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Christliche Sozialethik und Moraltheologie
Eine Auseinandersetzung mit den Grundlagen zweier Disziplinen und die Frage ihrer Eigenständigkeit. Habil.-Schr.
Breuer, Clemens

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Produktbeschreibung

In der vorliegenden Habilitationsschrift, die im Jahr 2000 von der Theologischen Fakultät Trier angenommen worden ist, wird zunächst ein geschichtlicher Überblick (Teil I) zur Christlichen Sozialethik geboten, der es erlaubt, in einem weiteren Schritt (Teil II) die Eigenständigkeit der Christlichen Sozialethik und die Abgrenzung zur Moraltheologie zu verdeutlichen.
Wenngleich der Geschichte der Christlichen Sozialethik im 19. und 20. Jahrhundert eine besondere Aufmerksamkeit gebührt, so darf jedoch nicht vergessen werden, dass diese keineswegs erst mit dem Ende des 19. Jahrhunderts und dem Erscheinen der ersten Sozialenzyklika "Rerum novarum" im Jahre 1891 beginnt. Das kirchliche Bemühen um die sittliche Gestaltung des sozialen Lebens reicht bis in die Anfänge der Kirche zurück: als Bemühen um die soziale Frage (Armut, Reichtum und Sklaverei), um die Wirtschaftsfrage (Eigentum, Zins und Wucher) sowie um die politische Frage (Krieg und Frieden, das Verhältnis von Kirche und Staat).
Das Selbstverständnis der Christlichen Sozialethik steht sodann im Mittelpunkt der weiteren Ausführungen, wobei das "traditionelle" Verständnis in eine Auseinandersetzung mit der Diskursethik geführt wird. Anhand der ("neuen") Politischen Theologie und der Wirtschaftsethik sollen schließlich zwei Themenfelder exemplarisch aufgegriffen werden, welche die Bedeutsamkeit dieses theologischen Fachs, das als "Disziplin in der Welt" betrachtet werden kann, verdeutlichen.
Als Resümee wird festgestellt: die etablierte Zuordnung der Moraltheologie zu individualethischen und der Christlichen Sozialethik zu sozialethischen Gesichtspunkten hat im Sinne einer Ausdifferenzierung der beiden Fächer ihre Berechtigung. Nicht zuletzt deshalb wäre eine Rückführung der Sozialethik zur Moraltheologie bzw. eine "Mitversorgung" von derselben ein Vorgang, der einen Rückzug der Kirche aus gesellschaftswissenschaftlichen Fragen einläuten und für diese einen immensen Bedeutungsverlust nach sich ziehen würde.
Dr. habil. Clemens Breuer ist Oberassistent am Lehrstuhl für Moraltheologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg und Privatdozent für Christliche Sozialwissenschaft an der Theologischen Fakultät Trier.

Klappentext



Kann und soll die katholische Kirche auf die Christliche Sozialethik verzichten, auf eine Disziplin, die sich an den theologischen Ausbildungsorten des deutschsprachigen Raums fast überall etabliert hat und gleichsam als Bindeglied zwischen Kirche und Welt dient? Kann ihr Feld von den Moraltheologen "mitbetreut" werden? Eine Frage, die der Autor letztlich verneint, wenn es auch Bereiche gibt, in denen sich der individualethische Ansatz der Moraltheologie vom sozialethischen nicht völlig trennen lässt.

Ein historischer Überblick zeigt, dass die Geschichte der Christlichen Sozialethik nicht erst mit dem Ende des 19. Jahrhunderts und dem Erscheinen der 1. Sozialenzyklika "Rerum novarum" 1891 beginnt, sondern in die Anfänge der Kirche zurückgeht, und zwar dort, wo es um die soziale Frage (Armut, Reichtum und Sklaverei), um die Wirtschaftsfrage (Eigentum, Zins und Wucher) sowie um die politische Frage (Krieg und Frieden, Verhältnis Kirche und Staat) gegangen ist.

Das heutige Selbstverständnis der Christlichen Sozialethik steht sodann im Mittelpunkt. Anhand der ("neuen") Politischen Theologie und der Wirtschaftsethik werden zwei Themenkreise aufgegriffen, an denen sich zeigt, wie hochaktuell und bedeutsam dieses theologische Fach als "Disziplin in der Welt" ist.


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