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Ob es überhaupt noch möglich ist.
Literatur nach Auschwitz in Adornos ästhetischer Theorie. Diss.
Kleine, Marc

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Produktbeschreibung

Um zu zeigen, inwiefern Auschwitz das Zentrum der Ästhetischen Theorie und der Noten zur Literatur bildet, wird vor allem Adornos Schreibweise als Kritik und Erinnerung durch Darstellung gedeutet. Die Vergegenwärtigung der Shoa wird dabei in Leerstellen, Formen der Parodie, Übertreibungen und vor allem in den Äquivokationen aufgesucht, in denen die Möglichkeit von Philosophie und Kunst nach Auschwitz verhandelt wird. So wird gezeigt, dass Worte wie Niemandsland , Idiosynkrasie oder Allergie gegen die Aura , die in sich den Gegensatz von Utopie und Katastrophe enthalten, bei Adorno auf einen Begriff von Kunst jenseits der Versöhnung im Namen des Positiv-Vernünftigen (Hegel) oder der engagierten Kunst (Brecht, Benjamin) verweisen. In detaillierten Analysen der Essays Adornos zu Hölderlin, Kafka, Brecht und Beckett wird eine Ästhetik der Erinnerung rekonstruiert, die der Verdrängung des Holocaust widersteht.
Einleitung
I Ästhetische Negativität: Die Kunst zu erben und Kritik durch Darstellung
Sprechen nach Auschwitz: Kritik durch Darstellung
Exkurs: Erinnerung der verdrängten Vergangenheit
Die Kunst zu erben
II Niemandsland des Nichtsterbenkönnens
Umstrittenes Engagement
Dialektik der Gewalt: Weltlosigkeit und Niemandsland
Adornos Deutung von Franz Kafkas Fragment vom Jäger Gracchus
Exkurs: Mimesis, Idiosynkrasie, falsche Projektion
Der Jäger Gracchus und Ahasver
Adornos Form der Deutung des Gracchus-Fragments Kafkas
Griechenland und Israel: Odysseus und der Jäger Gracchus
III Poetik der Erinnerung des Opfers. Die späten Hymnen Hölderlins
III.1 Andenken
Fremde und Heimat
Niemandsland und Erinnerung
Allegorisches Abendmahl
III.2 Pflege des Buchstaben und gute Deutung des Bestehenden. Hölderlins Hymne Patmos
Hölderlins Überarbeitungen der Hymne Patmos
Adorno und Benjamin
III.3 Das Erhabene der Allegorie
Das Erhabene bei Kant und Hegel
Semiotik des Antisemitismus
III.4 Der Widerspruch von Allegorie und Symbol in Walter Benjamins Studie Ursprung des deutschen Trauerspiels
Dialektik der Melancholie
Teuflische Juden
Märtyrer und antiker Held. Geschichts- und religions-philosophische Differenz zwischen Tragödie und Trauerspiel
Umschwung
IV Tötende Schrift: Kategorien als capita mortua
Allegorische Schreibweise?
Jargon der Dialektik?
Mortifikation der spekulativen Dialektik
Dialektik der Warensprache
V Positives Engagement: Brechts episches Theater
Parodie als Kritik des Antisemitismus
Brechts Versuche: Zum Funktionswandel der Kunst
Die Lehrstücke: autoritäre Lehre?
Brechts Lehrstück Die Maßnahme und das Nichtsterbenkönnen der Kunst
Exkurs: Rezeption des Lehrstücks Die Maßnahme
Opfertod und Gattungspoetik
Fragmentarische Form und Dialektik der Kälte
Brechts Klassiker: Der kaukasische Kreidekreis
Dialektik der Montage. Aporie als Ausdruck des gescheiterten Widerstands
Exkurs: Brechts Leerstellen
VI Kunst im Zeitalter ihrer Unmöglichkeit. Samuel Becketts absurdes Theater
Vergebliches Warten
Dialektik der Montage
Die kontrapunktischen Themen des Endspiels
Becketts In-Differenz als Ausdruck
Ist Kunst heiter? Das eklige Lachen im Endspiel
Gattungspoetik: Schuld und Katastrophe
VII Negative Dialektik und ästhetische Negativität
VII.1 Negative Dialektik: Dem Begriff entfliehen
Dem Begriff entfliehen als Übergang
Sprache und Widerspruch
VII.2 Ästhetische Negativität: Das Glück des Entronnenseins
Kunst als Flucht und Mimesis an den Tod
Vergänglichkeit der Kunst
Krise des ästhetischen Scheins: Idiosynkrasie, Allergie, Aura
Literatur
Marc Kleine, geb. 1975, studierte Germanistik, Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Psychologie in Bremen, Frankfurt am Main und Berlin. Promotion im Fach Neuere Deutsche Literatur mit der vorliegenden Studie an der Freien Universität Berlin.

Über den Autor



Marc Kleine, geb. 1975, studierte Germanistik, Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Psychologie in Bremen, Frankfurt am Main und Berlin. Promotion im Fach Neuere Deutsche Literatur mit der vorliegenden Studie an der Freien Universität Berlin.


Inhaltsverzeichnis



Einleitung

I Ästhetische Negativität: "Die Kunst zu erben" und "Kritik durch Darstellung"
Sprechen nach Auschwitz: Kritik durch Darstellung
Exkurs: Erinnerung der verdrängten Vergangenheit
Die Kunst zu erben

II Niemandsland des "Nichtsterbenkönnens"
Umstrittenes Engagement
Dialektik der Gewalt: Weltlosigkeit und Niemandsland
Adornos Deutung von Franz Kafkas Fragment vom Jäger Gracchus
Exkurs: Mimesis, Idiosynkrasie, falsche Projektion
Der Jäger Gracchus und Ahasver
Adornos Form der Deutung des Gracchus-Fragments Kafkas
Griechenland und Israel: Odysseus und der Jäger Gracchus

III Poetik der Erinnerung des Opfers. Die späten Hymnen Hölderlins
III.1 Andenken
Fremde und Heimat
Niemandsland und Erinnerung
Allegorisches Abendmahl
III.2 Pflege des Buchstaben und gute Deutung des Bestehenden. Hölderlins Hymne Patmos
Hölderlins Überarbeitungen der Hymne Patmos
Adorno und Benjamin
III.3 Das Erhabene der Allegorie
Das Erhabene bei Kant und Hegel
Semiotik des Antisemitismus
III.4 Der Widerspruch von Allegorie und Symbol in Walter Benjamins Studie Ursprung des deutschen Trauerspiels
Dialektik der Melancholie
Teuflische Juden
Märtyrer und antiker Held. Geschichts- und religions-philosophische Differenz zwischen Tragödie und Trauerspiel
Umschwung

IV Tötende Schrift: Kategorien als capita mortua
Allegorische Schreibweise?
Jargon der Dialektik?
Mortifikation der spekulativen Dialektik
Dialektik der Warensprache

V Positives Engagement: Brechts episches Theater
Parodie als Kritik des Antisemitismus
Brechts Versuche: Zum Funktionswandel der Kunst
Die Lehrstücke: autoritäre Lehre?
Brechts Lehrstück Die Maßnahme und das "Nichtsterbenkönnen" der Kunst
Exkurs: Rezeption des Lehrstücks Die Maßnahme
Opfertod und Gattungspoetik
Fragmentarische Form und Dialektik der Kälte
Brechts Klassiker: Der kaukasische Kreidekreis
Dialektik der Montage. Aporie als Ausdruck des gescheiterten Widerstands
Exkurs: Brechts Leerstellen

VI Kunst im Zeitalter ihrer Unmöglichkeit. Samuel Becketts absurdes Theater
Vergebliches Warten
Dialektik der Montage
Die kontrapunktischen Themen des Endspiels
Becketts In-Differenz als Ausdruck
Ist Kunst heiter? Das eklige Lachen im Endspiel
Gattungspoetik: Schuld und Katastrophe

VII Negative Dialektik und ästhetische Negativität
VII.1 Negative Dialektik: Dem Begriff entfliehen
Dem Begriff entfliehen als Übergang
Sprache und Widerspruch
VII.2 Ästhetische Negativität: Das Glück des Entronnenseins
Kunst als Flucht und Mimesis an den Tod
Vergänglichkeit der Kunst
Krise des ästhetischen Scheins: Idiosynkrasie, Allergie, Aura

Literatur


Klappentext



Um zu zeigen, inwiefern Auschwitz das Zentrum der Ästhetischen Theorie und der Noten zur Literatur bildet, wird vor allem Adornos Schreibweise als Kritik und Erinnerung durch Darstellung gedeutet. Die Vergegenwärtigung der Shoa wird dabei in Leerstellen, Formen der Parodie, Übertreibungen und vor allem in den Äquivokationen aufgesucht, in denen die Möglichkeit von Philosophie und Kunst nach Auschwitz verhandelt wird. So wird gezeigt, dass Worte wie "Niemandsland", "Idiosynkrasie" oder "Allergie gegen die Aura", die in sich den Gegensatz von Utopie und Katastrophe enthalten, bei Adorno auf einen Begriff von Kunst jenseits der Versöhnung im Namen des "Positiv-Vernünftigen" (Hegel) oder der engagierten Kunst (Brecht, Benjamin) verweisen. In detaillierten Analysen der Essays Adornos zu Hölderlin, Kafka, Brecht und Beckett wird eine Ästhetik der Erinnerung rekonstruiert, die der Verdrängung des Holocaust widersteht.