The Polish Review sagt:
»Mit ihrem Werk gehört Zofia Nalkowska, eine Zeitgenossin von Virginia Woolf, zu den großen europäischen Schriftstellern des zwanzigsten Jahrhunderts.«
Zofia Nalkowska (1884–1954) war die Grande Dame der polnischen Literatur, die bedeutende psychologische Romane schrieb, in Warschau einen berühmten Salon führte und jüngere Schriftsteller wie Witold Gombrowicz und Bruno Schulz förderte. Aus einem gebildeten Elternhaus stammend, studierte sie mehrere Fächer an der sogenannten Fliegenden Universität. Die bekennende Feministin war die einzige Frau in der Polnischen Akademie für Literatur. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie Abgeordnete des polnischen Parlaments und Mitglied einer Kommission zur Untersuchung deutscher Kriegsverbrechen.Marta Kijowska, geboren 1955 in Krakau, lebt in München. Sie arbeitet als Journalistin für Zeitungen und Hörfunk, vor allem zu Themen der polnischen Kultur, Literatur und Geschichte. Gleichzeitig ist sie als Sachbuchautorin und Übersetzerin aus dem Polnischen tätig. Zu den von ihr übertragenen Autoren gehören u. a. Stefan Chwin, Slawomir Mrozek, Maria Nurowska, Dominik W. Rettinger und Seweryna Szmaglewska.
AUTOR: Zofia Nalkowska
Zofia Nalkowska (1884–1954) war die Grande Dame der polnischen Literatur, die bedeutende psychologische Romane schrieb, in Warschau einen berühmten Salon führte und jüngere Schriftsteller wie Witold Gombrowicz und Bruno Schulz förderte. Aus einem gebildeten Elternhaus stammend, studierte sie mehrere Fächer an der sogenannten Fliegenden Universität. Die bekennende Feministin war die einzige Frau in der Polnischen Akademie für Literatur. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie Abgeordnete des polnischen Parlaments und Mitglied einer Kommission zur Untersuchung deutscher Kriegsverbrechen.
UEBERSETZUNG: Marta Kijowska
Marta Kijowska, geboren 1955 in Krakau, lebt in München. Sie arbeitet als Journalistin für Zeitungen und Hörfunk, vor allem zu Themen der polnischen Kultur, Literatur und Geschichte. Gleichzeitig ist sie als Sachbuchautorin und Übersetzerin aus dem Polnischen tätig. Zu den von ihr übertragenen Autoren gehören u. a. Stefan Chwin, Slawomir Mrozek, Maria Nurowska, Dominik W. Rettinger und Seweryna Szmaglewska.
»Medaillons«, das sind acht Begegnungen mit Opfern und Handlangern des Nationalsozialismus: Eine Frau befreit sich mühsam aus dem fahrenden Viehwaggon, stolpert über die Gleise und wird auf der Flucht angeschossen. Wie im Traum nimmt sie wahr, dass Menschen um sie herum sich zögerlich fragen, ob sie ihr helfen oder sich lieber in Sicherheit bringen sollen. Eine andere, die für die Ausrottung der Juden Verständnis hat, weil sie deren Hass auf die Polen mehr als die Nazis fürchtet, hört beim Blumengießen auf dem Warschauer Friedhof, wie die verzweifelten Stimmen der im Ghetto Eingeschlossenen zu ihr dringen. Mitarbeiter eines Labors finden nichts dabei, dass ihr deutscher Vorgesetzter aus Menschenknochen Seife herstellt. Es sind Geschichten des Grauens, die eine Beobachterin in einer zugleich glasklaren und poetisch dichten Sprache einfängt. Sie selbst hält sich im Hintergrund und verzichtet auf jegliche Wertung, wodurch sie die geschilderten Verbrechen und Leiden umso intensiver für sich sprechen lässt.Zofia Nalkowskas 1946 erschienene, von Marta Kijowska neu übersetzte und mit einem Nachwort versehene »Medaillons« gelten als ein Meisterwerk der Miniaturprosa und einer der wichtigsten Texte der polnischen Kriegsliteratur. »Dieses Schicksal haben Menschen den Menschen bereitet«, lautet Nalkowskas Erkenntnis, die bis heute nichts an Gültigkeit verloren hat.
Professor SpannerDer AbgrundDie FriedhofsfrauAm BahndammGrüne DworjaWizaDer Mensch ist starkErwachsene und Kinder in AuschwitzNachwort der Übersetzerin
»Mit ihrem Werk gehört Zofia Nalkowska, eine Zeitgenossin von Virginia Woolf, zu den großen europäischen Schriftstellern des zwanzigsten Jahrhunderts.« The Polish Review »Medaillons ist ein eindrückliches Dokument. Nalkowskas Miniaturen reihen sich in ihrer Prägnanz und ihrer Schärfe in die bedeutsamen Erzählungen von Holocaust-Überlebenden ein.« Christoph Schröder, Deutschlandfunk »Büchermarkt«
Zofia Nalkowska (1884-1954) war die Grande Dame der polnischen Literatur, die bedeutende psychologische Romane schrieb, in Warschau einen berühmten Salon führte und jüngere Schriftsteller wie Witold Gombrowicz und Bruno Schulz förderte. Aus einem gebildeten Elternhaus stammend, studierte sie mehrere Fächer an der sogenannten Fliegenden Universität. Die bekennende Feministin war die einzige Frau in der Polnischen Akademie für Literatur. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie Abgeordnete des polnischen Parlaments und Mitglied einer Kommission zur Untersuchung deutscher Kriegsverbrechen.
Marta Kijowska, geboren 1955 in Krakau, lebt in München. Sie arbeitet als Journalistin für Zeitungen und Hörfunk, vor allem zu Themen der polnischen Kultur, Literatur und Geschichte. Gleichzeitig ist sie als Sachbuchautorin und Übersetzerin aus dem Polnischen tätig. Zu den von ihr übertragenen Autoren gehören u. a. Stefan Chwin, Slawomir Mrozek, Maria Nurowska, Dominik W. Rettinger und Seweryna Szmaglewska.
Marta Kijowska, geboren 1955 in Krakau, lebt in München. Sie arbeitet als Journalistin für Zeitungen und Hörfunk, vor allem zu Themen der polnischen Kultur, Literatur und Geschichte. Gleichzeitig ist sie als Sachbuchautorin und Übersetzerin aus dem Polnischen tätig. Zu den von ihr übertragenen Autoren gehören u. a. Stefan Chwin, Slawomir Mrozek, Maria Nurowska, Dominik W. Rettinger und Seweryna Szmaglewska.
Über den Autor
Zofia Nalkowska (1884-1954) war die Grande Dame der polnischen Literatur, die bedeutende psychologische Romane schrieb, in Warschau einen berühmten Salon führte und jüngere Schriftsteller wie Witold Gombrowicz und Bruno Schulz förderte. Aus einem gebildeten Elternhaus stammend, studierte sie mehrere Fächer an der sogenannten Fliegenden Universität. Die bekennende Feministin war die einzige Frau in der Polnischen Akademie für Literatur. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie Abgeordnete des polnischen Parlaments und Mitglied einer Kommission zur Untersuchung deutscher Kriegsverbrechen.
Marta Kijowska, geboren 1955 in Krakau, lebt in München. Sie arbeitet als Journalistin für Zeitungen und Hörfunk, vor allem zu Themen der polnischen Kultur, Literatur und Geschichte. Gleichzeitig ist sie als Sachbuchautorin und Übersetzerin aus dem Polnischen tätig. Zu den von ihr übertragenen Autoren gehören u. a. Stefan Chwin, Slawomir Mrozek, Maria Nurowska, Dominik W. Rettinger und Seweryna Szmaglewska.
Inhaltsverzeichnis
Professor Spanner
Der Abgrund
Die Friedhofsfrau
Am Bahndamm
Grüne Dworja
Wiza
Der Mensch ist stark
Erwachsene und Kinder in Auschwitz
Nachwort der Übersetzerin
Klappentext
»Medaillons«, das sind acht Begegnungen mit Opfern und Handlangern des Nationalsozialismus: Eine Frau befreit sich mühsam aus dem fahrenden Viehwaggon, stolpert über die Gleise und wird auf der Flucht angeschossen. Wie im Traum nimmt sie wahr, dass Menschen um sie herum sich zögerlich fragen, ob sie ihr helfen oder sich lieber in Sicherheit bringen sollen. Eine andere, die für die Ausrottung der Juden Verständnis hat, weil sie deren Hass auf die Polen mehr als die Nazis fürchtet, hört beim Blumengießen auf dem Warschauer Friedhof, wie die verzweifelten Stimmen der im Ghetto Eingeschlossenen zu ihr dringen. Mitarbeiter eines Labors finden nichts dabei, dass ihr deutscher Vorgesetzter aus Menschenknochen Seife herstellt. Es sind Geschichten des Grauens, die eine Beobachterin in einer zugleich glasklaren und poetisch dichten Sprache einfängt. Sie selbst hält sich im Hintergrund und verzichtet auf jegliche Wertung, wodurch sie die geschilderten Verbrechen und Leiden umso intensiver für sich sprechen lässt.nZofia Nalkowskas 1946 erschienene, von Marta Kijowska neu übersetzte und mit einem Nachwort versehene »Medaillons« gelten als ein Meisterwerk der Miniaturprosa und einer der wichtigsten Texte der polnischen Kriegsliteratur. »Dieses Schicksal haben Menschen den Menschen bereitet«, lautet Nalkowskas Erkenntnis, die bis heute nichts an Gültigkeit verloren hat.
. Ein Meisterwerk der literarischen Reportagen. Eindrucksvolle Texte über den Holocaust von der Grande Dame der polnischen Literaturn. Neuübersetzung der Originalausgabe von 1946