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Der Aufstand der Zapatisten
Die "widerspenstige Schnecke" (EZLN) im Spiegel der Bewegungsforschung
Ehlers, Torben

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Produktbeschreibung

Über den Autor



Torben Ehlers ist Diplom-Sozialwissenschaftler in Hannover und unterrichtete bisher an der University of International Relations (Adapazari/ Sakarya, Türkei) "Amerikanische Außenpolitik", "Politik der Europäischen Union" und "Internationale Beziehungen". Bisher von dem Autor erschienen: "Grundlagen deutscher Ausländerpolitik - Von der Anwerbung zur Abschottung oder zur gesteuerten Zuwanderung ?"


Inhaltsverzeichnis



Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Bedingung der Möglichkeit: Geographische und soziostrukturelle Besonderheiten Chiapas
2.1 Chiapas in Zahlen: Geostruktur, Industrie, Landwirtschaft, Gesundheit und Bevölkerung
2.2 Der ökonomische Wandel der 1970er Jahre in Chiapas
2.2.1 Die Bedeutung der Selva Lacandonda
2.3 Indigenismus und die Grundlage sozialer Proteste
3 Das Phänomen Chiapas - Zur Geschichte des Widerstandes
3.1 Einleitung
3.2 Entstehungen oppositioneller Bewegungen in Chiapas ab den 1970er Jahren
3.2.1 Der Indigenenkongress von San Cristobál de las Casas 1974
3.2.2 Revolutionäre Strömungen in den 1970er Jahren und staatliche Repression
3.2.3 Extremisierung sowie Spaltung erster unabhängiger (Indigenen- und Bauern-) Organisationen
3.2.4 Reaktion der Regionalregierung auf die Gründung unabhängiger Organisationen
3.3 Wirtschaftkrise 1982 und neoliberale Modernisierungsprozesse
3.3.1 Das Ende der "importsubstituierenden Industrialisierung" (ISI) und die Wirtschaftskrise 1982
3.3.2 Der neoliberale Modernisierungsprozess der achtziger Jahre
3.3.3 Auswirkungen der Modernisierungsprozesse auf Chiapas
3.4 Die Entwicklung der zapatistischen Bewegung EZLN zwischen Gründung und Aufstand
3.4.1 Der 17. November 1983 - die Gründung der "Ejército Zapatista de Liberación Nacional"/ EZLN
3.4.2 Bewegungs- und Organisationsvorläufer der EZLN
3.4.3 Die Gründungsjahre der EZLN: 1983 bis 1994
3.4.4 Organisationsstruktur
3.5 Die Abschaffung des Artikels § 27 der mexikanischen Verfassung im Jahr 1992
3.5.1 Emiliano Zapata, Zapatismus und der Artikel 27 im Kontext der mexikanischen Revolution
3.5.2 Auswirkungen der Abschaffung des Artikels 27 für die mexikanische Landwirtschaft
3.5.3 Bedeutung der Abschaffung von Artikel 27 für Chiapas
3.6 Das NAFTA-Abkommen, zwei Wochen im Januar 1994 und die Folgen des EZLN-Aufstandes
3.6.1 Bedeutung des NAFTA-Abkommens für Chiapas im Spiegel Mexikos
3.6.2 Zwei Wochen Aufstand der EZLN im Januar 1994
3.6.3 Die Folgen des Aufstandes zwischen 1994 und 1996
3.6.4 "negociar, chicanear y disparar": Die Doppelstrategie der mexikanischen Regierung
3.6.5 San Andrés 1996: Abkehr der Bewegung von Verhandlungen mit dem Staat
3.6.6 Das "Massaker von Acteal" 1997 und der Krieg der niederen Intensität
3.7 Entwicklungen seit den Parlamentswahlen 2000
3.7.1 Der Marsch der indianischen Würde 2001
3.7.2 Die "andere Kampagne"
3.7.3 Die aktuelle Situation in den zapatistischen Gebieten und der "Puebla-Panama-Plan"
4 Theorien neuer sozialer Bewegungen im Spiegel von Chiapas
4.1 Was sind neue soziale Bewegungen?
4.2 Über die Theorien aus Europa, den USA und Lateinamerika
4.3 Das "neue soziale Bewegungsparadigma" (NSB)
4.3.1 Entstehung und Grundzüge des "neuen sozialen Bewegungsparadigmas"
4.3.2 Nachteile des "neuen sozialen Bewegungsparadigmas"
4.3.3 Zusammenfassung und Fazit im Hinblick auf die EZLN
4.4 Der Ressourcenmobilisierungs-Ansatz (RMT)
4.4.1 Entstehung und Grundzüge des Ressourcenmobilisierungs-Ansatzes
4.4.2 Vor- und Nachteile des Ressourcenmobilisierungs-Ansatzes
4.4.3 Zusammenfassung und Fazit in Hinblick auf die EZLN
4.5 "Framing-Konzepte" und Veränderungen der Bewegungsforschung durch Cultural Studies
4.5.1 Entwicklung und Grundzüge des "Framing-Konzeptes"
4.5.2 Vor- und Nachteile des Framing-Konzeptes
4.5.3 Das "Framing-Konzept" in Hinblick auf die EZLN
4.5.4 Cultural Studies und Cultural Politics in der Bewegungsforschung
4.5.5 Zusammenfassung und Fazit in Hinblick auf die EZLN
Die EZLN im Spiegel neuer Bewegungsforschung
5 Literaturverzeichnis


Klappentext



Am 1. Januar 1994 erhoben sich mehrere tausend Indios im südöstlichsten Bundesstaat Mexikos und erklärten dem Staat den Krieg. Wenige Tage nach Ausbruch der Rebellion gingen hunderttausende Demonstranten in Mexiko-Stadt auf die Straßen und forderten eine Einstellung der Kampfhandlungen von Seiten des Militärs. Der damalige Präsident de Gotari musste dem öffentlichen Druck nachgeben und ließ die Kämpfe seitens des Staates beenden. Auch die Aufständischen, bekannt unter dem Namen "Ejercito Zapatista de Liberación Nacional" - kurz EZLN - erklärten eine Waffenruhe, die bis heute von ihnen eingehalten wird. Die anfängliche Guerilla transformierte sich in der Zeit nach dem Aufstand in eine soziale Bewegung. Aus revolutionären Absichten wurden reformerische. Die EZLN forderte Investitionen im Bereich der Menschenrechte, Bildung, Schulen, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, von öffentlichen Einrichtungen, Frauenrechte sowie die Vermarktung ihrer landwirtschaftlichen Produkte. Da es zu keiner Einigung zwischen dem Staat und den Aufständischen kam, gründeten die Zapatisten innerhalb ihres Einflussgebietes autonome Gemeinden und bauten eigene Strukturen auf wie Schulen, Gesundheitszentren, Kooperativen, Verwaltungsräte und Distributionskanäle für ihre agrarischen Erzeugnisse. Mittlerweile gelten die Zapatisten als innovative "Speerspitze" der weltweiten Antiglobalisierungsbewegung und als erste postkommunistische Bewegung weltweit. Torben Ehlers untersucht sowohl den genaueren Aufstandsverlauf, als auch die Möglichkeit, ob die EZLN mittels neuerer Ansätze der aktuellen sozialen Bewegungsforschung strukturalistisch genauer zu klassifizieren ist. Dafür werden vier Haupttheorien herangezogen: das neue soziale Bewegungsparadigma, der Ressourcenmobilisierungs-Ansatz, Framing-Konzepte und die Cultural Politics (aus den Cultural Studies).


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