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Singen und Sprechen
Musikwissenschaftlich-linguistische Unterschiede der beiden menschlichen Lautäußerungsformen
Apfelauer, Gerhard

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Produktbeschreibung

Sprache und Gesang waren in Mitteleuropa noch vor hundert Jahren theoretisch klar unterschieden: die Musikwissenschaft definierte den Gesang primär als den Kunstgesang in Oper und Konzert, es gab auch noch den Gesang in der Volksmusik. Die Sprache wurde von den Linguisten in der Tradition von Arabern, Griechen und Römern theoretisch behandelt, am liebsten auf hochdeutsch. Wilhelm von Humboldt brachte bereits vor 200 Jahren fremde Sprachen ins Spiel und verglich sie mit dem Deutschen.
Zum Thema Singen und Sprechen gibt es viele Arbeiten im Rahmen der mitteleuropäischen Gesangsausbildung, man legt aber wenig Wert auf Unterscheidungskriterien zwischen Sprechen und Singen auf Empfänger- und Senderseite. Neuronale Untersuchungen der letzten zehn Jahre erhellten die Analyse nicht wirklich. Die klare Unterscheidung zwischen Gesang und Sprache ging auch innerhalb Mitteleuropas spätestens durch die spezifischen Verwendungsarten der menschlichen Stimme bei den Komponisten der Moderne, man denke nur an Pierrot Lunaire von Arnold Schönberg, verloren.
Carl Ludwig Merkel schrieb um 1860 seine Anthropophonik, Anatomie und Physiologie des menschlichen Stimm- und Sprachorgans und verwendete einen interdisziplinären Ansatz, an dem der Physiker, der Musiker, der Gesanglehrer, der Philologe beteiligt sein müsse. In der vorliegenden Arbeit werden auch und insbesondere ethnologische Aspekte behandelt. Die Problematik der semantisch-lexikalischen Unschärfen zwischen den Sprachen in Bezug auf die verschiedenen Bezeichnungen menschlicher Lautäußerungen wird diskutiert. Eine kybernetisch-prozedurale Zusammenschau der Sprach- und Gesangsprozesse beschließt die Analyse.
Gerhard A. Apfelauer studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität in Wien und - nach einem Berufsleben als Diplom-Ingenieur - Musikwissenschaft und Ethnologie an der Ludwig Maximilians-Universität in München. Seine ethnologischen Kenntnisse basieren auch auf Studienreisen, die er in den letzten Jahrzehnten unternommen hat.

Über den Autor



Gerhard A. Apfelauer studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität in Wien und - nach einem Berufsleben als Diplom-Ingenieur - Musikwissenschaft und Ethnologie an der Ludwig Maximilians-Universität in München. Seine ethnologischen Kenntnisse basieren auch auf Studienreisen, die er in den letzten Jahrzehnten unternommen hat.


Klappentext



Sprache und Gesang waren in Mitteleuropa noch vor hundert Jahren theoretisch klar unterschieden: die Musikwissenschaft definierte den Gesang primär als den Kunstgesang in Oper und Konzert, es gab auch noch den Gesang in der Volksmusik. Die Sprache wurde von den Linguisten in der Tradition von Arabern, Griechen und Römern theoretisch behandelt, am liebsten auf hochdeutsch. Wilhelm von Humboldt brachte bereits vor 200 Jahren fremde Sprachen ins Spiel und verglich sie mit dem Deutschen.
Zum Thema Singen und Sprechen gibt es viele Arbeiten im Rahmen der mitteleuropäischen Gesangsausbildung, man legt aber wenig Wert auf Unterscheidungskriterien zwischen Sprechen und Singen auf Empfänger- und Senderseite. Neuronale Untersuchungen der letzten zehn Jahre erhellten die Analyse nicht wirklich. Die klare Unterscheidung zwischen Gesang und Sprache ging auch innerhalb Mitteleuropas spätestens durch die spezifischen Verwendungsarten der menschlichen Stimme bei den Komponisten der Moderne, man denke nur an "Pierrot Lunaire" von Arnold Schönberg, verloren.
Carl Ludwig Merkel schrieb um 1860 seine "Anthropophonik, Anatomie und Physiologie des menschlichen Stimm- und Sprachorgans" und verwendete einen interdisziplinären Ansatz, an dem der Physiker, der Musiker, der Gesanglehrer, der Philologe beteiligt sein müsse. In der vorliegenden Arbeit werden auch und insbesondere ethnologische Aspekte behandelt. Die Problematik der semantisch-lexikalischen Unschärfen zwischen den Sprachen in Bezug auf die verschiedenen Bezeichnungen menschlicher Lautäußerungen wird diskutiert. Eine kybernetisch-prozedurale Zusammenschau der Sprach- und Gesangsprozesse beschließt die Analyse.


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