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Das Erziehungssystem der Gesellschaft
Hrsg. v. Dieter Lenzen
Luhmann, Niklas

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Produktbeschreibung

Der Nachlass des 1998 verstorbenen Soziologen und Systemtheoretikers Niklas Luhmann enthielt eine Reihe nahezu fertiggestellter Buchmanuskripte, darunter auch Das "Erziehungssystem der Gesellschaft". Es gehört in die viel beachtete Reihe von Abhandlungen, die sich unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft zuwenden, wie Wissenschaft, Recht, Kunst, Wirtschaft und - zuletzt erschienen - Religion und Politik. Mit "Das Erziehungssystem der Gesellschaft" liegt dieser zentrale Komplex von Luhmanns Werk nun vollständig vor. Gleichzeitig stellt diese Monographie eine Erweiterung und teilweise Revision des bereits 1979 gemeinsam mit Karl Eberhard Schorr verfassten Textes "Reflexionsprobleme im Erziehungssystem" dar. Dieser hatte in der Erziehungswissenschaft eine lang anhaltende, z. T. heftige Debatte ausgelöst, innerhalb deren einer systemtheoretischen Soziologie die Zuständigkeit und Qualifikation für eine Analyse des Erziehungssystems abgesprochen wurde.
Luhmann versteht sein Buch indes sen als gesellschaftstheoretische (Wieder-) Beschreibung ("redeillegalscription") von Erziehung. Er zeigt, dass die Pädagogik als Reflexionstheorie des Erziehungssystems vor einer dringend notwendigen Entscheidung steht und optiert für eine ernsthafte Auseinandersetzung zwischen Pädagogik und Gesellschaftstheorie. Das Erziehungssystem der Gesellschaft wird auch vor dem Hintergrund der in beiden Bereichen stattfinden Orientierung an konstruktivistischen Überlegungen neue Diskussionen auslösen.
Niklas Luhmann ist Professor für Soziologie (em.) an der Universität Bielefeld. Zahlreiche Veröffentlichungen.

Über den Autor



Niklas Luhmann wurde am 8. Dezember 1927 als Sohn eines Brauereibesitzers in Lüneburg geboren und starb am 6. November 1998 in Oerlinghausen bei Bielefeld. Im Alter von 17 Jahren wurde er als Luftwaffenhelfer eingezogen und war 1945 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Von 1946 bis 1949 studierte er Rechtswissenschaften in Freiburg und absolvierte seine Referendarausbildung. 1952 begann er mit dem Aufbau seiner berühmten Zettelkästen. Von 1954 bis1962 war er Verwaltungsbeamter in Lüneburg, zunächst am Oberverwaltungsgericht Lüneburg, danach als Landtagsreferent im niedersächsischen Kultusministerium. 1960 heiratete er Ursula von Walter. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Seine Ehefrau verstarb 1977. Luhmann erhielt 1960/1961 ein Fortbildungs-Stipendium für die Harvard-Universität. Dort kam er in Kontakt mit Talcott Parsons und dessen strukturfunktionaler Systemtheorie. 1964 veröffentlichte er sein erstes Buch Funktionen und Folgen formaler Organisation. 1965 wird Luhmann von Helmut Schelsky als Abteilungsleiter an die Sozialforschungsstelle Dortmund geholt. 1966 wurden Funktionen und Folgen formaler Organisation sowie Recht und Automation in der öffentlichen Verwaltung als Dissertation und Habilitation an der Universität Münster angenommen. Von 1968 bis 1993 lehrte er als Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld. 1997 erschien sein Hauptwerk, das Resultat dreißigjähriger Forschung: Die Gesellschaft der Gesellschaft.


Klappentext



Der Nachlaß des 1998 verstorbenen Soziologen und Systemtheoretikers Niklas Luhmann enthielt eine Reihe nahezu fertiggestellter Buchmanuskripte, darunter auch Das Erziehungssystem der Gesellschaft. Es gehört in die vielbeachtete Reihe von Abhandlungen, die sich unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft zuwenden, wie Wissenschaft, Recht, Kunst, Wirtschaft und - zuletzt erschienen - Religion und Politik. Mit Das Erziehungssystem der Gesellschaft liegt dieser zentrale Komplex von Luhmanns Werk nun vollständig vor. Gleichzeitig stellt diese Monographie eine Erweiterung und teilweise Revision des bereits 1979 gemeinsam mit Karl Eberhard Schorr verfaßten Textes »Reflexionsprobleme im Erziehungssystem« dar. Dieser hatte in der Erziehungswissenschaft eine langanhaltende, z.T. heftige Debatte ausgelöst, innerhalb deren einer systemtheoretischen Soziologie die Zuständigkeit und Qualifikation für eine Analyse des Erziehungssystems abgesprochen wurde.Luhmann versteht sein Buch indessen als gesellschaftstheoretische (Wieder-) Beschreibung (»redeillegalscription«) von Erziehung. Er zeigt, daß die Pädagogik als Reflexionstheorie des Erziehungssystems vor einer dringend notwendigen Entscheidung steht und optiert für eine ernsthafte Auseinandersetzung zwischen Pädagogik und Gesellschaftstheorie. Das Erziehungssystem der Gesellschaft wird auch vor dem Hintergrund der in beiden Bereichen stattfindenden Orientierung an konstruktivistischen überlegungen neue Diskussionen auslösen.


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