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Trecker, lila Kuh & Co.
Die Kinder der Grundschule Halen präsentieren ein kunterbuntes Lesebuch aus dem Dorf

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Produktbeschreibung

Klappentext



Das nunmehr erste Schreib- und Buchprojekt der Grundschule Halen war für die Kinder und alle, die es begleitet haben, ein besonderes Erlebnis. Die Grundschule Halen bot sich mir in ihrer dörflichen Einbindung bereits bei den Vorbesprechungen und bei der Einführung der Kinder als ganz besonderer Ort dar. Wo gibt es noch die Schule, an der jeder Lehrer alle Schüler kennt, und auch umgekehrt jeder Schüler zu jeder Zeit jeden Lehrer ansprechen kann?
In dieser Atmosphäre der Vertrautheit ein Schreib- und Buchprojekt mit Lehrer/Innen zu entwickeln, die engagiert und mit vielerlei kreativen Ideen aufwarteten, musste seinen Niederschlag in einer besondere Themenstellung und besondere Projektideen haben. Rasch war die Idee geboren, mit den Schülern ein ¿dörfliches¿ Lesebuch zu schreiben, in dem nicht nur sie ihre Erfahrungen und Sichtweisen dokumentieren, sondern auch Erwachsene über ihre Kindheitserlebnisse in Dorf und Landwirtschaft berichten. Über den Schreibtag hinaus sollten die Kinder mit einer Projektwoche die Möglichkeit geboten bekommen, sich mit der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft der Landwirtschaft und des Dorfes kreativ auseinanderzusetzen und ihre Emotionen, Erwartungen, Werte und Hoffnungen zu formulieren. Anders ausgedrückt, über Geschichte, Gegenwart und Zukunft im Dorf sollte erzählt, geschrieben, geforscht werden.
Und die Kinder nahmen diese Möglichkeit mit großer Begeisterung an. Die Schule verwandelte sich in große Bauernhoflandschaften, brachten die Kinder doch jede Menge Tierfiguren, Trecker etc. mit und gestalteten daraus ¿ihre¿ Bauernhöfe. Sie besuchten im Laufe der Projektwoche bäuerliche Betriebe der Gegenwart und der Vergangenheit (so etwa beim Besuch des Museumsdorfs in Cloppenburg), setzten sich mit Landmaschinen und Tieren sowie zahlreichen Bedingungen landwirtschaftlichen Seins in Gegenwart und Vergangenheit auseinander.
Und sie hörten zu, was die Erwachsenen erzählten, befragten sie und schrieben selber, kreativ, fantasiereich und überraschend. Sie reflektierten, was ihnen wichtig ist, welche Bedeutung Dorf und Familie für sie haben.
Und sie lassen uns an ihren Gedanken und Fantasien teilhaben, regen uns an, uns unsere eigenen Gedanken zu manchen Themen zu machen, über eigene Kindheit zu reflektieren.
Bewusst gibt es daher in diesem Buch eine Mischung von Kinder- und Erwachsenenbeiträgen. Es sind drei, wenn nicht sogar schon vier Generationen, die in die-sem Buch aufeinandertreffen, jede mit ihrer eigenen Geschichte, mit ihrer eigenen Gegenwart und Zukunft. Die Kinder haben mit ihrem Forschen und Schreiben erheblich dazu beigetragen, dass das Nebeneinander zu einem Austausch wird. Erwachsene erzählen den Kindern ihre Geschichte, Kinder reflektieren, wie sie die erwachsene Wirklichkeit wahrnehmen, welche Realitäten sie selbst leben und welche Hoffnungen und Träume sie haben. Die Kinder leisten damit einen ganz wichtigen Beitrag dazu, dass die Erzählkultur des Dorfes gestärkt wird. Die noch vorhandenen vielfältigen sozialen Dorfstrukturen werden durch ein solches Erzählen gestützt, Kinder lernen die Bedeutung von Literatur, Erzählen und Buch schätzen, Erwachsene entdecken sie in ihrer Bedeutung vielleicht wieder oder auch erstmals für sich.
Es liegt nun an uns Erwachsenen, die ausgestreckte Hand der Kinder anzunehmen und sich mit ihrem Schreiben auseinanderzusetzen, mit ihren vorgelegten Erwartungen, Hoffnungen, Werten, Fantasien und auch Enttäuschungen.