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Götz und Meyer
Roman
Albahari, David

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Produktbeschreibung

Vom Winter 1941/42 bis zum folgenden Juni fuhren zwei Männer in einem Lastwagen jeden Tag von Belgrad nach Jajinci: Götz, der Fahrer, und Meyer, der Beifahrer. Hätten sie nicht unterwegs angehalten und das Ende des Auspuffs mit einer Öffnung im Boden des Kastens verschraubt und wäre der Kasten nicht voller Juden gewesen, niemand hätte sich später dafür interessiert.Der Erzähler aber, ein Belgrader Lehrer, interessiert sich dafür, weil auf dem Lastwagen auch seine Verwandten waren. Er beginnt zu recherchieren, wühlt in Dokumenten, versucht zu begreifen. Je näher er dem Wissen kommt, desto ferner ist er ihm; je mehr er sich Götz und Meyer vorzustellen sucht, desto schemenhafter werden ihre Gesichter. In der Besessenheit und Verzweiflung seines Erzählers spiegelt David Albahari mit subtiler Meisterschaft die höhere Wahrheit der Literatur: Nicht in der Objektivität des Faktischen wird das Grauen des Holocaust begreiflich, sondern in der Macht und Ohnmacht der subjektiven Erinnerung.
'Einer der beeindruckendsten Holocaust-Romane schlechthin.' Die Zeit 'Zum eindrucksvollsten serbischer, ja europäischer Literatur gehört David Albaharis schmaler Roman 'Götz und Meyer' (.). Eine unglaubliche Geschichte.' Bayerischer Rundfunk 'Die Holocaust-Literatur ist um ein schockierendes Meisterwerk reicher, der Glaube an den Menschen ärmer geworden.' Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung 'Emotional versucht Albahari, an den Kern zu kommen: Das Menschliche im Unmenschlichen zu zeigen; das Erbärmliche im Erbarmungslosen, die Beiläufigkeit der Brutalität.' Birand Bingül, Deutschlandfunk 'So gelingt Albahari das Kunststück, die Welt des Lagers und der Todesfahrten völlig glaubwürdig und gegenwärtig nachzuzeichnen.' Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung 'Dieser Anonymität der Historie setzt der serbische Autor David Albahari die Kraft des Erzählens entgegen. (.) So gelingt ihm ein berührender und verstörender Roman.' Silja Ukena, Kultur Spiegel 'Albahari hat in seinem Roman die Kunst der Ironie (.) genial vollendet.' Martin Z. Schröder, Süddeutsche Zeitung 'Der Roman klagt (.) nicht an. Er tut einfach das, was Literatur am besten kann, er erzählt, ernst und lakonisch zugleich.' Thomas Wegmann, Der Tagesspiegel
Albahari, DavidDavid Albahari wurde 1948 in Pec im heutigen Kosovo geboren und ist einer der renommiertesten Schriftsteller Serbiens. Er studierte Englische Literatur in Belgrad und hat Vladimir Nabokov und John Updike ins Serbische übersetzt. 1973 erschien sein erster Erzählungsband, zahlreiche weitere Romane und Erzählungen folgten. Sein Werk ist vielfach ausgezeichnet worden, z. B. mit dem Ivo Andric-Preis und dem Brücke-Berlin-Preis. David Albahari lebt in Calgary und Belgrad.

Wittmann, Mirjana und KlausMirjana und Klaus Wittmann leben in Bonn und übersetzen aus dem Serbischen, Kroatischen und Bosnischen. Ihre Übersetzungen verstehen sich als Gemeinschaftswerke und entstehen im Tandemprinzip. 2006 erhielten sie für die Übersetzung von David Albaharis Mutterland den Brücke-Berlin-Preis, 2011 wurden sie für ihr übersetzerisches Gesamtwerk mit dem Paul-Celan-Preis ausgezeichnet.

Über den Autor



David Albahari wurde 1948 in Pec im heutigen Kosovo geboren und ist einer der renommiertesten Schriftsteller Serbiens. Er studierte Englische Literatur in Belgrad und hat Vladimir Nabokov und John Updike ins Serbische übersetzt. 1973 erschien sein erster Erzählungsband, zahlreiche weitere Romane und Erzählungen folgten. Sein Werk ist vielfach ausgezeichnet worden, z. B. mit dem Ivo Andric-Preis und dem Brücke-Berlin-Preis. David Albahari lebt in Calgary und Belgrad.

Mirjana und Klaus Wittmann leben in Bonn und übersetzen aus dem Serbischen, Kroatischen und Bosnischen. Ihre Übersetzungen verstehen sich als Gemeinschaftswerke und entstehen im Tandemprinzip. 2006 erhielten sie für die Übersetzung von David Albaharis Mutterland den Brücke-Berlin-Preis, 2011 wurden sie für ihr übersetzerisches Gesamtwerk mit dem Paul-Celan-Preis ausgezeichnet.


Klappentext



Götz oder Meyer ist ein ernster Mensch.
Die lederne Pilotenjacke hängt im Führerhaus und er zieht sie manchmal mit dem stillschweigenden Einverständnis seines Beifahrers tatsächlich an. Dann öffnet er gern das Fenster, um die frische Luft auf seinem Gesicht zu spüren. Anfangs störten ihn bei dieser Tagträumerei die dumpfen Schläge und Schreie, die aus dem hinteren Teil des Lastwagens zu ihm drangen. Aber später hörte er sie nicht mehr. Und diese Schläge konnten ja nicht ewig dauern, die Schreie ebensowenig, denn drinnen fanden sich hauptsächlich Frauen und Kinder. Bei erwachsenen Männern hätte alles länger gedauert, auch die Schläge, und so war ihre Arbeit wenigstens in dieser Hinsicht leichter.