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Die Puppe als Metapher den Schauspieler zu denken
Zur Ästhetik der theatralen Figur bei Craig, Meyerhold, Schlemmer und Roland Barthes. Diss.
Kiefer, Jochen

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Produktbeschreibung

Die Puppe als Metapher den Schauspieler zu denken geht der Frage nach, wie Theaterprogrammatiker vor allem der historischen Avantgarde am Vorbild der Puppe eine Schauspielkunst entwerfen, die das naturalistische und psychologisch fundierte Rollenspiel hinter sich lässt. Im Angriff auf den Naturalismus entwickelt diese Programmatik ein Bild von Schauspiel, das ganz auf Kunst und Künstlichkeit gestellt ist und hierin die eigentliche und eigenständige Möglichkeit des Theaters sieht. Von Diderot ausgehend bis Roland Barthes, von der Aufklärung bis zum Poststrukturalismus also, wird hier mit leidenschaftlichem Interesse und hochreflektiert ein Theater beschrieben, das nicht das Alltagsleben abzubilden sucht, sondern eine lebendige Kunst des theatralen Erzählens mit Körpern und Stimmen entwirft.
Jochen Kiefer war Lehrbeauftragter für Theaterpraxis am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Hildesheim, Programmdramaturg des Lofft in Leipzig und Chefdramaturg an der Kulturinsel Halle (Saale). Als DFG-Stipendiat promovierte er im Forschungsbereich "Authentizität als Darstellung"an der Universität Hildesheim. Als Produktionsdramaturg von 'Allein das Meer' nach Amos Oz wurde er 2006 zum Berliner Theatertreffen eingeladen, mit der Uraufführung des Seefahrerstück im selben Jahr nominiert. Gemeinsam mit Jos Houben (Paris) konzipierte er die Stadtverführungen für Theater der Welt 2008 und entwickelte mit der Choreografin Heike Hennig Rituale, eine Tanzoper für Georg Friedrich Händel in Kooperation mit der Oper Leipzig. Seit 2009 ist Jochen Kiefer Leiter der Vertiefung Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste, einem Zusammenschluss der Hochschule für Musik und Theater (HMT Zürich) und der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGKZ).

Über den Autor



Jochen Kiefer, geb. 1967, ist Regisseur, Dramaturg und Theaterwissenschaftler. Als Lehrbeauftragter für Theaterpraxis war er am Institut für Medien und Theaterwissenschaften der Universität Hildesheim tätig. Dort war er auch Stipendiat des DFG-geförderten Graduiertenkollegs »Authentizität als Darstellung«. Im letzten Jahr wurde die vorliegende Arbeit dort als Dissertation angenommen.


Klappentext



Die Puppe als Metapher den Schauspieler zu denken geht der Frage nach, wie Theaterprogrammatiker vor allem der historischen Avantgarde am Vorbild der Puppe eine Schauspielkunst entwerfen, die das naturalistische und psychologisch fundierte Rollenspiel
hinter sich lässt. Im Angriff auf den Naturalismus entwickelt diese Programmatik ein Bild von Schauspiel, das ganz auf Kunst und Künstlichkeit gestellt ist und hierin die eigentliche und eigenständige Möglichkeit des Theaters sieht. Von Diderot ausgehend bis Roland Barthes, von der Aufklärung bis zum Poststrukturalismus also, wird hier mit leidenschaftlichem Interesse und hochreflektiert ein Theater beschrieben, das nicht das Alltagsleben abzubilden sucht, sondern eine lebendige Kunst des theatralen Erzählens mit Körpern und Stimmen entwirft. -
»Am Thema dieser Untersuchung verwundert, daß es nicht schon früher gestellt und behandelt wurde.Denn das anvisierte Spannungsfeld zwischen Mensch und Kunstfigur verspricht für die Reflexion der Tätigkeit des Schauspielers besonders fruchtbar zu
sein. Den Nachweis hierfür liefert die vorliegende Arbeit.« Hajo Kurzenberger