Christian Sternberg studied both law and economics at the Universities of Muenster, Bielefeld and Erlangen-Nuremberg. Following his graduation in law in 2012, he worked as a research fellow, initially at the Institute for Tax Law at the University of Muenster, later at the Max Planck Institute for Tax Law and Public Finance. There he wrote his doctoral thesis under the supervision of Prof. Dr. Joachim Englisch. Afterwards, he completed the legal clerkship at the higher regional court of Munich and passed the second legal state examen in 2019. Currently, he is working as a judge at the regional tax court of Muenster.|Christian Sternberg hat Jura, Wirtschaftswissenschaften und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Münster, Bielefeld und Erlangen-Nürnberg sowie der FernUniversität in Hagen studiert. Nach der ersten juristischen Prüfung im Jahre 2012 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter zunächst am Institut für Steuerrecht der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, später am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen beschäftigt, wo er unter Betreuung von Prof. Dr. Joachim Englisch seine Doktorarbeit verfasste. Im Anschluss absolvierte er das Rechtsreferendariat in München. Seit Ablegung der zweiten juristischen Staatsprüfung im Jahre 2019 ist er als Richter auf Probe in der Finanz- und Verwaltungsgerichtsbarkeit tätig.
Die Internationalisierung der Lebenssachverhalte übt seit jeher Druck auf die Staaten aus. Neuen Vorschub erhält diese Entwicklung durch die Digitalisierung, die es ermöglicht, auf dem Gebiet eines Staates weitgehend ohne körperliche Präsenz tätig zu werden und damit dem Anwendungsbereich staatlichen Rechts zu entkommen. Die Staaten versuchten und versuchen besonders – aber nicht nur – im Steuerrecht dieser Entwicklung zu begegnen, indem sie den räumlichen Erfassungsbereich ihrer Rechtsnormen extraterritorial ausweiten.Die Arbeit geht daher sowohl allgemein als auch spezifisch für das Steuerrecht der Frage nach, ob das Völkerrecht der räumlichen Ausdehnung der staatlichen Rechtsetzung über das eigene Staatsgebiet hinaus Grenzen setzt. Sie zeigt auf, dass den Staaten hierbei ein weites Ermessen zukommt, sie aber dann völkerrechtswidrig handeln, wenn der Rechtsetzung jeder Bezug zum handelnden Staat fehlt und das Regelungsinteresse sich darin erschöpft, auf andere Staaten einzuwirken.|International Law and the Extraterritorial Application of Substantive Tax LawDigitalization allows to operate within a state´s territory without having to establish any significant physical presence therein, wich significantly reduces the amount of taxes due in this country. That is why the author strives for a comprehensive analysis of the fundaments of international law asking whether states may apply their substantive tax law extraterritorially. A limiting criterion is developed which allows for a reasoned assessment of the extraterritorial reach of a legal provision.
EinführungTeil 1: Grundlagen des Staates und seiner StaatsgewaltDer Staat als historisch gewachsenes rechtlich konstituiertes Gebilde – Struktur und Reichweite der nach innen gerichteten Staatsgewalt – Die souveräne Staatsgewalt – Ein Freiraum des StaatesTeil 2: Die (extra-)territoriale Erstreckung der RechtsetzungDer extraterritoriale Steuerrechtssatz – Die (extra-)territoriale Reichweite der Rechtsetzungsgewalt – Schlussfolgerungen zur extraterritorialen Rechtsetzung – Die (extra-)territoriale Reichweite der SteuergewaltTeil 3: Völkerrechtliche Grenzen der extraterritorialen RechtsetzungDas Kriterium der hinreichend engen Verknüpfung – Die willkürliche und treuwidrige extraterritoriale Erstreckung – Ausgewählte Beispiele extraterritorialer SteuerrechtssätzeZusammenfassungLiteratur-, Rechtsprechungs- und Sachverzeichnis
Die Digitalisierung ermöglicht es zunehmend, auf dem Gebiet eines Staates weitgehend ohne körperliche Präsenz tätig zu werden und der Anwendung steuerlicher Normen zu entkommen. Die Arbeit geht daher der Frage nach, ob das Völkerrecht einer räumlichen Ausdehnung der staatlichen Rechtsetzung Grenzen setzt. Sie zeigt auf, dass ein Staat erst dann völkerrechtswidrig handelt, wenn er kein ihn betreffendes Regelungsinteresse verfolgt. Diese Grenze wird für das Steuerrecht detailliert konturiert.
Die Internationalisierung der Lebenssachverhalte übt seit jeher Druck auf die Staaten aus. Neuen Vorschub erhält diese Entwicklung durch die Digitalisierung, die es ermöglicht, auf dem Gebiet eines Staates weitgehend ohne körperliche Präsenz tätig zu werden und damit dem Anwendungsbereich staatlichen Rechts zu entkommen. Die Staaten versuchten und versuchen besonders - aber nicht nur - im Steuerrecht dieser Entwicklung zu begegnen, indem sie den räumlichen Erfassungsbereich ihrer Rechtsnormen extraterritorial ausweiten.
Die Arbeit geht daher sowohl allgemein als auch spezifisch für das Steuerrecht der Frage nach, ob das Völkerrecht der räumlichen Ausdehnung der staatlichen Rechtsetzung über das eigene Staatsgebiet hinaus Grenzen setzt. Sie zeigt auf, dass den Staaten hierbei ein weites Ermessen zukommt, sie aber dann völkerrechtswidrig handeln, wenn der Rechtsetzung jeder Bezug zum handelnden Staat fehlt und das Regelungsinteresse sich darin erschöpft, auf andere Staaten einzuwirken.
Einführung
Teil 1: Grundlagen des Staates und seiner Staatsgewalt
Der Staat als historisch gewachsenes rechtlich konstituiertes Gebilde - Struktur und Reichweite der nach innen gerichteten Staatsgewalt - Die souveräne Staatsgewalt - Ein Freiraum des Staates
Teil 2: Die (extra-)territoriale Erstreckung der Rechtsetzung
Der extraterritoriale Steuerrechtssatz - Die (extra-)territoriale Reichweite der Rechtsetzungsgewalt - Schlussfolgerungen zur extraterritorialen Rechtsetzung - Die (extra-)territoriale Reichweite der Steuergewalt
Teil 3: Völkerrechtliche Grenzen der extraterritorialen Rechtsetzung
Das Kriterium der hinreichend engen Verknüpfung - Die willkürliche und treuwidrige extraterritoriale Erstreckung - Ausgewählte Beispiele extraterritorialer Steuerrechtssätze
Zusammenfassung
Literatur-, Rechtsprechungs- und Sachverzeichnis
Dissertationsschrift
Über den Autor
Christian Sternberg hat Jura, Wirtschaftswissenschaften und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Münster, Bielefeld und Erlangen-Nürnberg sowie der FernUniversität in Hagen studiert. Nach der ersten juristischen Prüfung im Jahre 2012 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter zunächst am Institut für Steuerrecht der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, später am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen beschäftigt, wo er unter Betreuung von Prof. Dr. Joachim Englisch seine Doktorarbeit verfasste. Im Anschluss absolvierte er das Rechtsreferendariat in München. Seit Ablegung der zweiten juristischen Staatsprüfung im Jahre 2019 ist er als Richter auf Probe in der Finanz- und Verwaltungsgerichtsbarkeit tätig.
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Teil 1: Grundlagen des Staates und seiner Staatsgewalt
Der Staat als historisch gewachsenes rechtlich konstituiertes Gebilde - Struktur und Reichweite der nach innen gerichteten Staatsgewalt - Die souveräne Staatsgewalt - Ein Freiraum des Staates
Teil 2: Die (extra-)territoriale Erstreckung der Rechtsetzung
Der extraterritoriale Steuerrechtssatz - Die (extra-)territoriale Reichweite der Rechtsetzungsgewalt - Schlussfolgerungen zur extraterritorialen Rechtsetzung - Die (extra-)territoriale Reichweite der Steuergewalt
Teil 3: Völkerrechtliche Grenzen der extraterritorialen Rechtsetzung
Das Kriterium der hinreichend engen Verknüpfung - Die willkürliche und treuwidrige extraterritoriale Erstreckung - Ausgewählte Beispiele extraterritorialer Steuerrechtssätze
Zusammenfassung
Literatur-, Rechtsprechungs- und Sachverzeichnis
Klappentext
International Law and the Extraterritorial Application of Substantive Tax Law
Digitalization allows to operate within a state's territory without having to establish any significant physical presence therein, wich significantly reduces the amount of taxes due in this country. That is why the author strives for a comprehensive analysis of the fundaments of international law asking whether states may apply their substantive tax law extraterritorially. A limiting criterion is developed which allows for a reasoned assessment of the extraterritorial reach of a legal provision.