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Rekonstruktion von Ausbreitungsvorgängen in der Urgeschichte
Knorr, Hartmann

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Produktbeschreibung

Ausbreitung ist ein wichtiges Ordnungsprinzip für die Änderungen von Kulturerscheinungen in Raum und Zeit. Ausbreitungsvorgänge werden immer und überall festgestellt. Wie kann man aus archäologischen Basisaussagen auf den historischen Prozess schließen? Es geht um die nachprüfbare Begründung für die Wahl einer bestimmten Story. Die Frage wird aus zwei Blickwinkeln untersucht: Überlegungen zu wissenschaftstheoretischen Aspekten (wie kann überhaupt argumentiert werden?) und Analyse von konkreten Argumenten in ausgewählten Publikationen. Dafür wird ein stark formalisierter Rahmen erstellt.

Viele Begründungen innerhalb der Urgeschichtswissenschaft sind Aussagen der Form Die Diskontinuität im archäologischen Niederschlag ist so groß, dass eher Migration und nicht Diffusion die Ursache der Ausbreitung war . Das kann man als kulturhistorisches Indiz bezeichnen. Davon gibt es eine überschaubare Anzahl aber für kaum ein Indiz gibt es eine nachprüfbare Rechtfertigung, und häufig werden nur zwei grob verdichtende Stories erwogen. Für die meisten Indizien ist die einzig mögliche Rechtfertigung die Retrodiktion einer schwachen Korrelation aus Referenzfällen der historischen Überlieferung oder der rezenten wissenschaftlichen Beobachtung. Das aber ist ein unbeliebtes Konstrukt.

Die wichtigste Begründung von außerhalb operiert mit der Einbettung archäologischer Ausbreitungsvorgänge in die rekonstruierte Geschichte menschlicher Genome in Raum und Zeit. Die Stories sind andere, ihre Begründung ist stärker formalisiert und sehr komplex, die Nachprüfung ist schwierig. Bisher aber bleibt die Detaillierung der Einbettung unter dem Anspruch der Urgeschichtswissenschaft, und die Indizienkette hat Lücken

Der Autor wurde 2002 im Fach Vor- und Frühgeschichte promoviert.