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Der Zeitungsleser
In Wochenschritten durch die politische Landschaft 1993-1995
Kuby, Erich

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Produktbeschreibung

Als Kolumnist im wackeren 'Freitag' bewegt sich Erich Kuby seit Mai 1993 durch das Nach-Wende-Gestrüpp des neuen Großstaates. Er vermeidet Hauptstraßen, bevorzugt Nebenwege.
Die jede Woche herausgepickten Themen werden in seiner Schreibmaschine, die kein Computer ist, zum erhellenden Streiflicht. Was es an Details beleuchtet, addiert sich zu einer politischen Bestandsaufnahme, von propagandistischer Weißwäscherei nicht verfälscht.
Seit der 'Wende' hat sich die deutsche Publizistik zum Opportunistischen hin entwickelt, die individuelle Handschrift verloren. Gewiß kann Kuby mit seinen Kolumnen - die er fortsetzt - dem Generaltrend, neudeutsch auch 'mainstream' genannt, keine grundsätzlich andere Richtung geben, aber sofern seine Leser darin nicht mitschwimmen, werden sie sich in dem, was ihnen nicht gefällt, bestätigt fühlen und an die Hand genommen in unwegsamem Gelände.

Erich Kuby, 1910 in Baden Baden geboren, war nach dem Studium der Volkswirtschaft in einem Buchverlag tätig. Im Oktober 1939 zu den Waffen "gerufen", diente er als Soldat in Frankreich und Russland. Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft Ende Juni 1945 arbeitete er als Journalist. Er war Chefredakteur des "Ruf", engagierte sich als Redakteur der "Süddeutschen Zeitung" in den fünfziger Jahren gegen die Wiederaufrüstung, arbeitete seit Anfang 1958 bei der "Welt" und dem "Spiegel", daneben als Buch- und Filmautor. Kuby war Wegbereiter der späteren Studentenbewegung, 1963 - 1980 gehörte er zur Redaktion des "Stern". 1981 Übersiedlung nach Venedig. Bis 2003 aktiv an der Schreibmaschine als Buchautor und Kolumnist für "Berliner Zeitung", "Frankenpost" und "Freitag". Im September 2005 ist Kuby in Venedig gestorben. Der scharfe Gesellschaftskritiker und linke Demokrat galt als das linke Gewissen der Nation; er hat etwa 40 Bücher veröffentlicht und Hörspiele geschrieben.