata ist universell und die wahre Form aller Dinge. Er enthält auch die Reliquien und Lehren Buddhas. nn[69] ZAMMAI-Ô ZAMMAI - Der König aller SamâdhisnnDie höchste Form der Versenkung ist Zazen, das Sitzen in "Kekkafuza", dem vollen Lotus. Der Geist des Zazen soll auf jede Tätigkeit ausgedehnt werden.nnnnnn[70] SANJÛSHICHIHON BODAI BUMPÔ -nDie siebenunddreißig Methoden auf dem Weg zur ErleuchtungnnDiese Methoden stammen aus alten Schriften. Dôgen kommentiert den Achtfachen Pfad, insbesondere das Rechte Handeln. Er unterscheidet zwischen Laien und Mönchen bzw. denen, die ihr Zuhause verlassen haben ("Shukke"), und betrachtet kritisch die Rolle des Laien Vimalakirti. nn[71] TEMBÔRIN - Das Rad des Gesetzes drehennnWenn ein Buddha eine fragwürdige Quelle zitiert, kann sogar diese zum Drehen des Rades des buddhistischen Dharma werden.nn[72] JISHÔ ZAMMAI - Selbst-erleuchtendes SamâdhinnZunächst erläutert Dôgen, was die rechte Einstellung des Geistes ist, wenn man nach sei-ner wahren Natur sucht. Dann kritisiert er Daie, den Rinzai-Meister, der die Kôan-Schulung erfand.nn[73] DAISHUGYÔ - Die große Übung des WegesnnAnhand von Hyakujôs (Pai-changs) Geschichte vom "wilden Fuchs" wird die Frage erör-tert, ob ein Erwachter noch dem Gesetz der Kausalität unterworfen ist.nn[74] MENJU - Direkte Übertragung von Angesicht zu AngesichtnnDôgen behandelt Fragen zur Übung und zum Kenshô. Dharma-Übertragung kann auch von einem verstorbenen Meister geschehen, muss aber von einem lebenden bestätigt werden.nn[75] KOKÛ - Umfassende Leerheitnn"Kokû" ist das Unbegrenzte, auch die Weisheit Buddhas. Diese Rede war die erste, die Dôgen in seinem neuen Tempel Daibutsu-ji hielt, der später zum Eihei-ji wurde.nn[76] HATSU-U - Die SchalennDie Schale des Mönches dient der Aufnahme von Nahrungsmitteln und Spenden. Sie ist ein Symbol für die Übung, alles anzunehmen.nnnnn[77] ANGO - Die ÜbungsperiodennDie Übungsperiode im Sommer heißt "Ge-Ango", die in der Regenzeit "U-Ango". Sie dauert vom 15. April bis 15. Juli bzw. vom 15. Oktober bis 15. Januar und steht auch Laien offen. nn[78] TASHINTSÛ - Den Geist anderer lesennnDôgen arbeitet seinen Kommentar aus Kapitel 18 zum Gespräch zwischen dem National-lehrer Echû und dem Tripitaka-Meister Daini auf und verwirft verschiedene überlieferte Interpretationen. nn[79] Ô SAKU SENDABA - Der Wunsch des Königsnn"Sendaba" (Skt. Saindhava) sind Erzeugnisse aus dem Sind-Distrikt am Fluss Indus, die in Indien sehr begehrt waren. Sie stehen also für das Beste, was man sich wünschen und was man geben kann, und sind darum ein Abbild der Meister-Schüler-Beziehung.nn[80] JIKUIN MON - Anweisungen für die Küche **nnDieser Text hängt in der Küche eines Klosters und richtet sich an den Koch und alle ande-ren, die Speisen zubereiteten. nn[81] SHUKKE - Der Welt entsagennn"Shukke" (Sktr. Pravrayâ) bedeutet, das Zuhause zu verlassen, die Gebote anzunehmen und Mönch zu werden und zu sein. Dôgen sagt, dass es keinen Buddha gegeben hätte, der nicht Mönch wurde.nn[82] SHUKKE KUDOKU - Die Tugend des Weltverzichtes *nnDas Zuhause zu verlassen bedeutet auch, weltliche Angelegenheiten und Leidenschaften abzulegen. Dies ist die Voraussetzung für das vollständige Verwirklichen der Buddhaschaft.nn[83] JUKAI - Die Gebote empfangen *nnDie Zeremonie des Gebotenehmens gründet auf der Brahmajala-Sûtra. Diese Bodhisattva-Gebote für Laien und Novizen unterscheiden sich von den zahlreichen Klosterregeln für Mönche und Nonnen.nnnnn[84] KESA KUDOKU - Das Verdienst des Kesa-Tragens *nnIm Unterschied zu Kapitel 12 zitiert Dôgen hier ausgiebig chinesische Übersetzungen der Sûtras.nn[85] HOTSU BODAI SHIN - Den Buddha suchenden Geist erwecken *nnVgl. Kapitel 67. Dieser Vortrag dürfte sich vor allem an Mönche gerichtet haben.nn[86] KUYÔ SHOBUTSU - Verehrung der Buddhas *nn"Kuyô" bedeutet, ehrerbietig Opfer darzubringen. Ohne Eigensucht Buddhas, Stûpas usf. zu ehren, bringt unendliches Verdienst. Dieser Text enthält Auszüge aus Schriften Nâgârjunas und ist einer von zwölf, die Dôgen nicht mehr vor seinem Tod beenden konn-te. nn[87] KIE SAMBÔ - Zuflucht zu den Drei Schätzen nehmen *nnDieser Diskurs ist auch als "Kie Buppôsô Bô" bekannt, Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha nehmen. Er blieb unvollendet und enthält etliche Zitate, die Dôgen nicht mehr alle belegen konnte.nn[88] JINSHIN INGA - Tiefer Glaube an die Kausalität *nnDôgen greift - wie in Kapitel 73 - das Motiv von Hyakujôs Fuchs auf und verwirft einige überlieferte Gedichte zum Gesetz von Ursache und Wirkung, um zu zeigen, dass niemand davon frei ist.nn[89] SANJI GÔ - Karmische Vergeltung in drei Zeitabschnitten *nnGute und schlechte Taten werden entsprechend in diesem, dem nächsten oder einem da-rauf folgenden Leben vergolten. Das erklärt, warum bösartige Menschen im gegenwärti-gen Leben Glück haben und gutartige Menschen leiden können.nn[90] SHIME - Die vier Pferde *nnDas Unterweisen von vier Arten von Schülern bezüglich der Unbeständigkeit wird mit dem Dressieren von vier Arten von Pferden verglichen.nn[91] SHIZEN BIKU - Der Mönch auf der vierten Stufe des Samâdhi *nnDôgen räumt mit Missverständnissen bezüglich meditativer Erfahrungen auf und grenzt den Buddhismus vom Taoismus und Konfuzianismus ab. n[92] SHÔJI - Leben und Tod **nn"Shôji" ist Geburt und Tod, als Momente innerhalb des Flusses von Leben und Sterben.nn[93] DÔSHIN - Der Wille zur Wahrheit **nnDieser Abschnitt richtet sich in seiner Direktheit wohl an Laien. "Dôshin" ist Bodhicitta, der Geist des Weges und der Wahrheit. Auch wenn einige Kopien dieses undatierten Tex-tes den Titel "Butsudô" tragen, handelt es sich nicht um eine alternative Version von Kapi-tel 51. nn[94] YUI BUTSU YO BUTSU - Nur ein Buddha kann an einen Buddha übermitteln **nnDer Titel stammt aus der Lotos-Sûtra: "Jeder Buddha ist für sich selbst, gemeinsam mit allen Buddhas, in der Lage, die wahre Form aller Gedanken und Dinge vollständig zu verwirklichen."nn[95] HACHI DAININGAKU - Die acht Verwirklichungen der Erleuchtung *nnDies ist der letzte Text, den Dôgen verfasste, und er zitiert aus Buddhas letzter Rede vor dessen Eintritt ins Parinirwâna.nn[Addendum] IPPYAKUHACHI HÔMYÔMON - Die 108 brillanten Lehren des Dharma *nnDer Text besteht vor allem aus einem langen Zitat des "Butsu Hongyô Jikkyô", einer Biografie Gautama Buddhas, das Dôgen am Ende kurz kommentiert. Es handelt sich hier um jenes (elfte) Kapitel der zwölfbändigen Shôbôgenzô-Ausgabe, das in Versionen mit 95 Kapiteln fehlen kann.
Klappentext
Das Shôbôgenzô ist eine Sammlung von Reden und Schriften Dôgen Zenjis (1200¿1253), der den Zen-Buddhismus der Sôtô-Schule in Japan einführte. In dieser Gesamtausgabe werden erstmals außerhalb Japans alle 95 Kapitel des wohl bedeutendsten Zen-Werkes in einem Band vereint. Philosophen in aller Welt bewundern es als Ausdruck ¿originär japanischen Denkens¿. Das Shôbôgenzô behandelt Themen wie Karma und Kausalität, Zeit und Raum, die Sitz-Meditation, die Übertragung von Meister auf Schüler, den Buddha-Geist, Attribute des Mönch- und Nonneseins, mystische Fähigkeiten, die Verwirklichung des Buddhismus im Alltag und vieles mehr. Diese Übersetzung beruht im Wesentlichen auf der japanischen Ausgabe von Dôshu Okubô.