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Landleben
Neues Wohnen und Arbeiten in alten Bauernhäusern
Thomas Hausberg

49,95 €

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Produktbeschreibung

Schweizerische Schreiner Zeitung sagt:

"Der handwerklichen Sorgfalt der Details, wie etwa der Ausführung der Ausbesserungsarbeiten, wird große Aufmerksamkeit zuteil. Ungewöhnliche Ideen überraschen den Leser immer wieder."

Kleinen Zeitung Ennstal sagt:

"Achtzehn kuriose Projekte mit zahlreichen Abbildungen, Planmaterialien, Details und Texten dokumentiert und beschrieben"

AUTOR: Thomas Hausberg

Thomas Hausberg hat seine beruflichen Wurzeln im Raum und Möbel gestaltenden Handwerk. Seit 1990 ist er als Fachjournalist tätig und gründete im Jahr 2002 ein unabhängiges Büro.
Aus Alt wird Neu

Verlassene alte Bauernhöfe und landwirtschaftliche Gebäude für eine neue Nutzung umzubauen ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Es bedarf zunächst großen Muts, sich überhaupt auf ein solches Unterfangen einzulassen, und dann eines hartnäckigen Durchhaltevermögens. Doch die Ergebnisse sind es wert, die hier vorgestellten Gebäude können sich sehen lassen: so ist etwa ein ehemaliges Lagerhaus für Mehl auf einer Stadtmauer jetzt ein Wohnhaus, eine barocke Scheune wurde zum Gemeindehaus, ein Stall dient heute als Wohnraum. Alle achtzehn Projekte werden mit zahlreichen Abbildungen, Planmaterialien, Details und Texten dokumentiert und beschrieben.

- Der Umbau alter Bauernhöfe – eine faszinierende Bauaufgabe
- Innovative und ungewöhnliche Projekte
- Vielfalt von Anregungen und Ideen


Vorwort

Landwirtschaft, das ist heute gleichbedeutend mit hochtechnischen Erzeugerstätten für Lebensmittel und Rohstofflieferanten für die unterschiedlichsten weiterverarbeitenden Industriezweige.
Qualitätsnormen, Hygienevorschriften und gesetzliche Auflagen zur Vermeidung
von Immissionen sind im alten bäuerlichen Bestand kaum oder nur mit unwirtschaflich großem Aufwand umzusetzen.
Dem Landwirt bleiben nicht viele Alternativen. Er muss das meist im Ort gelegene
Anwesen verlassen und aufs Land ziehen, wo neu gebaut werden kann, modernen
Standards entsprechend.
Oder er gibt auf.
In jedem Fall ist ungenutzter Leerstand von Bauernhäusern, Stallungen, Scheunen
und Speichern die Folge.
Nicht selten müssen die »unnützen« Bauwerke einer »zeitgemäßen« Bebauung weichen.
Was dabei meist allzu leichtfertig außer Acht gelassen wird, ist der unwiederbringliche Verlust an ländlich kulturellen und bauhistorischen Werten.
Dass dem nicht so sein muss, zeigt dieses Buch anhand unterschiedlichster
Beispiele.
Wer allerdings die »klassische« Lösung sucht, bei der das ausgediente Kummet
als Spiegelrahmen herhalten muss, die alte Heugabel die Zimmerwand verziert
oder das hölzerne Speichenrad zum Kronleuchter verkommt, wird hier nicht fündig
werden.
Es sind außergewöhnliche Ideen, die beschrieben werden, angereichert mit
technischem Know-how.
Einige können in ihrer Gesamtkonzeption Pate stehen, andere bieten Anregungen
für neue Lösungsmöglichkeiten im Detail.
So verschieden die Beispiele sind, eines ist allen gemein: der respektvolle
Umgang mit dem Bestand.

Wohn- und Bürohaus
Berlin-Kaulsdorf

Bei diesem denkmalgeschützten Gebäude handelt es sich um einen massiven Mauerwerksbau mit einem Fries auf der Hofseite, der die Geschossdecke markiert, und einem durch Lisenen gegliederten Schaugiebel.
Türen und Fenster waren vor dem Umbau teilweise zugemauert, die Korbbögen aber noch erkennbar. Im Sockelbereich waren große Flächen des Mauerwerks durch Auswaschungen beschädigt.
Der Grundriss wies zwei große Räume an der Nordost- und der Südwestseite auf. Im mittleren Bereich war früher offensichtlich keine Zwischendecke eingezogen, da
der Bogen des großen Scheunentors den die Geschossdecke markierenden Fries unterbrach. Prägnant waren auch die drei unterschiedlichen, dem Gefälle des Hofs folgenden Fußbodenbodenhöhen.

Kaulsdorf wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Straßenangerdorf
angelegt.
Mit dem »Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin« von 1920
wurde Kaulsdorf eingemeindet. Erhalten ist die überlieferte Parzellenstruktur
der Hofstellen mit ihren für die Region charakteristischen Wohn-und Nutzbauten.
Das Erscheinungsbild dieser Stallscheune wird geprägt von massivem Mauerwerk
mit Öffnungen und Verzierungen sowie der Ablesbarkeit von Konstruktion und
Funktion.
Alle historischen Gebäudeteile blieben bei der Sanierung des Gebäudes erhalten.
Die Außenwände im Nordosten, Südosten und Nordwesten wurden repariert und die
originalen Öffnungen wiederhergestellt.
Die neue Zwischendecke liegt auf dem Absatz, der sich durch die geringere Außenwanddicke im Obergeschoss (25 cm, im Erdgeschoss 38 cm) bildet.
Sie dient zur Aussteifung des Gebäudes.
Die Achsen der Sparren in Längsrichtung sind identisch mit der originalen
Konstruktion und an den Lisenen am Giebel ablesbar.
Die Außenwände im Dachgeschoss werden durch die Dachkonstruktion gehalten.
Die Fußbodenhöhen folgen wie bisher dem Geländeverlauf.
Die Stallscheune ist ein für die Mark Brandenburg typischer, massiver Ziegelbau
mit für die Region charakteristischem Fassadenschmuck.
Die zusammenhängende Fläche von ca. 130 m2 im Erdgeschoss bietet viel Raum zum Wohnen und Arbeiten.
Die Balkone am Treppenabsatz bieten überraschende Blicke in den hallenartigen Eingangsbereich.
Die Schlaf- und Aufenthaltsräume im Obergeschoss werden durch Oberlichtkuppeln belichtet, wie sie in Industrie- und Gewerberäumen Verwendung finden.
Schliche Materialien wie Kalkputz, Sichtbeton und Bodenplatten aus Naturasphalt schaffen eine zurückhaltende Atmosphäre.
Für die notwendigen Versorgungseinrichtungen wie Küchen, Bäder und WC wurde im Mittelbereich des Gebäudes ein zweigeschossiger Kern eingefügt.

Analyse und Konzeption

Anfängliche Überlegungen, die Stallscheune zum Mehrfamilienhaus umzunutzen,
erwiesen sich als nicht umsetzbar, da ein solches Konzept eine kleinteilige
Struktur verlangt hätte.
Dies hätte zusätzliche Wände und Fensteröffnungen erfordert. Letzteres
war aus Gründen des Brandschutzes nicht möglich, da das Gebäude mit einer
Längsseite auf der Grundstücksgrenze steht. Außerdem hätten sich zwangsläufig
auch Nordostwohnungen ergeben.

Die Analyse des Bestandes und die Konzeptentwicklung für die neue Nutzung
ergaben drei grundsätzliche Fragen:
Was will denn das Gebäude?
Was wird hinzugefügt?
und
Was soll das Gebäudeleisten?

Erhalten bleiben sollte die Grundrissstruktur und damit die großen Räume. Wichtig war auch die Erhaltung der Wirkung der massiven Außenwände und
die Gliederung der Fassaden. Dies hat zur Folge, dass beispielsweise im Bereich des großen Tores keine Zwischendecke eingezogen werden konnte.
Der Erhalt der Dachfläche erlaubte keine Einschnitte oder Gauben.
Die dem Gelände folgenden verschiedenen Fußbodenhöhen ergaben im Erdgeschoss
drei unterschiedliche Niveaus.
Den Charakter des Hofgebäudes mit seinem massiven Mauerwerk und der glatten, grauen Dachdeckung sowie die Anmutung eines Wirtschaftsgebäudes zu erhalten, hatte oberste Priorität.
Für die notwendige Infrastruktur wurde im mittleren Bereich ein zweigeschossiger
Kern eingefügt, der alle Nassräume wie Küchen, Bäder, Toiletten und die Technik
enthält.
Später hinzugefügte große Öffnungen im Erdgeschoss wurden beibehalten und durch
Stahlstürze gekennzeichnet.
Die Dachdeckung wurde aus Gewichtsgründen aus Blech in glatten Bahnen, statt
der originalen Schieferdeckung hergestellt.
Die zusätzlich notwendige Belichtung des Obergeschosses erfolgt nun durch
Industrie-Oberlichtkuppeln.
Die Wände im Erdgeschoss wurden mit Zementputz verputzt und weiß gestrichen.
Der Fußboden erhielt einen Belag aus Naturasphaltplatten.
Die beiden Räume im Obergeschoss sind wärmegedämmt und vollständig mit Holz
ausgekleidet.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Verwendung von einfachen und
kostengünstigen Materialien.
Außerdem wurde auf handwerkliche Sorgfalt der Details, wie die Ausführung der Ausbesserungsarbeiten an der Fassade, aber auch der Sichtbetondecke über dem
Erdgeschoss oder die der Holzkonstruktion des Sparrendaches großen Wert gelegt.

Nach den Umbauarbeiten bietet das Gebäude Wohnraum mit viel Platz für das Wohnen
alleine, zu zweit, für zwei Familien oder zwei Gruppen mit je bis zu zwölf Personen. Man kann in dem Gebäude in gut belichteten Räumen arbeiten.
Eine moderne Infrastruktur für den Bürobetrieb steht nun zur Verfügung.
Man kann in dem Gebäude aber auch Feste feiern, und dies auf einer zusammenhängenden Fläche von ca. 130 m2.

Genutzt wird das Objekt heute als Gästehaus.
Das Gebäude kann wochenweise im Gesamten oder als Haushälfte gemietet werden.
Durch die ruhige, ländliche Atmosphäre und die Nähe zum Zentrum von Berlin
(Alexanderplatz ca. 11 km), ist dies ein interessanter Ort für Arbeitsmeetings,
Klausurtagungen, aber auch als Ausgangspunkt für Städte- oder Studienreisen.


Aus Alt wird Neu

Verlassene alte Bauernhöfe und landwirtschaftliche Gebäude für eine neue Nutzung umzubauen ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Es bedarf zunächst großen Muts, sich überhaupt auf ein solches Unterfangen einzulassen, und dann eines hartnäckigen Durchhaltevermögens. Doch die Ergebnisse sind es wert, die hier vorgestellten Gebäude können sich sehen lassen: so ist etwa ein ehemaliges Lagerhaus für Mehl auf einer Stadtmauer jetzt ein Wohnhaus, eine barocke Scheune wurde zum Gemeindehaus, ein Stall dient heute als Wohnraum. Alle achtzehn Projekte werden mit zahlreichen Abbildungen, Planmaterialien, Details und Texten dokumentiert und beschrieben.

- Der Umbau alter Bauernhöfe - eine faszinierende Bauaufgabe
- Innovative und ungewöhnliche Projekte
- Vielfalt von Anregungen und Ideen


"Der handwerklichen Sorgfalt der Details, wie etwa der Ausführung der Ausbesserungsarbeiten, wird große Aufmerksamkeit zuteil. Ungewöhnliche Ideen überraschen den Leser immer wieder." Schweizerische Schreiner Zeitung

Vorwort

Landwirtschaft, das ist heute gleichbedeutend mit hochtechnischen Erzeugerstätten für Lebensmittel und Rohstofflieferanten für die unterschiedlichsten weiterverarbeitenden Industriezweige.
Qualitätsnormen, Hygienevorschriften und gesetzliche Auflagen zur Vermeidung
von Immissionen sind im alten bäuerlichen Bestand kaum oder nur mit unwirtschaflich großem Aufwand umzusetzen.
Dem Landwirt bleiben nicht viele Alternativen. Er muss das meist im Ort gelegene
Anwesen verlassen und aufs Land ziehen, wo neu gebaut werden kann, modernen
Standards entsprechend.
Oder er gibt auf.
In jedem Fall ist ungenutzter Leerstand von Bauernhäusern, Stallungen, Scheunen
und Speichern die Folge.
Nicht selten müssen die "unnützen" Bauwerke einer "zeitgemäßen" Bebauung weichen.
Was dabei meist allzu leichtfertig außer Acht gelassen wird, ist der unwiederbringliche Verlust an ländlich kulturellen und bauhistorischen Werten.
Dass dem nicht so sein muss, zeigt dieses Buch anhand unterschiedlichster
Beispiele.
Wer allerdings die "klassische" Lösung sucht, bei der das ausgediente Kummet
als Spiegelrahmen herhalten muss, die alte Heugabel die Zimmerwand verziert
oder das hölzerne Speichenrad zum Kronleuchter verkommt, wird hier nicht fündig
werden.
Es sind außergewöhnliche Ideen, die beschrieben werden, angereichert mit
technischem Know-how.
Einige können in ihrer Gesamtkonzeption Pate stehen, andere bieten Anregungen
für neue Lösungsmöglichkeiten im Detail.
So verschieden die Beispiele sind, eines ist allen gemein: der respektvolle
Umgang mit dem Bestand.

Wohn- und Bürohaus
Berlin-Kaulsdorf

Bei diesem denkmalgeschützten Gebäude handelt es sich um einen massiven Mauerwerksbau mit einem Fries auf der Hofseite, der die Geschossdecke markiert, und einem durch Lisenen gegliederten Schaugiebel.
Türen und Fenster waren vor dem Umbau teilweise zugemauert, die Korbbögen aber noch erkennbar. Im Sockelbereich waren große Flächen des Mauerwerks durch Auswaschungen beschädigt.
Der Grundriss wies zwei große Räume an der Nordost- und der Südwestseite auf. Im mittleren Bereich war früher offensichtlich keine Zwischendecke eingezogen, da
der Bogen des großen Scheunentors den die Geschossdecke markierenden Fries unterbrach. Prägnant waren auch die drei unterschiedlichen, dem Gefälle des Hofs folgenden Fußbodenbodenhöhen.

Kaulsdorf wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Straßenangerdorf
angelegt.
Mit dem "Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin" von 1920
wurde Kaulsdorf eingemeindet. Erhalten ist die überlieferte Parzellenstruktur
der Hofstellen mit ihren für die Region charakteristischen Wohn-und Nutzbauten.
Das Erscheinungsbild dieser Stallscheune wird geprägt von massivem Mauerwerk
mit Öffnungen und Verzierungen sowie der Ablesbarkeit von Konstruktion und
Funktion.
Alle historischen Gebäudeteile blieben bei der Sanierung des Gebäudes erhalten.
Die Außenwände im Nordosten, Südosten und Nordwesten wurden repariert und die
originalen Öffnungen wiederhergestellt.
Die neue Zwischendecke liegt auf dem Absatz, der sich durch die geringere Außenwanddicke im Obergeschoss (25 cm, im Erdgeschoss 38 cm) bildet.
Sie dient zur Aussteifung des Gebäudes.
Die Achsen der Sparren in Längsrichtung sind identisch mit der originalen
Konstruktion und an den Lisenen am Giebel ablesbar.
Die Außenwände im Dachgeschoss werden durch die Dachkonstruktion gehalten.
Die Fußbodenhöhen folgen wie bisher dem Geländeverlauf.
Die Stallscheune ist ein für die Mark Brandenburg typischer, massiver Ziegelbau
mit für die Region charakteristischem Fassadenschmuck.
Die zusammenhängende Fläche von ca. 130 m2 im Erdgeschoss bietet viel Raum zum Wohnen und Arbeit

Über den Autor



Thomas Hausberg hat seine beruflichen Wurzeln im Raum und Möbel gestaltenden Handwerk. Seit 1990 ist er als Fachjournalist tätig und gründete im Jahr 2002 ein unabhängiges Büro.


Klappentext



Aus Alt wird Neu


Verlassene alte Bauernhöfe und landwirtschaftliche Gebäude für eine neue Nutzung umzubauen ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Es bedarf zunächst großen Muts, sich überhaupt auf ein solches Unterfangen einzulassen, und dann eines hartnäckigen Durchhaltevermögens. Doch die Ergebnisse sind es wert, die hier vorgestellten Gebäude können sich sehen lassen: so ist etwa ein ehemaliges Lagerhaus für Mehl auf einer Stadtmauer jetzt ein Wohnhaus, eine barocke Scheune wurde zum Gemeindehaus, ein Stall dient heute als Wohnraum. Alle achtzehn Projekte werden mit zahlreichen Abbildungen, Planmaterialien, Details und Texten dokumentiert und beschrieben.


. Der Umbau alter Bauernhöfe - eine faszinierende Bauaufgabe
. Innovative und ungewöhnliche Projekte
. Vielfalt von Anregungen und Ideen