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Notstandskampagne und Roter Punkt
Die Studentenbewegung in Hannover 1967-1969. Mag.-Arb.
Berlit, Anna Chr.

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Produktbeschreibung

Die Rote-Punkt-Aktion der hannoverschen Studenten gegen die Fahrpreiserhöhung der Straßenbahn im Sommer 1969 ist nicht nur ein herausragendes Ereignis der Geschichte Hannovers in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern auch eine der wenigen Gelegenheiten, bei der es der Studentenbewegung gelang, die Arbeiterschaft zu erreichen und für kurze Zeit die Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit zu gewinnen, so dass sogar die Polizei kapitulieren musste. Die Autorin stellt dieses Ereignis in den Zusammenhang der Entwicklung der hannoverschen Studentenbewegung, deren Diskussionen und Aktionen von der Anti-Notstandskampagne über die Anti-Springer-Kampagne bis eben zur Rote-Punkt-Aktion. Der Band bietet die erste wissenschaftliche Darstellung der Studentenbewegung in Hannover und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der deutschen Studentenbewegung außerhalb der Zentren Berlin und Frankfurt.
Geleitwort 7
Vorwort 9

1. Einleitung 11
1.1 Historisierung und Forschungslage 16
1.2 Aufbau der Arbeit 19

2. Hannover: Die Ausgangsbedingungen für die Studentenbewegung 21

3. Die politischen Akteure der hannoverschen Studentenbewegung 25
3.1 Der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) 25
3.1.1 Der Bundesverband des SDS 26
3.1.2 Der SDS in Hannover 31
3.2 Der SHB in Hannover 42
3.3 Der AStA der Technischen Universität Hannover 46
3.4 Der Club Voltaire 53

4. Das konkrete Wirken der hannoverschen Studentenbewegung 61
4.1 Die Anti-Notstandskampagne und der Kongress von Hannover 61
4.1.1 Benno Ohnesorgs Tod als Auslöser des Protestes 61
4.1.2 Der Trauermarsch in Hannover 63
4.1.3 Der Kongress "Bedingung und Organisation des Widerstands" 66
4.1.4 Aktionen gegen die Notstandsgesetze 71
4.2 Die Verschärfung der Auseinandersetzung 76
4.2.1 Die Anti-Springer-Kampagne 76
4.2.2 Reaktionen auf das Attentat auf Rudi Dutschke 79
4.2.3 Die Demonstrationen in Hannover am Osterwochenende 1968 80
4.2.4 Ostermarsch der Kampagne für Demokratie und Abrüstung in Hannover 88
4.2.5 Die Ereignisse am Abend des Ostermontages 89
4.2.6 Die unmittelbaren Reaktionen in Hannover 92
4.2.7 Exkurs zur Gewaltfrage 96

5. Auseinandersetzung mit dem Kapitalismus und der Elterngeneration 103
5.1 Kapitalismuskritik und das Verhältnis zur Arbeiterbewegung 103
5.2 Die Dritte-Welt-Problematik in der westdeutschen Studentenbewegung 106
5.3 Aktionen der hannoverschen Studentenbewegung gegen den
Vietnam-Krieg 109
5.4 Protest gegen Entwicklungen in europäischen Ländern 112
5.5 Messeaktion 1969 und Hochschulreform 114
5.5.1 Die Messe-Aktion 1969 und ihr bildungspolitischer Hintergrund 114
5.5.2 Aspekte der Hochschulreform an der TU Hannover 117
5.6 Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der NPD 120

6. Ein Hauch von Anarchie: Die Rote-Punkt-Aktion im Sommer 1969 125

7. Die Auflösung der Studentenbewegung 145
7.1 Die Diversifizierung der politischen Hochschullandschaft 145
7.2 Die Fraktionierung des SDS 147

8. Ausblick 151

9. Quellen- und Literaturverzeichnis 153
9.1 Archivalische Quellen 153
9.2 Zeitzeugeninterviews 153
9.3 Sekundärliteratur 153
9.4 Abbildungsnachweise 157

Anhang 158
Personenregister 158
Ortsregister 160
Die schlimmsten Feinde des Historikers, heißt es in Fachkreisen, seien Zeitzeugen. Jedenfalls solche, die historische Fakten kurzerhand der eigenen Sicht der Dinge anpassen. Anna Berlit (28) hat bessere Erfahrungen gemacht. Für ihre Magisterarbeit über die hannoversche Studentenbewegung von 1967 bis 1969 hat sie mit denen gesprochen, die dabei waren. Und die Interviews, sagt sie, hätten ihre Recherche in den Archiven perfekt ergänzt. Das freute Manfred Lauermann (60), seinerzeit einer der Wortführer der Studenten, heute Soziologieprofessor im Ruhestand. Vier Stunden hatte er Anna Berlit Rede und Antwort gestanden. Bei der Präsentation der jetzt als Buch erschienenen Arbeit musste er sich gestern deutlich kürzer fassen, ließ aber keinen Zweifel daran, dass er viel Hintergründiges aus den bewegten Zeiten zu erzählen hat. 'Hannover war zwar nicht das Epizentrum der Protestbewegung wie Westberlin und Frankfurt, sagt Anna Berlit, die ihr Studium an der Leibniz Universität Ende 2005 abgeschlossen hat. Aber der Widerstand gegen Notstandsgesetze oder Vietnamkrieg formierte sich auch an der früheren Technischen Hochschule. Nach den tödlichen Schüssen auf den hannoverschen Studenten Benno Ohnesorg in Berlin und dem Attentat auf Studentenführer Rudi Dutschke spitzte sich die Bewegung an der Leine zu. Mit Demonstrationen, Sitzblockaden und der bundesweit beachteten 'Rote-Punkt-Aktion gegen Fahrpreiserhöhungen der Üstra, die auch bei vielen Bürgern auf Sympathie stieß. Anna Berlits Buch sei die erste wissenschaftliche Arbeit über die hannoversche Studentenbewegung, lobten der Herausgeber, Uni-Professor Hans-Dieter Schmid (66), und der Leiter des Stadtarchivs, Karljosef Kreter (52). Für ihre Recherche hat sie auch auf die im Stadtarchiv aufbewahrte Materialsammlung von Gerd Weiberg (62) zurückgegriffen, der zu den Aktivisten des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS) zählte und später in der niedersächsischen Staatskanzlei gearbeitet hat. 'Gut, dass er so viel aufgehoben hat - ich habe alles weggeworfen, meinte Lauermann. Er erzählte mit hohem Unterhaltungswert über die 'wilden Jahre, in denen über die Weltrevolution ebenso diskutiert wurde wie über den Kochzwang für männliche Kommunenbewohner. Viele Aktivisten hätten sich an das bürgerliche Leben angepasst, sagt Lauermann, der als Soziologe und Philosoph in Hannover, Dresden, Bielefeld und Brasilien gearbeitet hat. Die heutige Studentengeneration sei viel mehr von Zukunftsängsten geprägt. 'Damals wurde auch jemand, der 38 Semester studiert und eine Vier im Zeugnis hatte, nach drei Wochen als Lehrer verbeamtet. Die Studenten seien heute weitaus weniger politisch als die 68er, meint auch Anna Berlit, die selbst in der Studentenvertretung AStA aktiv war. Vielleicht liege es daran, dass bei immer engeren Stundenplänen und dem Zwang, das gebührenpflichtige Studium durch Jobs zu finanzieren, kaum mehr Zeit übrig bleibe. Anna Berlit bleibt der Uni treu: Sie arbeitet derzeit an ihrer Doktorarbeit über den früheren hannoverschen Bürgermeister Robert Leinert. Juliane Kaune, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 19.7.2007

Über den Autor



Die Rote-Punkt-Aktion der hannoverschen Studenten gegen die Fahrpreiserhöhung der Straßenbahn im Sommer 1969 ist nicht nur ein herausragendes Ereignis der Geschichte Hannovers in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern auch eine der wenigen Gelegenheiten, bei der es der Studentenbewegung gelang, die Arbeiterschaft zu erreichen und für kurze Zeit die Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit zu gewinnen, so dass sogar die Polizei kapitulieren musste. Die Autorin stellt dieses Ereignis in den Zusammenhang der Entwicklung der hannoverschen Studentenbewegung, deren Diskussionen und Aktionen von der Anti-Notstandskampagne über die Anti-Springer-Kampagne bis eben zur Rote-Punkt-Aktion. Der Band bietet die erste wissenschaftliche Darstellung der Studentenbewegung in Hannover und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der deutschen Studentenbewegung außerhalb der Zentren Berlin und Frankfurt.


Inhaltsverzeichnis



Geleitwort 7 Vorwort 9 1. Einleitung 11 1.1 Historisierung und Forschungslage 16 1.2 Aufbau der Arbeit 19 2. Hannover: Die Ausgangsbedingungen für die Studentenbewegung 21 3. Die politischen Akteure der hannoverschen Studentenbewegung 25 3.1 Der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) 25 3.1.1 Der Bundesverband des SDS 26 3.1.2 Der SDS in Hannover 31 3.2 Der SHB in Hannover 42 3.3 Der AStA der Technischen Universität Hannover 46 3.4 Der Club Voltaire 53 4. Das konkrete Wirken der hannoverschen Studentenbewegung 61 4.1 Die Anti-Notstandskampagne und der Kongress von Hannover 61 4.1.1 Benno Ohnesorgs Tod als Auslöser des Protestes 61 4.1.2 Der Trauermarsch in Hannover 63 4.1.3 Der Kongress "Bedingung und Organisation des Widerstands" 66 4.1.4 Aktionen gegen die Notstandsgesetze 71 4.2 Die Verschärfung der Auseinandersetzung 76 4.2.1 Die Anti-Springer-Kampagne 76 4.2.2 Reaktionen auf das Attentat auf Rudi Dutschke 79 4.2.3 Die Demonstrationen in Hannover am Osterwochenende 1968 80 4.2.4 Ostermarsch der Kampagne für Demokratie und Abrüstung in Hannover 88 4.2.5 Die Ereignisse am Abend des Ostermontages 89 4.2.6 Die unmittelbaren Reaktionen in Hannover 92 4.2.7 Exkurs zur Gewaltfrage 96 5. Auseinandersetzung mit dem Kapitalismus und der Elterngeneration 103 5.1 Kapitalismuskritik und das Verhältnis zur Arbeiterbewegung 103 5.2 Die Dritte-Welt-Problematik in der westdeutschen Studentenbewegung 106 5.3 Aktionen der hannoverschen Studentenbewegung gegen den Vietnam-Krieg 109 5.4 Protest gegen Entwicklungen in europäischen Ländern 112 5.5 Messeaktion 1969 und Hochschulreform 114 5.5.1 Die Messe-Aktion 1969 und ihr bildungspolitischer Hintergrund 114 5.5.2 Aspekte der Hochschulreform an der TU Hannover 117 5.6 Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der NPD 120 6. Ein Hauch von Anarchie: Die Rote-Punkt-Aktion im Sommer 1969 125 7. Die Auflösung der Studentenbewegung 145 7.1 Die Diversifizierung der politischen Hochschullandschaft 145 7.2 Die Fraktionierung des SDS 147 8. Ausblick 151 9. Quellen- und Literaturverzeichnis 153 9.1 Archivalische Quellen 153 9.2 Zeitzeugeninterviews 153 9.3 Sekundärliteratur 153 9.4 Abbildungsnachweise 157 Anhang 158 Personenregister 158 Ortsregister 160


Klappentext



Die Rote-Punkt-Aktion der hannoverschen Studenten gegen die Fahrpreiserhöhung der Straßenbahn im Sommer 1969 ist nicht nur ein herausragendes Ereignis der Geschichte Hannovers in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern auch eine der wenigen Gelegenheiten, bei der es der Studentenbewegung gelang, die Arbeiterschaft zu erreichen und für kurze Zeit die Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit zu gewinnen, so dass sogar die Polizei kapitulieren musste. Die Autorin stellt dieses Ereignis in den Zusammenhang der Entwicklung der hannoverschen Studentenbewegung, deren Diskussionen und Aktionen von der Anti-Notstandskampagne über die Anti-Springer-Kampagne bis eben zur Rote-Punkt-Aktion. Der Band bietet die erste wissenschaftliche Darstellung der Studentenbewegung in Hannover und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der deutschen Studentenbewegung außerhalb der Zentren Berlin und Frankfurt.

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