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Erfolgreiche Psychopathen?
Zum Zusammenhang von Psychopathie und beruflicher Integrität
Defiebre, Nadine & Köhler, Denis

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Produktbeschreibung

Aus dem Inhalt:
I. Einleitung
II. Theoretischer Hintergrund
1. Das Psychopathie-Konstrukt
1.1. Historische Entwicklung
1.1.1. Entwicklung im französischen Raum
1.1.2. Entwicklung im angloamerikanischen Raum
1.1.3. Entwicklung im deutschen Raum
1.2. Aktuelle Psychopathiekonzepte
1.2.1. Das Psychopathiekonzept nach Cleckley
1.2.2. Das Psychopathiekonzept nach Hare
1.2.3. Das Psychopathiekonzept nach Lilienfeld
1.3. Faktorenstruktur von Psychopathie
1.3.1. 2-Faktoren Modell der Psychopathie
1.3.2. 3-Faktoren Modell der Psychopathie
1.3.3. 4-Faktoren Modell der Psychopathie
1.4. Psychopathie - Abgrenzungen zu anderen Störungen
1.4.1. Abgrenzung zur Antisozialen Persönlichkeitsstörung und Dissozialen Persönlichkeitsstörung
1.4.2. Abgrenzung zur Soziopathie
1.4.3. Komorbidität von Psychopathie
1.5. Diagnostik von Psychopathie
1.5.1. Die Psychopathy Checklist-Revised (PCL-R)
1.5.2. Psychopathy Checklist: Screening Version (PCL:SV)
1.5.3. Kieler-Psychopathie-Inventar-Revision (KPI-R)
1.5.4. Psychopathic Personality Inventory (PPI-R)
1.5.5. Relevanz der Psychopathiediagnose im forensischen Kontext
1.6. Prävalenz
2. Integrität
2.1. Begriffserläuterung
2.1.1. Definition von Integrität
2.1.2. Kontraproduktives Verhalten
2.2. Diagnostik von Integrität
3. Psychopathie und Integrität: Das Konzept der "erfolgreichen Psychopathen"3.1. Erklärungsansätze
3.2. Diagnostik bei nichtkriminellen Psychopathen
3.3. Psychopathen am Arbeitsplatz
3.3.1. Strategien und Taktiken von Psychopathen
3.3.2. Psychopathen in der Fu hrungsetage
3.4. Personalauswahl und Schutzmaßnahmen
3.4.1. Betriebliche Schutzmaßnahmen zur Identifikation von Psychopathen
3.5. Relevanz von Psychopathie fu r den wirtschaftlichen Sektor
III. Methoden
4. Ableitung der Fragestellungen
5. Operationalisierung
5.1. Versuchsdurchführung
5.2. Erhebungsinstrumente
5.2.1. Psychopathic Personality Inventory (PPI-R)
5.2.2. Kieler Psychopathie Inventar (KPI-R)
5.2.3. Inventar berufsbezogener Einstellungen und Selbsteinschätzungen (IBES)
5.2.4. Soziodemographiefragebogen
5.3. Mögliche Störvariablen
IV. Ergebnisse
6. Stichprobenbeschreibung
7. Ergebnisse der Instrumente
7.1. Reliabilität und wichtige Kennwerte
7.1.1. IBES
7.1.2. PPI-R
7.1.3. KPI-R
7.2. Validität KPI-R
7.2.1. Interkorrelationsanalyse des KPI-R
7.2.2. Faktorielle Validität
7.2.3. Beziehung zum Psychopathic Personality Inventory (PPI-R)
8. Zusammenhang zwischen Psychopathie und Integrität
8.1. Zusammenhang zwischen den Skalen und Faktoren des KPI-R und IBES
8.2. Zusammenhang zwischen den Skalen und Faktoren des PPI-R und IBES
V. Diskussion und Interpretation
9. Vorbemerkungen
10. Interpretation der einzelnen Instrumente
10.1.Reliabilität und wichtige Kennwerte der Instrumente
10.1.1. IBES
10.1.2. PPI-R
10.1.3. KPI-R
10.2. Validität KPI-R
10.2.1. Interkorrelation des KPI-R
10.2.2. Faktorielle Validität des KPI-R
10.2.3. Beziehung zum Psychopathic Personality Inventory (PPI-R)
11. Zusammenhang zwischen Psychopathie und Integrität
11.1. Zusammenhang zwischen KPI-R und IBES
11.2. Zusammenhang zwischen PPI-R und IBES
11.3. Relevanz für die Praxis
Literaturverzeichnis

Inhaltsverzeichnis



I. Einleitung
II. Theoretischer Hintergrund
1. Das Psychopathie-Konstrukt
1.1. Historische Entwicklung
1.1.1. Entwicklung im französischen Raum
1.1.2. Entwicklung im angloamerikanischen Raum
1.1.3. Entwicklung im deutschen Raum
1.2. Aktuelle Psychopathiekonzepte
1.2.1. Das Psychopathiekonzept nach Cleckley
1.2.2. Das Psychopathiekonzept nach Hare
1.2.3. Das Psychopathiekonzept nach Lilienfeld
1.3. Faktorenstruktur von Psychopathie
1.3.1. 2-Faktoren Modell der Psychopathie
1.3.2. 3-Faktoren Modell der Psychopathie
1.3.3. 4-Faktoren Modell der Psychopathie
1.4. Psychopathie ¿ Abgrenzungen zu anderen Störungen
1.4.1. Abgrenzung zur Antisozialen Persönlichkeitsstörung und Dissozialen Persönlichkeitsstörung
1.4.2. Abgrenzung zur Soziopathie
1.4.3. Komorbidität von Psychopathie
1.5. Diagnostik von Psychopathie
1.5.1. Die Psychopathy Checklist-Revised (PCL-R)
1.5.2. Psychopathy Checklist: Screening Version (PCL:SV)
1.5.3. Kieler-Psychopathie-Inventar-Revision (KPI-R)
1.5.4. Psychopathic Personality Inventory (PPI-R)
1.5.5. Relevanz der Psychopathiediagnose im forensischen Kontext
1.6. Prävalenz
2. Integrität
2.1. Begriffserläuterung
2.1.1. Definition von Integrität
2.1.2. Kontraproduktives Verhalten
2.2. Diagnostik von Integrität
3. Psychopathie und Integrität: Das Konzept der ¿erfolgreichen Psychopathen¿
3.1. Erklärungsansätze
3.2. Diagnostik bei nichtkriminellen Psychopathen
3.3. Psychopathen am Arbeitsplatz
3.3.1. Strategien und Taktiken von Psychopathen
3.3.2. Psychopathen in der Fu¿hrungsetage
3.4. Personalauswahl und Schutzmaßnahmen
3.4.1. Betriebliche Schutzmaßnahmen zur Identifikation von Psychopathen
3.5. Relevanz von Psychopathie fu¿r den wirtschaftlichen Sektor
III. Methoden
4. Ableitung der Fragestellungen
5. Operationalisierung
5.1. Versuchsdurchführung
5.2. Erhebungsinstrumente
5.2.1. Psychopathic Personality Inventory (PPI-R)
5.2.2. Kieler Psychopathie Inventar (KPI-R)
5.2.3. Inventar berufsbezogener Einstellungen und Selbsteinschätzungen (IBES)
5.2.4. Soziodemographiefragebogen
5.3. Mögliche Störvariablen
IV. Ergebnisse
6. Stichprobenbeschreibung
7. Ergebnisse der Instrumente
7.1. Reliabilität und wichtige Kennwerte
7.1.1. IBES
7.1.2. PPI-R
7.1.3. KPI-R
7.2. Validität KPI-R
7.2.1. Interkorrelationsanalyse des KPI-R
7.2.2. Faktorielle Validität
7.2.3. Beziehung zum Psychopathic Personality Inventory (PPI-R)
8. Zusammenhang zwischen Psychopathie und Integrität
8.1. Zusammenhang zwischen den Skalen und Faktoren des KPI-R und IBES
8.2. Zusammenhang zwischen den Skalen und Faktoren des PPI-R und IBES
V. Diskussion und Interpretation
9. Vorbemerkungen
10. Interpretation der einzelnen Instrumente
10.1.Reliabilität und wichtige Kennwerte der Instrumente
10.1.1. IBES
10.1.2. PPI-R
10.1.3. KPI-R
10.2. Validität KPI-R
10.2.1. Interkorrelation des KPI-R
10.2.2. Faktorielle Validität des KPI-R
10.2.3. Beziehung zum Psychopathic Personality Inventory (PPI-R)
11. Zusammenhang zwischen Psychopathie und Integrität
11.1. Zusammenhang zwischen KPI-R und IBES
11.2. Zusammenhang zwischen PPI-R und IBES
11.3. Relevanz für die Praxis
Literaturverzeichnis


Klappentext



In der Berichterstattung der Medien tauchen mit gewisser Regelmäßigkeit Manager und Politiker auf, die durch Sympathie und Überzeugungskraft andere von sich positiv einnehmen können. Während die Öffentlichkeit noch ihrem Charme erliegt, sind diese Persönlichkeiten häufig im Hintergrund in Skandale oder (wirtschaftlich) zweifelhafte Fehlentscheidungen eingebunden. In der Rechtspsychologie sind solche Personentypen aufgrund ihrer vielfältigen dissozialen Verhaltensweisen schon seit langer Zeit bekannt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass diese sogenannten ¿Psychopathen¿ eine ungünstige Legal- oder Kriminalprognose aufweisen. Zudem begehen sie deutlich mehr Straftaten als andere Kriminelle und sind therapeutisch schwerer erreichbar, ihre kriminellen Verhaltensweisen weniger korrigierbar. In den letzten Jahren wurde in der Literatur zunehmend das Phänomen der ¿erfolgreichen Psychopathen¿ betrachtet, d.h. Personen, die zwar die Kernmerkmale einer Psychopathie aufweisen, jedoch in der Kriminalitätsentwicklung weitgehend unauffällig bleiben. Dieser Psychopathen-Typ nutzt seine Persönlichkeitseigenschaften oftmals dazu, um in Wirtschaft und Politik erfolgreich zu sein. Mit Charme, Überzeugungskraft und ihrem einnehmenden Auftreten steigen sie zunächst die Karriereleiter auf und sind nicht selten in höheren Managementpositionen bzw. politischen Ämtern zu finden. Um ihr persönliches Karriereziel zu erreichen, manipulieren und betrügen sie und schädigen langfristig der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Sie verhalten sich weder ihrem Arbeitgeber, noch den Kollegen oder der Gesellschaft gegenüber integer, d. h. (betriebliche) Regeln und Verhaltensnormen spielen für sie eine untergeordnete Rolle. Führt ihr Verhalten zu negativen Konsequenzen für die eigene Person, suchen sie die Schuld bei anderen und übernehmen keine Verantwortung für das eigene Verhalten. Vielfach wechseln sie deshalb auch den Arbeitgeber, um an anderer Stelle weiter ¿Karriere¿ zu machen, bevor sie mit ihren Lügen ¿auffliegen¿. Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen psychopathischen Persönlichkeitsmerkmalen und berufsbezogener Integrität an einer Stichprobe aus der allgemeinen Bevölkerung (N = 144). Auf diese Weise wird versucht, eine Brücke zwischen den Erkenntnissen der Rechtspsychologie und der Wirtschaftspsychologie zu schlagen. Die Ergebnisse zeigen, dass es vielfältige Überschneidungen zwischen den beiden psychologischen Konzepten gibt. So zeigen Personen mit psychopathischen Eigenschaften eine signifikant geringere Integrität bzw. vermehrt kontraproduktive Verhaltensweisen. Solche Mitarbeiter konzentrieren sich nur auf den eigenen Erfolg ¿ ohne Rücksicht auf Verluste. Auf mittel- bis langfristige Sicht werden diese Personen jedoch eher durch geschäftsschädigendes und kontraproduktives Verhalten auffallen. Damit richten wenig integere Mitarbeiter oder ¿erfolgreiche Psychopathen¿ oftmals einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Schaden an. Neben einer Diskussion der Ergebnisse aus fachlicher Sicht werden auch Schutzmaßnahmen und diagnostische Aspekte beleuchtet, die es in der Praxis ermöglichen, solche Mitarbeiter zu identifizieren und damit einen gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Schaden zu vermeiden.

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