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Metaphysik
Begriff und Probleme (1965). Hrsg. v. Rolf Tiedemann
Adorno, Theodor W.

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Produktbeschreibung

Akademischer Unterricht und schriftstellerische Arbeit liefen bei Adorno in der Regel nebeneinander her, aber doch nicht stets. So widmete er von 1964 bis 1966 nicht weniger als drei aufeinander folgende Vorlesungen Gegenständen und Themen, die auch im Zentrum der Negativen Dialektik stehen, an der er damals mit Nachdruck arbeitete. Im Sommersemester 1965 hielt Adorno die Vorlesung Metaphysik. Begriff und Probleme, die der vorliegende Band enthält und die sich an das letzte -Modell- der Negativen Dialektik, die Meditationen zur Metaphysik, anschloß.
Übersicht

Begriff der Metaphysik

1 . Vorlesung: WAS IST METAPHYSIK? 9

Metaphysik als Ärgernis der Philosophie 9 - Gegenstand der
Metaphysik unbestimmt 9 - "Hinterwelt" und Okkultismus 11 -
Gegen Faktizität der Wesenheiten 13 - Begrifflicher Charakter
der Metaphysik; Zum Universalienstreit (I) 14 - Theologie und
Metaphysik in der Geschichtsphilosophie des Positivismus 15 -
Zum Verhältnis von Theologie und Metaphysik 16 - Versuch,
das Absolute aus reinem Denken zu bestimmen, Kritik des Dog-
matismus und neuer Dogmatismus; Verständigung von Theolo-
gie und Metaphysik 18 - Zum Universalienstreit (II); Formali-
sierung des Begriffs Metaphysik, Leukipp und Demokrit als
"metaphysische Materialisten" 20

2. Vorlesung: LEHRE VOM ERSTEN 23

Stichworte: Grundwissenschaft als Lehre vom Ersten; Bleibendes
oder Werdendes; Vergessen metaphysischer Fragen (Kraft, Leben,
Psychophysischer Parallelismus)

3. Vorlesung: GESCHICHTE DES BEGRIFFS 25

Stichworte: Begriffsgeschichte; traditionelle Einteilung der Meta-
physik; "Induktive Metaphysik"; Wider die Fundamentalontologie

Zur "Metaphysik" des Aristoteles

4. Vorlesung: PLATON, ARISTOTELES UND HEIDEGGER 28

Zur Platonischen Ideenlehre; das Sinnliche als Nichtseiendes
28 - Lehre von der methexis; Anerkennung der Empirie beim
späten Platon 30 - Spannung zwischen das Seiende und die Dinge zen-
tral 32 - Ideen als Begriffgewordene Götter; Metaphysik: Re-
flexion des Bruches; Einheit von Kritik und Rettung 3 3 - Ari-
stoteles' Platon-Kritik; "Anstrengung des Denkens, zu erretten,
was es auflöst"; Kants Stellung zu Platon und Aristoteles 3 5 - Re-
pristination des Aristoteles durch Heidegger; Zum Anfangssatz
der Aristotelischen "Metaphysik" (I) 36 - Zum Anfangssatz
der Aristotelischen "Metaphysik" (II) 3 8 - Zur Aristotelischen Em-
pirie 39

5. Vorlesung: ALLGEMEINES UND EINZELNES 41

Hauptgedankengänge der "Metaphysik" des Aristoteles, nach
Zeller; "Wissenschaft von den ersten Prinzipien und Ursachen";
Einzelnes und Allgemeines (I) 41 - Einzelnes und Allgemeines
(II); Aristoteles' Stellung zum Nominalismus 42 - Allgemeines
im Besonderen; Gegen die Trennung; Aristoteles und Husserl 44 -
Kritik der Ideenlehre; Parallelität von Platon und Kantischem
Sittengesetz 45 - Zur Substantialität des Einzelnen; Zum Un--
mittelbaren 47 - Substanz und Unmittelbarkeit: Aristoteles,
Hume, Kant 49 - Unmittelbarkeit und Vermittlung bei Aristo--
teles und Hegel; Lehre von dem zweiten Sein 5 1

6. Vorlesung: GENESIS UND GELTUNG 54

Begriff und Seiendes, Eines und Vieles, "Einheit in der Mannig-
faltigkeit", 54 - Ontologie: Vorrang der Form; Form und Stoff,
Aktualität und Potentialität 56 - Verhältnis zur Geschichte: Nähe
und Distanz 59 - Wirklichkeit und Möglichkeit vertauscht; No-
minalismus und Realismus bei Aristoteles 60 - Für uns und an
sich; Geschäftsordnung der Wahrheit, Scholastische Tradition
bei Scheler und Husserl 62 - Priniat des Ersten und Ältesten;
Unbewegter Beweger; Zum Gedanken der Vermittlung 64

7. Vorlesung: VERMITTLUNG UND MITTE 68

Frage nach dem Ersten 68 - Idealistische Vorentscheidung oder
Misere de la philosophie 69 - Ideologleproblem und Wahrheits-
gehalt 70 - Zeitkern der Wahrheit 72- - Vermittlungsproblem
ungelöst 73 - Form und Stoff(I); Vermittlung und "rechte Mitte"
74 - Antike ohne Subjektivität 76 -Subjektivität und Dialektik;
Idealismus malgre lui-meme; Form und Stoff (II) 78 -
Hegel und Aristoteles 80

8. Vorlesung: LEHRE VOM UNVERÄNDERLICHEN 81

Kritik und Rettung 8 1 - Sinnliches bei Platon und Aristoteles
82 - Sinnliche Apriorien der Erkenntnis 84 - Form vermittelt
durch Inhalt 85 -Abstraktion verkannt 87 - Veränderung, Wer-
den, Dynamik; Veränderung relativ auf Unveränderliches; Un-
terwegs zur Dialektik 89 - Ausfall des Unendlichen 90 - Zur
Lehre vom Unveränderlichen 92 - Vorblick auf Substanz und
Akzidenz 93

9. Vorlesung: FORM UND STOFF 95

Substrat und Eigen

Über den Autor



Theodor W. Adorno wurde am 11. September 1903 in Frankfurt am Main geboren und starb am 06. August 1969 während eines Ferienaufenthalts in Visp/Wallis an den Folgen eines Herzinfarkts. Von 1921 bis 1923 studierte er in Frankfurt Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musikwissenschaft und promovierte 1924 über Die Transzendenz des Dinglichen und Noematischen in Husserls Phänomenologie. Bereits während seiner Schulzeit schloss er Freundschaft mit Siegfried Kracauer und während seines Studiums mit Max Horkheimer und Walter Benjamin. Mit ihnen zählt Adorno zu den wichtigsten Vertretern der "Frankfurter Schule", die aus dem Institut für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt hervorging. Sämtliche Werke Adornos sind im Suhrkamp Verlag erschienen.


Inhaltsverzeichnis



Übersicht





Begriff der Metaphysik


1 . Vorlesung: WAS IST METAPHYSIK? 9


Metaphysik als Ärgernis der Philosophie 9 - Gegenstand der
Metaphysik unbestimmt 9 - "Hinterwelt" und Okkultismus 11 -
Gegen Faktizität der Wesenheiten 13 - Begrifflicher Charakter
der Metaphysik; Zum Universalienstreit (I) 14 - Theologie und
Metaphysik in der Geschichtsphilosophie des Positivismus 15 -
Zum Verhältnis von Theologie und Metaphysik 16 - Versuch,
das Absolute aus reinem Denken zu bestimmen, Kritik des Dog-
matismus und neuer Dogmatismus; Verständigung von Theolo-
gie und Metaphysik 18 - Zum Universalienstreit (II); Formali-
sierung des Begriffs Metaphysik, Leukipp und Demokrit als
"metaphysische Materialisten" 20


2. Vorlesung: LEHRE VOM ERSTEN 23


Stichworte: Grundwissenschaft als Lehre vom Ersten; Bleibendes
oder Werdendes; Vergessen metaphysischer Fragen (Kraft, Leben,
Psychophysischer Parallelismus)


3. Vorlesung: GESCHICHTE DES BEGRIFFS 25


Stichworte: Begriffsgeschichte; traditionelle Einteilung der Meta-
physik; "Induktive Metaphysik"; Wider die Fundamentalontologie






Zur »Metaphysik« des Aristoteles


4. Vorlesung: PLATON, ARISTOTELES UND HEIDEGGER 28


Zur Platonischen Ideenlehre; das Sinnliche als Nichtseiendes
28 - Lehre von der methexis; Anerkennung der Empirie beim
späten Platon 30 - Spannung zwischen das Seiende und die Dinge zen-
tral 32 - Ideen als Begriffgewordene Götter; Metaphysik: Re-
flexion des Bruches; Einheit von Kritik und Rettung 3 3 - Ari-
stoteles' Platon-Kritik; "Anstrengung des Denkens, zu erretten,
was es auflöst"; Kants Stellung zu Platon und Aristoteles 3 5 - Re-
pristination des Aristoteles durch Heidegger; Zum Anfangssatz
der Aristotelischen »Metaphysik« (I) 36 - Zum Anfangssatz
der Aristotelischen »Metaphysik« (II) 3 8 - Zur Aristotelischen Em-
pirie 39


5. Vorlesung: ALLGEMEINES UND EINZELNES 41


Hauptgedankengänge der »Metaphysik« des Aristoteles, nach
Zeller; "Wissenschaft von den ersten Prinzipien und Ursachen";
Einzelnes und Allgemeines (I) 41 - Einzelnes und Allgemeines
(II); Aristoteles' Stellung zum Nominalismus 42 - Allgemeines
im Besonderen; Gegen die Trennung; Aristoteles und Husserl 44 -
Kritik der Ideenlehre; Parallelität von Platon und Kantischem
Sittengesetz 45 - Zur Substantialität des Einzelnen; Zum Un--
mittelbaren 47 - Substanz und Unmittelbarkeit: Aristoteles,
Hume, Kant 49 - Unmittelbarkeit und Vermittlung bei Aristo--
teles und Hegel; Lehre von dem zweiten Sein 5 1




6. Vorlesung: GENESIS UND GELTUNG 54


Begriff und Seiendes, Eines und Vieles, "Einheit in der Mannig-
faltigkeit", 54 - Ontologie: Vorrang der Form; Form und Stoff,
Aktualität und Potentialität 56 - Verhältnis zur Geschichte: Nähe
und Distanz 59 - Wirklichkeit und Möglichkeit vertauscht; No-
minalismus und Realismus bei Aristoteles 60 - Für uns und an
sich; Geschäftsordnung der Wahrheit, Scholastische Tradition
bei Scheler und Husserl 62 - Priniat des Ersten und Ältesten;
Unbewegter Beweger; Zum Gedanken der Vermittlung 64



7. Vorlesung: VERMITTLUNG UND MITTE 68


Frage nach dem Ersten 68 - Idealistische Vorentscheidung oder
Misere de la philosophie 69 - Ideologleproblem und Wahrheits-
gehalt 70 - Zeitkern der Wahrheit 72- - Vermittlungsproblem
ungelöst 73 - Form und Stoff(I); Vermittlung und "rechte Mitte"
74 - Antike ohne Subjektivität 76 -Subjektivität und Dialektik;
Idealismus malgre lui-meme; Form und Stoff (II) 78 -
Hegel und Aristoteles 80



8. Vorlesung: LEHRE VOM UNVERÄNDERLICHEN 81


Kritik und Rettung 8 1 - Sinnliches bei Platon und Aristoteles
82 - Sinnliche Apriorien der Erkenntnis 84 - Form vermittelt
durch Inhalt 85 -Abstraktion verkannt 87 - Veränderung, Wer-
den, Dynamik; Veränderung relativ auf Unveränderliches; Un-
terwegs zur Dialektik 89 - Ausfall des Unendlichen 90 - Zur
Lehre vom Unveränderlichen 92 - Vorblick auf Substanz und
Akzidenz 93



9. Vorlesung: FORM UND STOFF 95


Substrat und Eigenschaft, Stoff und Gestalt, Form und Stoff das
Wirkliche und das Mögliche 95 - ZumAristotelischen Idealis-
mus; Veränderung: Verwirklichung der Form 97 - Zum Begriff
des Telos ; Materie und Form bei Schelling 99 - Zur Kritik:
Materie als Substanz 100 - Kritik und Wahrheitsgehalt; Wieder-
kehr der Probleme 101 - Realgrund der Synthesis 103 - Stoff als
erster Stoff 104 - Materie, Begriff des Nichtbegrifflichen; Me-
taphysik: Denken ins Offene 106



10.Vorlesung: PROBLEM DER VERMITTLUNG 109


Vermittltinsproblem zentral 109 - Ewigkeit der Form und Kon-
stanz des Begriffs 110 - Ontologisches Prius der Abstraktion;
Maximilian Becks "Unsterblichkeit der Seele" 112 - Unsterb-
lichkeitsanspruch der Religion und Hypostasis des Begriffs
1 14 - Die vier Ursachen 115 - Möglichkeit begrifflich vermit-
telt 116 - Kausalität: Säkularisierung des Zwang; Naturkausali-
tät und Zufall 117 - "Kausalität aus Freiheit", Metaphysik als
Strukturzusammenhang 119



11.Vorlesung: BEWEGUNG, VERÄNDERUNG 122


Negativität des Stoffes, ein Aristotelischer Topos 122 - Latente
Dialektik von Erstarrung und Entwicklung 123 - Stoff als prin-
cipium individuationis; Allgemeines als Gutes; Begriff des
Nichtbegrifflichen 125 - Der verborgene objektive Idealismus
127 - "Wie Veränderung möglich sei" 128 - Bewegung als Wirk-
lichwerden des Möglichen 129 - Bewegendes und bewegtes
Prinzip; Leib-Seele-Dualismus 13 1 - Bewegung: Berührung
von Form und Stoff 133


12. Vorlesung: DER UNBEWEGTE BEWEGER 135


Changieren zwischen Hylozoismus und Begrifflichkeit 135 -
Lehre von der Ewigkeit der Bewegung; Ontologisierung der
Veränderung; "Geschichtlichkeit"13 7 - Bewegung und unbe-
wegter Beweger 138 - Begriffliche Reprise der Theologie 140 -
Affirmativer Zug der Metaphysik; Vorform des ontologischen
Gottesbeweises; Eines und Einheit 141 - Monotheistische Ten-
denz; Idealismus und Vernuft; Vernunft und Subjektivität 143 -
Tätigkeit Gottes: Denken; Aristoteles' Theoriebegriff 144 -
Theorie und Praxis; Zur Trennung von geistiger und körperlicher
Arbeit 145


13. Vorlesung: ATHEN UND AUSCHWITZ 147


Subjektiver Idealismus und statische Ontologie 147 - Selbstbe-
trachtung Gottes und tautologische Erkenntnis 148 - Modell
der Selbstreflexion, "Preisgabe" der Welt; Teleologie 150 -"Alles
eins"151- Unterwegs zur hellenistischen Aufklärung 152







Metaphysik nach Auschwitz


Gegenpunkt: Wie Metaphysik heute und hier sich darstellt
154 - Metaphysik: Hypostasis der Logik; Denkenund Sein
155 - Metaphysische Erfahrung heute; Unveränderliches und
Vergängliches, Relevanz des Innerweltlichen in der Mystik
157 - Auschwitz veränderte den Begriffder Metaphysik 159



14. Vorlesung: ZUR LIQUIDATION DES ICHS 161


Affirmativer Charakter der Metaphysik, Hohn auf die Opfer
16 1 - Behauptung von Sinn als Ideologie; Schopenhauer und
die Verneinung des Willens zum Leben 162 - Auf dem Weg zur
realen Hölle 164 - Alter und Tod keine Invarianten 165 - Tod in
»Sein und Zeit«; Absolute Anpassung 167 - Liquidation des Ichs
und Schuld der Selbsterhaltung 108 - Fungibilität des Einzel-
nen, Gleichgültiges als >Sinn< 170 - Lyrik nach Auschwitz 172



15. Vorlesung: METAPHYSIK UND MATERIALISMUS 175


Zur Kritik des Stoizismus, Subjekt im Schuldzusammenhang
175 - Philosophie und "Comment c'est"; Oberfläche und Tiefe
177 - Positivistische Registrierung und spekulative Elevation
179 - Neuer kategorischer Imperativ; Das Hinzutretende 18 1 -
Aas, Gestank und Fäulnis 182 - Mißlingen der Kultur 184 - Wi-
der die auferstandene Kultur 186


16. Vorlesung: BEWUSSTSEIN DER NEGATIVITÄT 188


Bewußtsein des Absoluten und Absolutes selber 188 - Zur dia-
lektischen Theologie 189 - "Hohe Worte" als Deckbilder des
Schlechten; Schicksal der Sprache als Schicksal der Sachen 192 -
"Wenn Beckett im Lager gewesen wäre"; Denken des Äußersten
193 - Tun und Reflexion 197 - Gegen Destruktion der Kultur 198


17. Vorlesung: STERBEN HEUTE 201


Kultur und Natur 201 - Tod als Einfallstor zur Metaphysik; Zu
Heideggers Todesmetaphysik 202 - Bewußtsein der Sterblich-
keit, Potential unverwirklicht 204 - Zeit; "Ganzheit des Daseins"
207 - Kontingenz des Todes und Hoffnung 209 - Bergottes Tod,
Becketts Nichts; Zur Idee der Unsterblichkeit 211 - Hamlet und
Sterben heute 212


18. Vorlesung: METAPHYSISCHE ERFAHRUNG 214


Pro domo 214 - Mystische Erfahrung kein Urerlebnis 215 -
Tradition und Aktualität in der Erkenntnis 2 16 - Glück im Na-
men 2 18 - Von der Fehlbarkeit der metaphysischen Erfahrung
219 - Verdinglichung 220 -Vorrang des Objekts 221 -Vergebli-
ches Warten 223 - Verhältnis zu Hegel; Negation der Negation
kein Positives 224



Anmerkungen des Herausgebers 227
Nachbemerkung des Herausgebers 293


Register 305
1. Griechische Wörter 307
2. Personen 3 10


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