In seinem ersten großen Geschichtswerk, den 'Historien', beschreibt Tacitus leidenschaftlich die Zeit der flavischen Kaiser. Er analysiert und kritisiert die Zustände seiner Zeit und porträtiert die entscheidenden Protagonisten. Ein weiteres Werk Tacitus' in der Edition Antike mit der hervorragenden Übersetzung von Alfons Städele.
Cornelius Tacitus (ca. 55-120 n. Chr.) ist der bedeutendste antike Geschichtsschreiber. In seinen Historien schildert er die Geschichte des Römischen Reiches zwischen den Jahren 69 und 96 n. Chr., die Zeit der Flavier. Ursprünglich umfasste dieses Werk 14 Bücher. Heute sind davon lediglich die Bücher I bis IV sowie der Anfang von Buch V erhalten. Tacitus selbst charakterisiert seine Darstellung als eine Ansammlung von "Mißgeschick, von Schlachtengreueln, zwietrachterfüllten Meutereien, ja selbst von Schreckenstaten in Friedenszeit". Es ist der Widerspruch zwischen den Ereignissen seiner Zeit und der altrömischen Tugend, der hohen Wertschätzung von Tugend und Anstand in der Vergangenheit, die Tacitus hier gewissermaßen als Grundlinie seines historiographischen Werkes zum Ausdruck bringt. Alfons Städele legt hier eine hervorragende neue Übersetzung der Historien vor und ergänzt damit die Werke Tacitus' in der Edition Antike.
Thomas Baier ist Professor für Klassische Philologie (Latinistik) an der Universität Würzburg.
Kai Brodersen ist Professor für Antike Kultur an der Universität Erfurt und Senior Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald. Er ist Autor zahlreicher Bücher zur Antike bei der wbg und u. a. Herausgeber der Reihe »Geschichte kompakt - Antike«.
Martin Hose ist Professor für Klassische Philologie (Gräzistik) an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Alfons Städele war Lateinlehrer sowie Ministerialrat im Bayerischen Ministerium für Unterricht und Kultus und hat bereits mehrere klassischen Autoren übersetzt.
Über den Autor
Thomas Baier ist Professor für Klassische Philologie (Latinistik) an der Universität Würzburg.
Kai Brodersen ist seit 2008 Professor für Antike Kultur an der Universität Erfurt, deren Präsident er von 2008 bis 2014 war.
Martin Hose ist Professor für Klassische Philologie (Gräzistik) an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Alfons Städele war Lateinlehrer sowie Ministerialrat im Bayerischen Ministerium für Unterricht und Kultus und hat bereits mehrere klassischen Autoren übersetzt.