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Elise und Walter
Die Liebe meiner Großeltern zwischen Wehrmachtsbordell und KZ
Schaefer, Beate

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Produktbeschreibung

Elise und Walter. Ein Liebespaar. Ein Elternpaar. Kein Ehepaar, und ohne bürgerliche Moral. Für den Aufbau des "tausendjährigen Reichs" waren die Prostituierte und ihr Zuhälter nach Meinung der Faschisten unbrauchbar, und das von den Nazis bevorzugte Wort für Menschen wie sie war "asozial".
Das Bordell in Straßburg, in dem meine Großmutter in den vierziger Jahren gearbeitet hatte, war, so fand ich heraus, eine Wehrmachtseinrichtung für die Soldaten der Besatzungsarmee gewesen - Elise war zur Arbeit dort gezwungen worden. Und mein Großvater trug als "polizeilich Sicherungsverwahrter" im KZ-Dachau den grünen Winkel der "Berufsverbrecher".
Während der NS-Staat im Krieg zum größten Zuhälter wurde, brachte er meinen Großvater für dieselbe Betätigung 1942 in der Tötungsanstalt Hartheim um.
Das Schweigen meiner Eltern war das große Schweigen der 50er- und 60er-Jahre, in denen der Satz zum Standard gehörte, Leute wie mein Großvater seien völlig zu Recht im KZ gewesen, denn es waren ja "schlechte Menschen", deren Nachkommen sich für sie schämen mussten. Über "diese Leute" sprach man nicht, und "diese Leute" waren, auch das ein Ergebnis meiner Recherchen, viele.
Nach dem Krieg wurden sie von den "unwürdigen" zu den vergessenen Opfern. Damit sich dies in Zukunft vielleicht ändert, erzähle ich hier die Geschichte von Elise und Walter, stellvertretend für die tausenden von den Nazis gequälten und ermordeten "Asozialen".
Beate Schaefer wurde 1961 in Frankfurt am Main geboren und studierte dort Germanistik und Kunstgeschichte. Nach dem Magisterexamen war sie zunächst in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig, ehe sie sich 1996 als freie Autorin und Übersetzerin selbstständig machte. Seitdem veröffentlichte sie mehrere Romane und Theaterstücke. "Elise und Walter" ist ihr erstes Sachbuch.

Über den Autor



Beate Schaefer wurde 1961 in Frankfurt am Main geboren und studierte dort Germanistik und Kunstgeschichte. Nach dem Magisterexamen war sie zunächst in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig, ehe sie sich 1996 als freie Autorin und Übersetzerin selbstständig machte. Seitdem veröffentlichte sie mehrere Romane und Theaterstücke. "Elise und Walter" ist ihr erstes Sachbuch.


Klappentext



Elise und Walter. Ein Liebespaar. Ein Elternpaar. Kein Ehepaar, und ohne bürgerliche Moral. Für den Aufbau des "tausendjährigen Reichs" waren die Prostituierte und ihr Zuhälter nach Meinung der Faschisten unbrauchbar, und das von den Nazis bevorzugte Wort für Menschen wie sie war "asozial".
Das Bordell in Straßburg, in dem meine Großmutter in den vierziger Jahren gearbeitet hatte, war, so fand ich heraus, eine Wehrmachtseinrichtung für die Soldaten der Besatzungsarmee gewesen - Elise war zur Arbeit dort gezwungen worden. Und mein Großvater trug als "polizeilich Sicherungsverwahrter" im KZ-Dachau den grünen Winkel der "Berufsverbrecher".
Während der NS-Staat im Krieg zum größten Zuhälter wurde, brachte er meinen Großvater für dieselbe Betätigung 1942 in der Tötungsanstalt Hartheim um.
Das Schweigen meiner Eltern war das große Schweigen der 50er- und 60er-Jahre, in denen der Satz zum Standard gehörte, Leute wie mein Großvater seien völlig zu Recht im KZ gewesen, denn es waren ja "schlechte Menschen", deren Nachkommen sich für sie schämen mussten. Über "diese Leute" sprach man nicht, und "diese Leute" waren, auch das ein Ergebnis meiner Recherchen, viele.
Nach dem Krieg wurden sie von den "unwürdigen" zu den vergessenen Opfern. Damit sich dies in Zukunft vielleicht ändert, erzähle ich hier die Geschichte von Elise und Walter, stellvertretend für die tausenden von den Nazis gequälten und ermordeten "Asozialen".


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