Eine Analyse der Kriegsideologie des führenden deutschsprachigen Alpenvereins 1914/15-1918
Der vorliegende Beitrag untersucht auf der Basis der zeitgenössischen Inhalte der zentralen Publikationsorgane des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins die Wahrnehmung und ideologische Überhöhung des Ersten Weltkriegs durch den DÖAV, der einer der größten bürgerlichen Vereine im deutschsprachigen Raum war. So zeigt sich nicht nur die Verbindung bzw. Verzerrung alpinistischer Ideale mit nationalistischen und sozialdarwinistischen Ideen, sondern zudem die weltanschauliche Mobilisierung mittelständischer Kreise auch im süddeutschen und österreichischen Raum, insbesondere durch den Krieg gegen Italien 1915-1918.
Univ.-Prof. für Politische Wissenschaft/Internationale Beziehungen an der RWTH Aachen University seit 2001