Autor/Autorin: Brandauer Lena
Mag.: Studium der Germanistik und Genderstudies an dernUniversität Wien. Lektorin bei Wespennest. Zeitschrift fürnbrauchbare Texte und Bilder, Wien.
"Konfigurationen" bietet eine verque[e]re Lektüre vonElse Lasker-Schülers 1908 veröffentlichter Erzählung"Der Fakir". Zum einen wird das Werk in seinemsozialhistorischen Kontext verortet, zum anderen wirdeine gendertheoretische Analyse der Schreib- undPerformancepraktiken der Autorin vorgenommen. Mit demText "Der Fakir" schreibt Lasker-Schüler eineweibliche Perspektive in den expressionistischenGenerationenkonflikt – der in derLiteraturwissenschaft traditionell alsVater-Sohn-Konflikt bezeichnet wird – ein, ohne diesejedoch fest-zuschreiben. Durch experimentelleTechniken, wie intertextuelle Referenzen, beweglicheFiguren und Vielstimmigkeit, entsteht ein textuellesSubjekt, das unentscheidbar zwischen den narrativenEbenen, kulturellen Codes, Geschlechterrollen, Traumund Realität, Leben und Tod oszilliert. Dassprechende "Ich" lässt sich mit den normativenKodierungen unserer Gesellschaft nicht fassen.Trotzdem stellt es den Anspruch gehört zu werden undverweist damit auf eine Möglichkeit des Sprechens,die sämtliche Konventionen des Menschlichen auf dieProbe stellt.
"Konfigurationen" bietet eine verque[e]re Lektüre von
Else Lasker-Schülers 1908 veröffentlichter Erzählung
"Der Fakir". Zum einen wird das Werk in seinem
sozialhistorischen Kontext verortet, zum anderen wird
eine gendertheoretische Analyse der Schreib- und
Performancepraktiken der Autorin vorgenommen. Mit dem
Text "Der Fakir" schreibt Lasker-Schüler eine
weibliche Perspektive in den expressionistischen
Generationenkonflikt der in der
Literaturwissenschaft traditionell als
Vater-Sohn-Konflikt bezeichnet wird ein, ohne diese
jedoch fest-zuschreiben. Durch experimentelle
Techniken, wie intertextuelle Referenzen, bewegliche
Figuren und Vielstimmigkeit, entsteht ein textuelles
Subjekt, das unentscheidbar zwischen den narrativen
Ebenen, kulturellen Codes, Geschlechterrollen, Traum
und Realität, Leben und Tod oszilliert. Das
sprechende Ich lässt sich mit den normativen
Kodierungen unserer Gesellschaft nicht fassen.
Trotzdem stellt es den Anspruch gehört zu werden und
verweist damit auf eine Möglichkeit des Sprechens,
die sämtliche Konventionen des Menschlichen auf die
Probe stellt.
Mag.: Studium der Germanistik und Genderstudies an der
Universität Wien. Lektorin bei Wespennest. Zeitschrift für
brauchbare Texte und Bilder, Wien.
Über den Autor
Mag.: Studium der Germanistik und Genderstudies an derUniversität Wien. Lektorin bei Wespennest. Zeitschrift fürbrauchbare Texte und Bilder, Wien.
Klappentext
"Konfigurationen" bietet eine verque[e]re Lektüre vonElse Lasker-Schülers 1908 veröffentlichter Erzählung"Der Fakir". Zum einen wird das Werk in seinemsozialhistorischen Kontext verortet, zum anderen wirdeine gendertheoretische Analyse der Schreib- undPerformancepraktiken der Autorin vorgenommen. Mit demText "Der Fakir" schreibt Lasker-Schüler eineweibliche Perspektive in den expressionistischenGenerationenkonflikt - der in derLiteraturwissenschaft traditionell alsVater-Sohn-Konflikt bezeichnet wird - ein, ohne diesejedoch fest-zuschreiben. Durch experimentelleTechniken, wie intertextuelle Referenzen, beweglicheFiguren und Vielstimmigkeit, entsteht ein textuellesSubjekt, das unentscheidbar zwischen den narrativenEbenen, kulturellen Codes, Geschlechterrollen, Traumund Realität, Leben und Tod oszilliert. Dassprechende "Ich" lässt sich mit den normativenKodierungen unserer Gesellschaft nicht fassen.Trotzdem stellt es den Anspruch gehört zu werden undverweist damit auf eine Möglichkeit des Sprechens,die sämtliche Konventionen des Menschlichen auf dieProbe stellt.