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Die Strafe
II Die Modernen Erscheinungsformen
Hans von Hentig

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Die Strafe

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Produktbeschreibung

Die psychologischen Mechanismen der Strafe.- Erstes Buch. Die Todesstrafe.- Erstes Kapitel. Das Doppelgesicht.- Zweites Kapitel. Das Zahlenbild.- Drittes Kapitel. Die Prozedur.- Viertes Kapitel. Die Kontroverse.- Zweites Buch. Die Freiheitsstrafe.- Fünftes Kapitel. I. Die Anfänge.- Sechstes Kapitel. II. Die Phase der Experimente.- Siebentes Kapitel. III. Die Psychologie der Haft.- Achtes Kapitel. IV. Die soziale Dynamik der Gefangenschaft.- Drittes Buch. Die übrigen Strafarten.
Die psychologischen Mechanismen der Strafe. I. Das kriminalpolitische Defizit der modernen Strafarten, ausgedriickt in steigenden Riickfallsziffem, ist nicht nur der Erfindungsarmut, der Ungeduld und fehlender wissenschaftlicher Methodik zuzuschreiben. Auch mit dem Menschenmaterial, auf das Strafe oder Strafandrohungen abgestellt sind, gehen Anderungen vor sich. Obschon die Strafart die gleiche bleibt, kann wechselnde Empfangliohkeit fUr Strafe Fehl wirkungen verursachen. Neue Blockierungen im Gehim des einzelnen wie der Massen konnen den effektiven Drohgehalt der Strafe verflachen oder vollig verwischen. Alie Formeln, auf denen sich die Strafe griindet, gehen vom Normal menschen aus. Wir setzen voraus, daB er in normale Lebensbedingungen hineingesteIlt ist. Diese Annahme mag auf den Gesetzgeber, den Richter und den Strafanstaltsdirektor zutreffen. Sie mag auf einen groBen Teil der Bevolkerung anwendbar sein, solange ruhige und friedliche Zeiten Arbeit und FleiB, Gesetzestreue und Festigkeit des Charakters belohnen. Das Material der Kriminalwissenschaft aber sind Menschen, die haufig an korperlichen oder seelischen Mangeln leiden oder hohem Umwelt druck ausgesetzt sind. Es sind weder Durchschnittsmenschen noch durchschnittliche Situationen, mit denen wir zu tun haben, So kann es nicht wundernehmen, daB unsere Normalpsychologie mehr als einmal in die Irre geht.


Inhaltsverzeichnis



Die psychologischen Mechanismen der Strafe.- Erstes Buch. Die Todesstrafe.- Erstes Kapitel. Das Doppelgesicht.- Zweites Kapitel. Das Zahlenbild.- Drittes Kapitel. Die Prozedur.- Viertes Kapitel. Die Kontroverse.- Zweites Buch. Die Freiheitsstrafe.- Fünftes Kapitel. I. Die Anfänge.- Sechstes Kapitel. II. Die Phase der Experimente.- Siebentes Kapitel. III. Die Psychologie der Haft.- Achtes Kapitel. IV. Die soziale Dynamik der Gefangenschaft.- Drittes Buch. Die übrigen Strafarten.


Klappentext



Die psychologischen Mechanismen der Strafe. I. Das kriminalpolitische Defizit der modernen Strafarten, ausgedriickt in steigenden Riickfallsziffem, ist nicht nur der Erfindungsarmut, der Ungeduld und fehlender wissenschaftlicher Methodik zuzuschreiben. Auch mit dem Menschenmaterial, auf das Strafe oder Strafandrohungen abgestellt sind, gehen Anderungen vor sich. Obschon die Strafart die gleiche bleibt, kann wechselnde Empfangliohkeit fUr Strafe Fehl­ wirkungen verursachen. Neue Blockierungen im Gehim des einzelnen wie der Massen konnen den effektiven Drohgehalt der Strafe verflachen oder vollig verwischen. Alie Formeln, auf denen sich die Strafe griindet, gehen vom Normal­ menschen aus. Wir setzen voraus, daB er in normale Lebensbedingungen hineingesteIlt ist. Diese Annahme mag auf den Gesetzgeber, den Richter und den Strafanstaltsdirektor zutreffen. Sie mag auf einen groBen Teil der Bevolkerung anwendbar sein, solange ruhige und friedliche Zeiten Arbeit und FleiB, Gesetzestreue und Festigkeit des Charakters belohnen. Das Material der Kriminalwissenschaft aber sind Menschen, die haufig an korperlichen oder seelischen Mangeln leiden oder hohem Umwelt­ druck ausgesetzt sind. Es sind weder Durchschnittsmenschen noch durchschnittliche Situationen, mit denen wir zu tun haben, So kann es nicht wundernehmen, daB unsere Normalpsychologie mehr als einmal in die Irre geht.



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