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Der falsche Körper
Beiträge zu einer Geschichte der Monstrositäten
Hagner, Michael

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Produktbeschreibung

Bei der weit verbreiteten Ansicht, daß die Wissenschaft seit der Aufklärung die Monster endgültig ins Reich der Mythologie verwiesen habe, wird oft übersehen, daß die Wissenschaften des 19. Jahrhunderts an der Kreation neuer Monstrositäten, die zum Teil ganz ähnliche Attribute erhielten wie die alten Monster, einen erheblichen Anteil hatten. Das Ziel dieses Buchrs ist die Herstellung solcher Zusammenhänge, die den Blick dafür schärfen könnten, daß die Rede von Abweichung, Andersartigkeit und Deformation, wo immer sie in einem systematisierenden Zusammenhang auftaucht, niemals unschuldig ist.
Michael Hagner ist Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich. Zuvor arbeitete er am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin und war Gastprofessor in Salzburg, Tel Aviv und Frankfurt a. M. Er ist Verfasser von 'Homo cerebralis. Der Wandel vom Seelenorgan zum Gehirn' (1997) und Herausgeber von 'Ansichten der Wissenschaftsgeschichte' (2001). Bei Wallstein erschienen: 'Der falsche Körper. Beiträge zu einer Geschichte der Monstrositäten' (Hg. 1995, z. Zt. vergriffen, Neuaufl. i.V.); 'Ecce cortex. Beiträge zur Geschichte des modernen Gehirns' (Hg., 1999, ISBN 3-89244-360-2).

Über den Autor



Michael Hagner ist Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich. Zuvor arbeitete er am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin und war Gastprofessor in Salzburg, Tel Aviv und Frankfurt a. M. Er ist Verfasser von "Homo cerebralis. Der Wandel vom Seelenorgan zum Gehirn" (1997) und Herausgeber von "Ansichten der Wissenschaftsgeschichte" (2001). Bei Wallstein erschienen: "Der falsche Körper. Beiträge zu einer Geschichte der Monstrositäten" (Hg. 1995, z. Zt. vergriffen, Neuaufl. i.V.); "Ecce cortex. Beiträge zur Geschichte des modernen Gehirns" (Hg., 1999, ISBN 3-89244-360-2).


Klappentext



Die Geschichte der Monstrositäten und Mißbildungen dürfte so alt sein wie der Mensch selbst. Monster sind von den mythologischen Figuren der Antike bis zu den Mißbildungen in den anatomischen Sammlungen und den Kreaturen Frankensteins Gegenstand von Abscheu und Faszination gewesen. Doch statt um einen voyeuristischen Rundgang durch das Horror-Kabinett der Monster geht es hier um die Frage, in welchen historischen Zusammenhängen von Monstern gesprochen wird und wofür sie stehen. Politische Propaganda und Nationalismus, Religion und Medizin, Sexualität und Biologie, Ästhetik, Kriminalistik und Psychiatrie - es gibt kaum einen Bereich, in dem Monstrositäten nicht thematisiert und instrumentalisiert worden wären. Bei der weit verbreiteten Ansicht, daß die Wissenschaft seit der Aufklärung die Monster endgültig ins Reich der Mythologie verwiesen habe, wird oft darüber hinweggesehen, daß die Wissenschaften des 19. Jahrhunderts an der Kreation neuer Monstrositäten - mit ähnlichen Attributen wie die alten - einen erheblichen Anteil hatten. Die Darstellung solcher Zusammenhänge ist das Ziel der neun Beiträge des Bandes, die in vielschichtige Problemzusammenhänge einführen und den Blick dafür schärfen, daß die Rede von Abweichung, Andersartigkeit und Deformation, wo immer sie in einem systematisierenden Zusammenhang auftaucht, niemals unschuldig ist.
Inhalt:
M. Hagner: Monstrositäten haben eine Geschichte Der mißgebildete Mensch Gemälde von Agostino Carracci Monstren und unheilvolle Gestalten Naturalienkabinett zur Embryologie Verrückte im Frankreich des 18. Jahrhunderts Brittnacher: Der böse Blick des Physiognomen Verbrecher als "monstruoser Typus" Körper des Fremden