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Erkenntnis durch Kunst
Theorie und Praxis der ästhetischen Transformation
Brandstätter, Ursula

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Produktbeschreibung

Kann Kunst Erkenntnisse ermöglichen? Was unterscheidet ästhetische Erkenntnis von wissenschaftlicher Erkenntnis? Die Frage nach dem Erkenntnischarakter von Kunst stellt nicht nur ein zentrales Thema des Ästhetik-Diskurses dar, sondern sie spielt - weit darüber hinaus - in aktuellen gesellschafts- und bildungspolitischen Diskussionen eine wichtige Rolle. Das Anliegen dieses Buches besteht zunächst darin, in den aktuellen Stand der erkenntnistheoretischen und ästhetischen Diskussion einzuführen. Die darauf aufbauende Analyse konkreter Beispiele aus unterschiedlichen Kunstsparten dient der Entwicklung einer Theorie ästhetischer Transformation. Diese zeigt, wie unter Verwendung ästhetischer Medien Erkenntnisse geschaffen werden können. Das Buch richtet sich an Kunstschaffende, Kunstvermittler und Kunstrezipienten, die die spezifischen Möglichkeiten der Kunst und damit ihre gesellschaftliche Position genauer ergründen und verstehen wollen.
Vorwort
I. Denken und Erkennen
1. Denken ohne Sprache
Ursus Wehrli: De Saint Phalles Volleyball aufräumen
Medialität des Wahrnehmens und Denkens
Logiken des Denkens
Zeigen und Sagen
Visuelle Logik - musikalische Logik
2. Denken in Ähnlichkeiten
Norah Lange: Kindheitshefte
Mimetischer Weltzugang
Identisches versus Nicht-Identisches
Mimetisches Verstehen - Zeigen - analoges Denken
Metaphorische Erkenntnis
3. Denken in offenen Netzen
Klaus Huber: Tenebrae für großes Orchester, Form- und Tempoplan
Intermedialitäten
Freiräume des Denkens
II. Kunst und Erkenntnis
1. Kunst und Erkenntnis in der Geschichte der Ästhetik
Baumgarten und die "sinnliche Erkenntnis"
Kant und die "ästhetische Urteilskraft"
Hegel und das "sinnliche Scheinen der Idee"
Nietzsche und die "Wahrheit als Illusion"
Adorno und die "mimetische Rationalität"
2. Kunst und Wissenschaft
Zur Geschichte
Positionsbestimmungen
3. Erkenntnis von Kunst
Verstehen von Kunst als mimetischer Nachvollzug
Das Nicht-Verstehen von Kunst
4. Erkenntnis durch Kunst
"Symptome" der ästhetischen Erkenntnis
Kunst als Forschung
Mimesis, Analogie und Metapher als Zentrum
ästhetischer Erkenntnis
Ästhetische Erkenntnis beruht auf mimetischem Verstehen
Ästhetische Erkenntnis beruht auf dem Zeigen und ist metaphorisch
Ästhetische Erkenntnis ist selbstbezüglich - und damit sinnlich und reflexiv
5. Übergänge und Transformationen
III. Ästhetische Transformation
1. Zum Begriffsfeld "ransformation"
2. Zur Vielfalt ästhetischer Transformationen
3. Beispiele ästhetischer Transformationen
Transformation zwischen Zeigen und Sagen
Anne Bertier: Dessine-moi une lettre
Kontexte als Transformatoren
Oskar Nerlinger: Stadtbahn von Berlin - László Moholy-Nagy: Z.VIII
Transformation durch Übertragung - Annäherung und Abgrenzung
Ludwig van Beethoven: Bagatelle op. 119/Nr. 3
Transformation als Irritation
Sasha Waltz/Wolfgang Rihm: Jagden und Formen
Transformation zwischen Wissenschaft und Kunst
Heimo Zobernig: Künstlerische Gestaltung des Verbindungsgangs zwischen Unterem Belvedere und Orangerie in Wien
4. Theorie der ästhetischen Transformation
Ästhetische Transformation beruht auf metaphorischer Bezugnahme
Ästhetische Transformation vollzieht sich im Spannungsfeld von Sich-ähnlich-Machen und Sich-verschieden-Machen
Ästhetische Transformation bedeutet Kontextverschiebung
Ästhetische Transformation beruht auf Abstraktion
Ästhetische Transformation verändert die Wahrnehmung
Ästhetische Transformation führt zu ästhetischer Erkenntnis
Ästhetische Transformation schafft Räume der Nicht-Identität
IV. Ästhetische Transformation als didaktisches und künstlerisches Gestaltungsprinzip
Stille Post! 11 Disziplinen, 22 Wochen, 33 Transformationen
1. Ästhetische Transformation in pädagogischen Kontexten
2. Didaktisch-methodische Orientierungen
Durchbrechen von Wahrnehmungs- und Handlungsautomatismen
Arbeiten mit der Projektion von medial geprägten Wahrnehmungskategorien
Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Komplexität und Reduktion
Arbeiten im Wechselspiel verschiedener Reflexionsformen
3. Die Qualität von Transformationsprozessen: Zielsetzungen und Intentionen
Ästhetische Transformationen fordern und fördern die Selbstreflexion und Medienreflexion
Ästhetische Transformationen ermöglichen die Arbeit mit verschiedenen Denk- und Erkenntnisformen
Ästhetische Transformationen eröffnen Räume eines dynamischen Dazwischen
V. "Drinnen vor Ort" - Erkenntnis durch die Künste
Drinnen vor Ort. Vier Landschaften - vier Jahreszeiten - vier Wege
1. Das Buch als Gesamtkunstwerk
2. Visuelle Bilder von Landschaft
Landkarten - Notationen und Bilder von Landschaft
Bilder-Fotografien - imaginatives Sehen contra identifizierendes Sehen
3. Musikalische Bilder von Landschaft
Partituren zwischen Text und Bild
Wahrnehmungserkenntnisse zwischen "Da" und Hier"
Cathy van Eck
Ästhetisches Erkennen als "Rauschen" - Manos Tsa
Brandstätter, UrsulaUrsula Brandstätter ist Rektorin der Anton Bruckner Privatuniversität für Musik, Tanz und Schauspiel in Linz.

Über den Autor



Ursula Brandstätter ist Rektorin der Anton Bruckner Privatuniversität für Musik, Tanz und Schauspiel in Linz.


Inhaltsverzeichnis



Vorwort
I. Denken und Erkennen
1. Denken ohne Sprache
Ursus Wehrli: De Saint Phalles Volleyball aufräumen
Medialität des Wahrnehmens und Denkens
Logiken des Denkens
Zeigen und Sagen
Visuelle Logik - musikalische Logik
2. Denken in Ähnlichkeiten
Norah Lange: Kindheitshefte
Mimetischer Weltzugang
Identisches versus Nicht-Identisches
Mimetisches Verstehen - Zeigen - analoges Denken
Metaphorische Erkenntnis
3. Denken in offenen Netzen
Klaus Huber: Tenebrae für großes Orchester, Form- und Tempoplan
Intermedialitäten
Freiräume des Denkens
II. Kunst und Erkenntnis
1. Kunst und Erkenntnis in der Geschichte der Ästhetik
Baumgarten und die "sinnliche Erkenntnis"
Kant und die "ästhetische Urteilskraft"
Hegel und das "sinnliche Scheinen der Idee"
Nietzsche und die "Wahrheit als Illusion"
Adorno und die "mimetische Rationalität"
2. Kunst und Wissenschaft
Zur Geschichte
Positionsbestimmungen
3. Erkenntnis von Kunst
Verstehen von Kunst als mimetischer Nachvollzug
Das Nicht-Verstehen von Kunst
4. Erkenntnis durch Kunst
"Symptome" der ästhetischen Erkenntnis
Kunst als Forschung
Mimesis, Analogie und Metapher als Zentrum
ästhetischer Erkenntnis
Ästhetische Erkenntnis beruht auf mimetischem Verstehen
Ästhetische Erkenntnis beruht auf dem Zeigen und ist metaphorisch
Ästhetische Erkenntnis ist selbstbezüglich - und damit sinnlich und reflexiv
5. Übergänge und Transformationen
III. Ästhetische Transformation
1. Zum Begriffsfeld "ransformation"
2. Zur Vielfalt ästhetischer Transformationen
3. Beispiele ästhetischer Transformationen
Transformation zwischen Zeigen und Sagen
Anne Bertier: Dessine-moi une lettre
Kontexte als Transformatoren
Oskar Nerlinger: Stadtbahn von Berlin - László Moholy-Nagy: Z.VIII
Transformation durch Übertragung - Annäherung und Abgrenzung
Ludwig van Beethoven: Bagatelle op. 119/Nr. 3
Transformation als Irritation
Sasha Waltz/Wolfgang Rihm: Jagden und Formen
Transformation zwischen Wissenschaft und Kunst
Heimo Zobernig: Künstlerische Gestaltung des Verbindungsgangs zwischen Unterem Belvedere und Orangerie in Wien
4. Theorie der ästhetischen Transformation
Ästhetische Transformation beruht auf metaphorischer Bezugnahme
Ästhetische Transformation vollzieht sich im Spannungsfeld von Sich-ähnlich-Machen und Sich-verschieden-Machen
Ästhetische Transformation bedeutet Kontextverschiebung
Ästhetische Transformation beruht auf Abstraktion
Ästhetische Transformation verändert die Wahrnehmung
Ästhetische Transformation führt zu ästhetischer Erkenntnis
Ästhetische Transformation schafft Räume der Nicht-Identität
IV. Ästhetische Transformation als didaktisches und künstlerisches Gestaltungsprinzip
Stille Post! 11 Disziplinen, 22 Wochen, 33 Transformationen
1. Ästhetische Transformation in pädagogischen Kontexten
2. Didaktisch-methodische Orientierungen
Durchbrechen von Wahrnehmungs- und Handlungsautomatismen
Arbeiten mit der Projektion von medial geprägten Wahrnehmungskategorien
Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Komplexität und Reduktion
Arbeiten im Wechselspiel verschiedener Reflexionsformen
3. Die Qualität von Transformationsprozessen: Zielsetzungen und Intentionen
Ästhetische Transformationen fordern und fördern die Selbstreflexion und Medienreflexion
Ästhetische Transformationen ermöglichen die Arbeit mit verschiedenen Denk- und Erkenntnisformen
Ästhetische Transformationen eröffnen Räume eines dynamischen Dazwischen
V. "Drinnen vor Ort" - Erkenntnis durch die Künste
Drinnen vor Ort. Vier Landschaften - vier Jahreszeiten - vier Wege
1. Das Buch als Gesamtkunstwerk
2. Visuelle Bilder von Landschaft
Landkarten - Notationen und Bilder von Landschaft
Bilder-Fotografien - imaginatives Sehen contra identifizierendes Sehen
3. Musikalische Bilder von Landschaft
Partituren zwischen Text und Bild
Wahrnehmungserkenntnisse zwischen "Da" und Hier"
Cathy van Eck
Ästhetisches Erkennen als "Rauschen" - Manos Tsangaris
Landschaft(s-Erkenntnis) mit und ohne Wörter - Jürg Frey
4. Literarische Bilder von Landschaft
Vernetzte Erkenntnis
Elfriede Jelinek: Wildes, grandioses Wasser
Imaginative Erkenntnis
Urs Richle: Die Geschichte des Tunnels von Rümlingen
Vermittelte unmittelbare Erkenntnis
Peter Weber: Duschkopf
5. Musik erkennen - zwischen Wissenschaft und Kunst
Ein wissenschaftlicher Essay - Urs Peter Schneider:

Musikalische Konzepte im Kopf und in der Landschaft
Ein künstlerisch-wissenschaftliches Hybrid
Thomas Meyer: Lexikon der Klangimagination
6. Erkenntnis durch die Künste?
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis


Klappentext



Kann Kunst Erkenntnisse ermöglichen? Was unterscheidet ästhetische Erkenntnis von wissenschaftlicher Erkenntnis? Die Frage nach dem Erkenntnischarakter von Kunst stellt nicht nur ein zentrales Thema des Ästhetik-Diskurses dar, sondern sie spielt - weit darüber hinaus - in aktuellen gesellschafts- und bildungspolitischen Diskussionen eine wichtige Rolle. Das Anliegen dieses Buches besteht zunächst darin, in den aktuellen Stand der erkenntnistheoretischen und ästhetischen Diskussion einzuführen. Die darauf aufbauende Analyse konkreter Beispiele aus unterschiedlichen Kunstsparten dient der Entwicklung einer Theorie ästhetischer Transformation. Diese zeigt, wie unter Verwendung ästhetischer Medien Erkenntnisse geschaffen werden können. Das Buch richtet sich an Kunstschaffende, Kunstvermittler und Kunstrezipienten, die die spezifischen Möglichkeiten der Kunst und damit ihre gesellschaftliche Position genauer ergründen und verstehen wollen.