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Biographie und Musikgeschichte. Bd.3
Wandlungen biographischer Konzepte in Musikkultur und Musikhistoriographie. Habilitationsschrift
Unseld, Melanie

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Produktbeschreibung

Grundlegende Veränderungen waren ausschlaggebend, um Musiker und Musikerinnen in das kulturelle Gedächtnis aufzunehmen: die Verbürgerlichung und zugleich Historisierung der Musikkultur, vor allem aber die damit verbundene Aufwertung als 'edle Tonkünstler'. So entstand im 18. Jahrhundert die Idee der Biographiewürdigkeit von Musikern und somit die Grundlage, diese durch das biographische Schreiben in die Erinnerungskultur aufzunehmen. Anhand verschiedener biographischer Medien beleuchtet die Autorin zum einen, wie unterschiedlich sich biographische Konzepte dann bis in die Gegenwart ausprägten, und geht zum anderen der ambivalenten Beziehung der Musikwissenschaft zur Musikerbiographik nach.
Einleitung
Erster Teil
(Musiker-)Biographie als Erinnerungskultur
1. Erinnerung und Gedächtnis. Einige Vorüberlegungen
Nachdenken über Gedächtnis
Nachdenken über Erinnerung
Geschichte und Gedächtnis
Medien der Erinnerungskultur(en)
Musikbiographisches Denken und Handeln als Erinnerungskultur
2. Biographiewürdigkeit von Musikern und Musikerinnen
Von impertinenten Musikanten und 'edlen Tonkünstlern'.
Tugendvorstellungen als Kategorie für Biographiewürdigkeit
Biographie(un)würdigkeit: Johann Mattheson versus
Johann Adolf Scheibe
3. Schreiben über Musiker und Musikerinnen: Musiklexika und
Musikhistorie in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
Quellen
Personenauswahl
Mehr Silhouetten denn Modell. Vielfalt biographischen Schreibens
4. Vom Lexikalischen zum Monographischen und eine
nicht-geschriebene Biographie
Zweiter Teil
Biographische Konzepte in Musik und Musikgeschichtsschreibung
1. Anekdote als biographisches Konzept
Johann Matthesons Lully-Biographie als 'deutliches Model'
Mozart-Anekdotik
2. Wunderkind, Karriere und Zirkel: Lebenslauf-Modelle
3. Subjekt, Genie, Komponist. Konzepte um 1800
Idealisierung
Nachdenken über das Genie
Konsequenzen für die Musikerbiographik: Quellen
Weitere Konsequenzen: Kanonisierung
4. Ein 'neues Rezept' versuchen. Literarisch-biographische Konzepte
E. T. A. Hoffmann
Russische Mozart- und Beethoven-Bilder der 1830er Jahre
5. Nationale Bilder: Beispiele lexikalisch-biographischer Großprojekte
6. Monumental: Der Komponist als Heroe
Beethoven als Heroe
7. Komponist ohne Bild: Nadia Boulangers Plädoyer für eine Musikgeschichte 'à-personnelle'
8. (Auto)Biographische Individualitätskonzepte während und nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges
Eliska Kleinova
Charlotte Salomon
Leni Alexander
9. Gegen eine Biographik der 'gestanzte[n] Meinungen':

Adriana Hölszkys Oper Giuseppe e Sylvia
10. Parallele Bilder, offene Modelle: Alma Mahler, W. A. Mozart,
Bob Dylan
Dritter Teil
Musikwissenschaft und Biographie
1. Musikwissenschaft: Anfänge mit und ohne Biographik
Biographik als Bestandteil von Musikwissenschaft:

Friedrich Chrysander und Philipp Spitta
Biographik als Problem der Musikwissenschaft:

Guido Adler und Hugo Riemann
2. Antibiographische Konzepte und ihre Folgen
Wider das Populare
Das Narrative und die Askese der Sprache
Das Narrative auslöschen: Dokumentarbiographik und Chronik
'eine bemerkenswerte Zurückhaltung der Musikwissenschaft'
Biographie und Musikwissenschaft in den 1970er und 1980er Jahren
Wider das Triviale: Carl Dahlhaus' Polemik von 1975 und ihre Folgen
3. Die (Un)Sichtbarkeit des Biographen
Die Subjektivität der ' objektiven ' Biographin Lina Ramann
Biographische Interviews, eine 'Wahrheit zu zweit'
Sichtbar? Spuren im Text
Anstelle eines Fazits: Anforderungen an eine gegenwärtige musikwissenschaftliche Biographik
Anhang
Literatur
Personenregister
Abbildungsverzeichnis
Unseld, MelanieMelanie Unseld ist Professorin für Historische Musikwissenschaft an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie studierte Historische Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaften in Karlsruhe und Hamburg, wo sie 1999 auch promovierte. Nach einem Lise Meitner-Habilitationsstipendium war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover am dortigen Forschungszentrum für Musik und Gender tätig. Sie dozierte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg als Professorin für Kulturgeschichte der Musik und an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, wo sie die Professur für Historische Musikwissenschaft vertrat. In Oldenburg zeichnete sie außerdem als Direktorin des Zentrums für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung verantwortlich, an der dortigen Fakultät für Sprach- und Kulturwissenschaften war sie außerdem seit 2015 Dekanin. Unseld habilitierte 2013 in Hannover über »Biographie und Musikgeschichte". Zu ihren Herausgeberschaften gehören das »Lexikon Musik und Gender", »Reclams Komponistenlexikon« sowie die Reihen »Europäische Komponistinnen« und »Biographik. Theorie - Kritik - Praxis".

Über den Autor



Melanie Unseld ist Professorin für Historische Musikwissenschaft an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie studierte Historische Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaften in Karlsruhe und Hamburg, wo sie 1999 auch promovierte. Nach einem Lise Meitner-Habilitationsstipendium war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover am dortigen Forschungszentrum für Musik und Gender tätig. Sie dozierte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg als Professorin für Kulturgeschichte der Musik und an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, wo sie die Professur für Historische Musikwissenschaft vertrat. In Oldenburg zeichnete sie außerdem als Direktorin des Zentrums für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung verantwortlich, an der dortigen Fakultät für Sprach- und Kulturwissenschaften war sie außerdem seit 2015 Dekanin. Unseld habilitierte 2013 in Hannover über »Biographie und Musikgeschichte". Zu ihren Herausgeberschaften gehören das »Lexikon Musik und Gender", »Reclams Komponistenlexikon« sowie die Reihen »Europäische Komponistinnen« und »Biographik. Theorie - Kritik - Praxis".


Inhaltsverzeichnis



Einleitung
Erster Teil
(Musiker-)Biographie als Erinnerungskultur
1. Erinnerung und Gedächtnis. Einige Vorüberlegungen
Nachdenken über Gedächtnis
Nachdenken über Erinnerung
Geschichte und Gedächtnis
Medien der Erinnerungskultur(en)
Musikbiographisches Denken und Handeln als Erinnerungskultur
2. Biographiewürdigkeit von Musikern und Musikerinnen
Von impertinenten Musikanten und 'edlen Tonkünstlern'.
Tugendvorstellungen als Kategorie für Biographiewürdigkeit
Biographie(un)würdigkeit: Johann Mattheson versus
Johann Adolf Scheibe
3. Schreiben über Musiker und Musikerinnen: Musiklexika und
Musikhistorie in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
Quellen
Personenauswahl
Mehr Silhouetten denn Modell. Vielfalt biographischen Schreibens
4. Vom Lexikalischen zum Monographischen und eine
nicht-geschriebene Biographie
Zweiter Teil
Biographische Konzepte in Musik und Musikgeschichtsschreibung
1. Anekdote als biographisches Konzept
Johann Matthesons Lully-Biographie als 'deutliches Model'
Mozart-Anekdotik
2. Wunderkind, Karriere und Zirkel: Lebenslauf-Modelle
3. Subjekt, Genie, Komponist. Konzepte um 1800
Idealisierung
Nachdenken über das Genie
Konsequenzen für die Musikerbiographik: Quellen
Weitere Konsequenzen: Kanonisierung
4. Ein 'neues Rezept' versuchen. Literarisch-biographische Konzepte
E. T. A. Hoffmann
Russische Mozart- und Beethoven-Bilder der 1830er Jahre
5. Nationale Bilder: Beispiele lexikalisch-biographischer Großprojekte
6. Monumental: Der Komponist als Heroe
Beethoven als Heroe
7. Komponist ohne Bild: Nadia Boulangers Plädoyer für eine Musikgeschichte 'à-personnelle'
8. (Auto)Biographische Individualitätskonzepte während und nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges
Eliska Kleinova
Charlotte Salomon
Leni Alexander
9. Gegen eine Biographik der 'gestanzte[n] Meinungen':

Adriana Hölszkys Oper Giuseppe e Sylvia
10. Parallele Bilder, offene Modelle: Alma Mahler, W. A. Mozart,
Bob Dylan
Dritter Teil
Musikwissenschaft und Biographie
1. Musikwissenschaft: Anfänge mit und ohne Biographik
Biographik als Bestandteil von Musikwissenschaft:

Friedrich Chrysander und Philipp Spitta
Biographik als Problem der Musikwissenschaft:

Guido Adler und Hugo Riemann
2. Antibiographische Konzepte und ihre Folgen
Wider das Populare
Das Narrative und die Askese der Sprache
Das Narrative auslöschen: Dokumentarbiographik und Chronik
'eine bemerkenswerte Zurückhaltung der Musikwissenschaft'
Biographie und Musikwissenschaft in den 1970er und 1980er Jahren
Wider das Triviale: Carl Dahlhaus' Polemik von 1975 und ihre Folgen
3. Die (Un)Sichtbarkeit des Biographen
Die Subjektivität der > objektiven < Biographin Lina Ramann
Biographische Interviews, eine 'Wahrheit zu zweit'
Sichtbar? Spuren im Text
Anstelle eines Fazits: Anforderungen an eine gegenwärtige musikwissenschaftliche Biographik
Anhang
Literatur
Personenregister
Abbildungsverzeichnis


Klappentext



Grundlegende Veränderungen waren ausschlaggebend, um Musiker und Musikerinnen in das kulturelle Gedächtnis aufzunehmen: die Verbürgerlichung und zugleich Historisierung der Musikkultur, vor allem aber die damit verbundene Aufwertung als 'edle Tonkünstler'. So entstand im 18. Jahrhundert die Idee der Biographiewürdigkeit von Musikern und somit die Grundlage, diese durch das biographische Schreiben in die Erinnerungskultur aufzunehmen. Anhand verschiedener biographischer Medien beleuchtet die Autorin zum einen, wie unterschiedlich sich biographische Konzepte dann bis in die Gegenwart ausprägten, und geht zum anderen der ambivalenten Beziehung der Musikwissenschaft zur Musikerbiographik nach.





Habil. Univ. Oldenburg