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Verratene Revolution
Was ist die Sowjetunion und wohin treibt sie?
Trotzki, Leo

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Produktbeschreibung

Wenige Werke der politischen Literatur haben vor der Geschichte so glänzend bestanden wie Leo Trotzkis 'Verratene Revolution'. Mehr als achtzig Jahre nach ihrer Entstehung im Jahr 1936 ist diese Analyse der Sowjetunion noch immer unübertroffen. Sie sagt mehr über die Struktur und die Dynamik der sowjetischen Gesellschaft aus, als irgendein anderes Buch. Trotzki charakterisierte die Sowjetunion als eine 'Übergangsgesellschaft', deren Charakter und Schicksal die Geschichte noch nicht entschieden habe, und betont die Notwendigkeit für die Arbeiterklasse, das stalinistische Regime zu stürzen, auf der Grundlage der Sowjetdemokratie wieder die Kontrolle über den Staat zu erlangen und die Sowjetgesellschaft in den Sozialismus zu führen.Die Alternative sei nur die Gefahr eines katastrophalen Rückfalls in den Kapitalismus und damit der Vernichtung der UdSSR, wenn die Bürokratie an der Macht bliebe und im Interesse ihrer eigenen privilegierten Stellung weiterhin das kreative Potential der verstaatlichten Planung ersticke. Das Ende der Sowjetunion im Jahr 1990 und der anschließende soziale, politische und kulturelle Niedergang Russlands haben diese hypothetische Voraussage in erstaunlichem Maße bestätigt und bewahren Trotzkis Werk bis heute vor einem Verlust an Aktualität und Brisanz.Die vorliegende Ausgabe enthält eine ausführliche Einleitung von David North, der die Ereignisse am Ende der Sowjetunion im Lichte von Trotzkis Analyse untersucht.
EinleitungAufgabe der vorliegenden Arbeit1. Was ist erreicht?Hauptmerkmale des industriellen WachstumsVergleichende Beurteilung des ErreichtenPro Kopf der Bevölkerung 2. Die Wirtschaftsentwicklung und die Zickzackpolitik der Führung »Kriegskommunismus«, »Neue Ökonomische Politik« (NÖP) und Kurs auf den Kulaken Scharfe Wendung: »Fünfjahresplan in vier Jahren« und »restlose Kollektivierung«3. Sozialismus und Staat Das ÜbergangsregimeProgramm und WirklichkeitDer doppelte Charakter des ArbeiterstaatsDie »verallgemeinerte Not« und der Gendarm»Vollständiger Sieg des Sozialismus« und »Festigung der Diktatur« 4. Der Kampf um die ArbeitsproduktivitätGeld und Plan»Sozialistische« Inflation Rehabilitierung des RubelsDie Stachanowbewegung5. Der SowjetthermidorWarum hat Stalin gesiegt?Die Entartung der bolschewistischen ParteiSoziale Wurzeln des Thermidors6. Das Anwachsen der Ungleichheit und der sozialen Gegensätze Not, Luxus, Spekulation Die Differenzierung des Proletariats Die sozialen Gegensätze im KolchosDie soziale Physiognomie der herrschenden Schicht7. Familie, Jugend, KulturDer Thermidor in der FamilieDer Kampf gegen die JugendNation und Kultur8. Außenpolitik und Heer Von der Weltrevolution zum Status quoDer Völkerbund und die KominternDie Rote Armee und ihre DoktrinDie Zertrümmerung der Miliz und die Wiederherstellung der OffiziersrängeDie UdSSR im Krieg9. Was ist die UdSSR? Die sozialen Verhältnisse in der UdSSRStaatskapitalismus? Ist die Bürokratie eine herrschende Klasse?Die Geschichte hat die Frage des Charakters der UdSSR noch nicht entschieden 10. Die UdSSR im Spiegel der neuen Verfassung Arbeit »nach den Fähigkeiten« und PrivateigentumSowjets und Demokratie Demokratie und Partei11. Wohin treibt die UdSSR?Bonapartismus als KrisenregimeDer Kampf der Bürokratie gegen die »Klassenfeinde« Die Unvermeidlichkeit einer neuen Revolution Anhang1. »Sozialismus in einem Land« 2. Die »Freunde« der UdSSRZeittafel Biografisches und historisches GlossarRegister
Ungekürzte Ausgabe
Leo Trotzki wurde 1879 als Sohn jüdischer Bauern in der Ukraine geboren und schloss sich als Student der marxistischen Bewegung an. Er spielte eine führende Rolle in den Revolutionen von 1905 und 1917. Nach der Oktoberrevolution baute er die Rote Armee auf. 1923 gründete er die Linke Opposition, die den Kampf gegen die bürokratische Entartung der Sowjetunion führte, und 1938 rief Trotzki die Vierte Internationale ins Leben. 1940 wurde er im mexikanischen Exil von einem stalinistischen Agenten ermordet.
Wenige Werke der politischen Literatur haben vor der Geschichte so glänzend bestanden wie Leo Trotzkis »Verratene Revolution«. Fünfzig Jahre nach ihrer ersten Veröffentlichung ist diese Analyse der Sowjetunion noch immer unübertroffen. Wenn man einmal »Verratene Revolution« gelesen hat, weiß man mehr über die Struktur und Dynamik der sowjetischen Gesellschaft, als wenn man systematisch die vielen tausend Bände sichten würde, welche die bürgerliche »Sowjetologie« in den letzten paar Jahrzehnten der Öffentlichkeit zugemutet hat.Die Ereignisse der letzten fünf Jahre geben uns einen objektiven Maßstab an die Hand, um den wissenschaftlichen Wert von Trotzkis meisterhafter marxistischer Analyse mit den gleich geschalteten und hölzernen Arbeiten hoch dotierter Akademikerscharen und preisgekrönter Journalisten zu vergleichen. Hat irgendeiner von ihnen selbst nach Gorbatschows Machtantritt vorausgesagt, dass die sowjetische Regierung das Prinzip der zentralen Planung aufgeben, alle Beschränkungen für das Privateigentum an den Produktionsmitteln abschaffen, die Marktwirtschaft zur Krone der Zivilisation erklären und die völlige Integration der UdSSR in die wirtschaftliche und politische Struktur des Weltkapitalismus anstreben werde?Leo Trotzki dagegen warnte schon 1936, als isolierter politischer Verbannter in Norwegen (bald sollte er auf Befehl der sozialdemokratischen Regierung deportiert werden), dass die Politik des stalinistischen Regimes, weit entfernt, den Sieg des Sozialismus in der UdSSR gesichert zu haben, in Wirklichkeit der Restauration des Kapitalismus den Boden bereitete. Heute kann niemand mehr bestreiten, dass die Ereignisse seit Beginn der Perestroika im Jahr 1985 Trotzkis hypothetische Voraussage, wie der Sturz der durch die Oktoberrevolution von 1917 geschaffenen Eigentumsverhältnisse verlaufen könne, in erstaunlichem Maße bestätigt haben.Es geht nicht einfach darum, dass »Verratene Revolution« das Werk eines Genies ist. Was dieses Buch von allen anderen Schriften über die Sowjetunion unterscheidet, ist die analytische Methode des Autors. Trotzki zählte zu den großen Vertretern der materialistischen Dialektik, die den bleibenden Beitrag des Marxismus zur Entwicklung des menschlichen Denkens darstellt. Das Ziel von »Verratene Revolution« bestand darin, aufzudecken, welche inneren Widersprüche die Entwicklung jenes Staates bestimmten, der als erster in der Weltgeschichte aus einer sozialistischen Revolution hervorgegangen war. Während bürgerliche Forscher und Journalisten die Definition der Sowjetunion als »sozialistischer Staat« ihren Werken für gewöhnlich als gegeben und selbstverständlich zugrunde legten, lehnte es Trotzki ab, die Beschreibung der sowjetischen Wirklichkeit einfach mit dem Wort »sozialistisch« zu erledigen. Der unkritische Gebrauch dieser Bezeichnung, gab er zu bedenken, werde den Blick für die Wirklichkeit eher trüben als schärfen. Die Oktoberrevolution, betonte er, habe lediglich die ersten politischen Voraussetzungen für die Verwandlung des rückständigen Russlands in eine sozialistische Gesellschaft geschaffen. Ob auf diesen Grundlagen letztlich der Sozialismus errichtet werde und in welcher Zeitspanne, hing vom komplexen Zusammenwirken nationaler und internationaler Faktoren ab. Auf jeden Fall, meinte Trotzki, gab es im Gegensatz zur Prahlerei des stalinistischen Regimes überhaupt keinen Sozialismus in der UdSSR (Sowjetunion), wenn man den Begriff in seiner traditionellen marxistischen Bedeutung verwenden wollte ...

Über den Autor

Leo Trotzki wurde 1879 als Sohn jüdischer Bauern in der Ukraine geboren und schloss sich als Student der marxistischen Bewegung an. Er spielte eine führende Rolle in den Revolutionen von 1905 und 1917. Nach der Oktoberrevolution baute er die Rote Armee auf. 1923 gründete er die Linke Opposition, die den Kampf gegen die bürokratische Entartung der Sowjetunion führte, und 1938 rief Trotzki die Vierte Internationale ins Leben. 1940 wurde er im mexikanischen Exil von einem stalinistischen Agenten ermordet.


Inhaltsverzeichnis



Einleitung Aufgabe der vorliegenden Arbeit 1. Was ist erreicht? Hauptmerkmale des industriellen Wachstums Vergleichende Beurteilung des Erreichten Pro Kopf der Bevölkerung 2. Die Wirtschaftsentwicklung und die Zickzackpolitik der Führung 'Kriegskommunismus', 'Neue Ökonomische Politik' (NÖP) und Kurs auf den Kulaken Scharfe Wendung: 'Fünfjahresplan in vier Jahren' und 'restlose Kollektivierung' 3. Sozialismus und Staat Das Übergangsregime Programm und Wirklichkeit Der doppelte Charakter des Arbeiterstaats Die 'verallgemeinerte Not' und der Gendarm 'Vollständiger Sieg des Sozialismus' und 'Festigung der Diktatur' 4. Der Kampf um die Arbeitsproduktivität Geld und Plan 'Sozialistische' Inflation Rehabilitierung des Rubels Die Stachanowbewegung 5. Der Sowjetthermidor Warum hat Stalin gesiegt? Die Entartung der bolschewistischen Partei Soziale Wurzeln des Thermidors 6. Das Anwachsen der Ungleichheit und der sozialen Gegensätze Not, Luxus, Spekulation Die Differenzierung des Proletariats Die sozialen Gegensätze im Kolchos Die soziale Physiognomie der herrschenden Schicht 7. Familie, Jugend, Kultur Der Thermidor in der Familie Der Kampf gegen die Jugend Nation und Kultur 8. Außenpolitik und Heer Von der Weltrevolution zum Status quo Der Völkerbund und die Komintern Die Rote Armee und ihre Doktrin Die Zertrümmerung der Miliz und die Wiederherstellung der Offiziersränge Die UdSSR im Krieg 9. Was ist die UdSSR? Die sozialen Verhältnisse in der UdSSR Staatskapitalismus? Ist die Bürokratie eine herrschende Klasse? Die Geschichte hat die Frage des Charakters der UdSSR noch nicht entschieden 10. Die UdSSR im Spiegel der neuen Verfassung Arbeit 'nach den Fähigkeiten' und Privateigentum Sowjets und Demokratie Demokratie und Partei 11. Wohin treibt die UdSSR? Bonapartismus als Krisenregime Der Kampf der Bürokratie gegen die 'Klassenfeinde' Die Unvermeidlichkeit einer neuen Revolution Anhang 1. 'Sozialismus in einem Land' 2. Die 'Freunde' der UdSSR Zeittafel Biografisches und historisches Glossar Register


Klappentext



Wenige Werke der politischen Literatur haben vor der Geschichte so glänzend bestanden wie Leo Trotzkis "Verratene Revolution". Mehr als siebzig Jahre nach ihrer Entstehung im Jahr 1936 ist diese Analyse der Sowjetunion noch immer unübertroffen. Sie sagt mehr über die Struktur und die Dynamik der sowjetischen Gesellschaft aus, als irgendein anderes Buch. Trotzki charakterisierte die Sowjetunion als eine "Übergangsgesellschaft", deren Charakter und Schicksal die Geschichte noch nicht entschieden habe, und betont die Notwendigkeit für die Arbeiterklasse, das stalinistische Regime zu stürzen, auf der Grundlage der Sowjetdemokratie wieder die Kontrolle über den Staat zu erlangen und die Sowjetgesellschaft in den Sozialismus zu führen.
Die Alternative sei nur die Gefahr eines katastrophalen Rückfalls in den Kapitalismus und damit der Vernichtung der UdSSR, wenn die Bürokratie an der Macht bliebe und im Interesse ihrer eigenen privilegierten Stellung weiterhin das kreative Potential der verstaatlichten Planung ersticke. Das Ende der Sowjetunion im Jahr 1990 und der anschließende soziale, politische und kulturelle Niedergang Russlands haben diese hypothetische Voraussage in erstaunlichem Maße bestätigt und bewahren Trotzkis Werk bis heute vor einem Verlust an Aktualität und Brisanz.
Die vorliegende Ausgabe enthält eine ausführliche Einleitung von David North, der die Ereignisse am Ende der Sowjetunion im Lichte von Trotzkis Analyse untersucht.

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