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Der Tod, der tote Körper und die klinische Sektion.
Sozialwissenschaftliche Abhandlungen der Görres-Gesellschaft 28
Knoblauch, Hubert & Esser, Andrea & Groß, Dominik

78,00 €

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Produktbeschreibung

Der Band "Der Tod, der tote Körper und die klinische Sektion" präsentiert Ergebnisse des Forschungsprojekts "Tod und toter Körper. Zur Veränderung des Umgangs mit dem Tod in der gegenwärtigen Gesellschaft". Ausgehend vom Phänomen stark sinkender Sektionsquoten wird aus philosophischer, soziologischer, medizinhistorischer und medizinethischer sowie rechtswissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher Sicht der Frage nach dem gegenwärtigen Status des menschlichen Leichnams nachgegangen.
Der Band "Der Tod, der tote Körper und die klinische Sektion" präsentiert die Ergebnisse der ersten Tagung des von der Volkswagen Stiftung im Rahmen des Programms "Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften" geförderten Forschungsprojekts "Tod und toter Körper. Zur Veränderung des Umgangs mit dem Tod in der gegenwärtigen Gesellschaft". Die im Band versammelten Beiträge behandeln den Umgang mit dem Tod beispielhaft am Umgang mit dem toten Körper im Kontext der klinischen Sektion aus philosophischer, soziologischer, medizinhistorischer und medizinethischer sowie rechtswissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher Sicht. Internationale Expertinnen und Experten aus diesen vielfältigen Disziplinen nehmen den Gegenstand aus ihrer jeweils eigenen Perspektive in den Blick. Nach einer Einleitung der Herausgeber wird der Band mit philosophischen Reflexionen über den Tod, den toten Körper, die Leiche bzw. den Leichnam eröffnet. Anschließend wird aus soziologischer Sicht ein empirischer Blick auf die klinische Sektion geworfen. Ausgehend vom Phänomen zurückgehender Sektionsquoten werden mögliche Ursachen für diese Entwicklung u.a. im organisatorischen Kontext des Krankenhauses, in den Veränderungen der medialen Darstellung des toten Körpers sowie im Wandel der Selbst- und Berufsbilder von Ärzten, Pathologen und Gerichtsmedizinern gesucht. In einem weiteren Teil werden rechtliche Aspekte der klinischen Sektion aus deutscher, österreichischer und schweizerischer Sicht untersucht. Abschließend erfolgt neben einer theologischen Perspektive auf die Sektion eine kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen des Umgangs mit toten Körpern, welche in der Frage nach den Ungleichzeitigkeiten des gegenwärtigen Grenzverlaufs zwischen Leben und Tod ihren Ausklang findet. Der Band belegt den Wandel des Umgangs mit der menschlichen Leiche und präsentiert erste wissenschaftliche Ergebnisse der Forschung zum toten Körper.
I. EinleitungHubert Knoblauch, Andrea Esser, Dominik Groß und Brigitte TagTod, toter Körper und Sektion. Zur Veränderung des Umgangs mit dem Tod in der gegenwärtigen GesellschaftII. Philosophische Perspektiven auf die SektionMathias GutmannLeiche und Leichnam: Bemerkungen zur Differenz praktischer und theoretischer VerhältnisseDaniel KerstingDer tote Körper aus der Perspektive der zweiten PersonMaja SchepelmannResultate aus einer konsequent nicht-naturalistischen Bestimmung des Verhältnisses von Leben und Tod. Überlegungen im Anschluss an Heideggers »Sein zum Tode«III. Zur Soziologie und Geschichte der SektionAntje KahlDas Trajekt der ObduktionTina Weber und Patrick SchubertMediale Darstellung von klinischen SektionenStefan TimmermansRetreat of the AutopsyChristoph SchweikardtDer Wandel des Berufsbilds des Pathologen in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 und seine Auswirkungen auf die klinische SektionJulia GlahnEin einseitiges Bild? Ethisch relevante Argumentationsfiguren für und gegen die klinische Sektion im »Deutschen Ärzteblatt« (1980-2009) und ihre Rückwirkungen auf den gesellschaftlichen Umgang mit der LeicheJasmin Grande und Cora GrandeDie (klinische) Sektion und der tote Körper in Ego-Dokumenten von ÄrztenWolfgang EisenmengerQuincy als »Über-Ich« - Medienbild und Realität der gerichtlichen SektionIV. Rechtswissenschaftliche Aspekte der SektionMichael ThaliVirtopsy - Chancen und Herausforderung für das RechtErwin BernatMedizinische Eingriffe in den Leichnam. Die österreichische RechtslageSusan MaurerDie strafrechtlichen Aspekte der klinischen SektionMarkus ThierRechtsstatus des lebendigen menschlichen Körpers, seiner Körperteile und der Leiche nach deutschem RechtV. Die Sektion in den Kulturwissenschaften und der TheologieThomas MachoWiederholte Bestattungen. Rituelle Praktiken der LeichensektionRobert JütteDer Respekt vor dem Leichnam - oder: Der Konflikt zwischen Rechtsstaat und jüdischem Totenkult in der Bundesrepublik DeutschlandWilfried HärleSektion aus Sicht der TheologieUlrike VedderUngleichzeitigkeiten: Zum aktuellen Grenzverlauf zwischen Leben und Tod. Eine kulturwissenschaftliche InterventionAutorenverzeichnis
"Insgesamt bietet der Band einerseits einen mehr als lohnenden Einblick in die Forschungsfragen unterschiedlichster Disziplinen, die sich am Schnittpunkt 'Tod' und 'Sektion' treffen und gewinnbringend austauschen können - und ist gleichzeitig andererseits auch als wissenschaftlich-weiterführende Hintergrundlektüre von jenen zur Kenntnis zu nehmen, deren Interesse an den letzten Dingen bisher noch nicht wissenschaftlich fundiert gewesen ist." Janina Fuge, in: Archiv 31, 2/2011
Andrea Esser ist seit 2006 Professorin für Praktische Philosophie an der Philipps-Universität Marburg und leitet das philosophische Teilprojekt des Forschungsprojekts »Tod und toter Körper«. Nach dem Studium der Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaft an der LMU München sowie anschließender Promotion und Habilitation wurde sie 2004 auf eine Professur für Ästhetik an die HFG Pforzheim und anschließend auf den Lehrstuhl für »Philosophie der kulturellen Welt« an die RWTH Aachen berufen.Hubert Knoblauch ist Professor für Allgemeine Soziologie am Institut für Soziologie der TU Berlin und ist Leiter des Forschungsprojekts »Tod und toter Körper« sowie dessen soziologischen Teilprojektes. Nach dem Studium der Soziologie, Philosophie und Geschichte in Konstanz und Brighton arbeitete er an Universitäten in Sankt Gallen, Paris und Konstanz, wo er 1989 promovierte und sich nach Lehraufträgen in Bern, Zürich und Prag 1994 auch habilitierte. Nach weiteren Zwischenstationen in Wien und Zürich trat er 2002 seine Professur in Berlin an.Dominik Groß ist Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der RWTH Aachen, Direktor des gleichnamigen Instituts und Vorsitzender des Klinischen Ethik-Komitees des Universitätsklinikums Aachen. Er leitet das medizinhistorische und medizinethische Teilprojekt des Forschungsprojekts »Tod und toter Körper«. Nach dem Doppelstudium der Zahnheilkunde und der Geisteswissenschaften (Geschichte, Philosophie, Klass. Archäologie) promovierte er 1991 zum Dr. med. dent. und 1993 zum Dr. phil. Von 1996 bis 2000 absolvierte er berufsbegleitend das Studium der Humanmedizin; 2001 promovierte er zum Dr. med. 1998 habilitierte er sich an der Universität Würzburg. Seit 2005 leitet er das Aachener Institut.Brigitte Tag ist Professorin für Straf-, Strafprozess- und Medizinrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich und leitet das rechtswissenschaftliche Teilprojekt des Forschungsprojekts »Tod und toter Körper«. Nach Studium, Promotion und Habilitation in Heidelberg lehrte sie an der HU Berlin und TU Dresden, bevor sie 2002 zur ordentlichen Professorin an der Universität Zürich ernannt wurde. Brigitte Tag ist Rechtsanwältin und Dekanin der Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Europäischen Akademie der Wissenschaft und Künste.Antje Kahl ist seit 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt »Tod und toter Körper« am Institut für Soziologie der TU Berlin. Nach ihrem Studium der Kulturwissenschaften in Frankfurt (Oder) und Stockholm war sie von 2006 bis 2008 Stipendiatin der Humatia - Stiftung für Sepulkralkultur. Sie promoviert zu aktuellen Veränderungen auf dem deutschen Bestattungsmarkt (»Das Unternehmen Bestattung. Der Tod als Vermarktungsobjekt im Spannungsfeld von Markt, Öffentlichkeit und Kommunikation«).

Über den Autor



Andrea Esser ist seit 2006 Professorin für Praktische Philosophie an der Philipps-Universität Marburg und leitet das philosophische Teilprojekt des Forschungsprojekts »Tod und toter Körper«. Nach dem Studium der Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaft an der LMU München sowie anschließender Promotion und Habilitation wurde sie 2004 auf eine Professur für Ästhetik an die HFG Pforzheim und anschließend auf den Lehrstuhl für »Philosophie der kulturellen Welt« an die RWTH Aachen berufen. Hubert Knoblauch ist Professor für Allgemeine Soziologie am Institut für Soziologie der TU Berlin und ist Leiter des Forschungsprojekts »Tod und toter Körper« sowie dessen soziologischen Teilprojektes. Nach dem Studium der Soziologie, Philosophie und Geschichte in Konstanz und Brighton arbeitete er an Universitäten in Sankt Gallen, Paris und Konstanz, wo er 1989 promovierte und sich nach Lehraufträgen in Bern, Zürich und Prag 1994 auch habilitierte. Nach weiteren Zwischenstationen in Wien und Zürich trat er 2002 seine Professur in Berlin an. Dominik Groß ist Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der RWTH Aachen, Direktor des gleichnamigen Instituts und Vorsitzender des Klinischen Ethik-Komitees des Universitätsklinikums Aachen. Er leitet das medizinhistorische und medizinethische Teilprojekt des Forschungsprojekts »Tod und toter Körper«. Nach dem Doppelstudium der Zahnheilkunde und der Geisteswissenschaften (Geschichte, Philosophie, Klass. Archäologie) promovierte er 1991 zum Dr. med. dent. und 1993 zum Dr. phil. Von 1996 bis 2000 absolvierte er berufsbegleitend das Studium der Humanmedizin; 2001 promovierte er zum Dr. med. 1998 habilitierte er sich an der Universität Würzburg. Seit 2005 leitet er das Aachener Institut. Brigitte Tag ist Professorin für Straf-, Strafprozess- und Medizinrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich und leitet das rechtswissenschaftliche Teilprojekt des Forschungsprojekts »Tod und toter Körper«. Nach Studium, Promotion und Habilitation in Heidelberg lehrte sie an der HU Berlin und TU Dresden, bevor sie 2002 zur ordentlichen Professorin an der Universität Zürich ernannt wurde. Brigitte Tag ist Rechtsanwältin und Dekanin der Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Europäischen Akademie der Wissenschaft und Künste. Antje Kahl ist seit 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt »Tod und toter Körper« am Institut für Soziologie der TU Berlin. Nach ihrem Studium der Kulturwissenschaften in Frankfurt (Oder) und Stockholm war sie von 2006 bis 2008 Stipendiatin der Humatia - Stiftung für Sepulkralkultur. Sie promoviert zu aktuellen Veränderungen auf dem deutschen Bestattungsmarkt (»Das Unternehmen Bestattung. Der Tod als Vermarktungsobjekt im Spannungsfeld von Markt, Öffentlichkeit und Kommunikation«).


Inhaltsverzeichnis



I. Einleitung Hubert Knoblauch, Andrea Esser, Dominik Groß und Brigitte Tag Tod, toter Körper und Sektion. Zur Veränderung des Umgangs mit dem Tod in der gegenwärtigen Gesellschaft II. Philosophische Perspektiven auf die Sektion Mathias Gutmann Leiche und Leichnam: Bemerkungen zur Differenz praktischer und theoretischer Verhältnisse Daniel Kersting Der tote Körper aus der Perspektive der zweiten Person Maja Schepelmann Resultate aus einer konsequent nicht-naturalistischen Bestimmung des Verhältnisses von Leben und Tod. Überlegungen im Anschluss an Heideggers »Sein zum Tode« III. Zur Soziologie und Geschichte der Sektion Antje Kahl Das Trajekt der Obduktion Tina Weber und Patrick Schubert Mediale Darstellung von klinischen Sektionen Stefan Timmermans Retreat of the Autopsy Christoph Schweikardt Der Wandel des Berufsbilds des Pathologen in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 und seine Auswirkungen auf die klinische Sektion Julia Glahn Ein einseitiges Bild? Ethisch relevante Argumentationsfiguren für und gegen die klinische Sektion im »Deutschen Ärzteblatt« (1980-2009) und ihre Rückwirkungen auf den gesellschaftlichen Umgang mit der Leiche Jasmin Grande und Cora Grande Die (klinische) Sektion und der tote Körper in Ego-Dokumenten von Ärzten Wolfgang Eisenmenger Quincy als »Über-Ich« - Medienbild und Realität der gerichtlichen Sektion IV. Rechtswissenschaftliche Aspekte der Sektion Michael Thali Virtopsy - Chancen und Herausforderung für das Recht Erwin Bernat Medizinische Eingriffe in den Leichnam. Die österreichische Rechtslage Susan Maurer Die strafrechtlichen Aspekte der klinischen Sektion Markus Thier Rechtsstatus des lebendigen menschlichen Körpers, seiner Körperteile und der Leiche nach deutschem Recht V. Die Sektion in den Kulturwissenschaften und der Theologie Thomas Macho Wiederholte Bestattungen. Rituelle Praktiken der Leichensektion Robert Jütte Der Respekt vor dem Leichnam - oder: Der Konflikt zwischen Rechtsstaat und jüdischem Totenkult in der Bundesrepublik Deutschland Wilfried Härle Sektion aus Sicht der Theologie Ulrike Vedder Ungleichzeitigkeiten: Zum aktuellen Grenzverlauf zwischen Leben und Tod. Eine kulturwissenschaftliche Intervention Autorenverzeichnis


Klappentext



Der Band »Der Tod, der tote Körper und die klinische Sektion« präsentiert die Ergebnisse der ersten Tagung des von der Volkswagen Stiftung im Rahmen des Programms »Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften« geförderten Forschungsprojekts »Tod und toter Körper. Zur Veränderung des Umgangs mit dem Tod in der gegenwärtigen Gesellschaft«. Die im Band versammelten Beiträge behandeln den Umgang mit dem Tod beispielhaft am Umgang mit dem toten Körper im Kontext der klinischen Sektion aus philosophischer, soziologischer, medizinhistorischer und medizinethischer sowie rechtswissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher Sicht. Internationale Expertinnen und Experten aus diesen vielfältigen Disziplinen nehmen den Gegenstand aus ihrer jeweils eigenen Perspektive in den Blick. Nach einer Einleitung der Herausgeber wird der Band mit philosophischen Reflexionen über den Tod, den toten Körper, die Leiche bzw. den Leichnam eröffnet. Anschließend wird aus soziologischer Sicht ein empirischer Blick auf die klinische Sektion geworfen. Ausgehend vom Phänomen zurückgehender Sektionsquoten werden mögliche Ursachen für diese Entwicklung u.a. im organisatorischen Kontext des Krankenhauses, in den Veränderungen der medialen Darstellung des toten Körpers sowie im Wandel der Selbst- und Berufsbilder von Ärzten, Pathologen und Gerichtsmedizinern gesucht. In einem weiteren Teil werden rechtliche Aspekte der klinischen Sektion aus deutscher, österreichischer und schweizerischer Sicht untersucht. Abschließend erfolgt neben einer theologischen Perspektive auf die Sektion eine kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen des Umgangs mit toten Körpern, welche in der Frage nach den Ungleichzeitigkeiten des gegenwärtigen Grenzverlaufs zwischen Leben und Tod ihren Ausklang findet. Der Band belegt den Wandel des Umgangs mit der menschlichen Leiche und präsentiert erste wissenschaftliche Ergebnisse der Forschung zum toten Körper.


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