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Das Ende vom Anfang der gezielten Klimaintervention?
Völkerrechtliches Verbot der stratosphärischen Aerosolinjektion
David Reichwein

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Produktbeschreibung

Die Arbeit untersucht die Völkerrechtskonformität der stratosphärischen Aerosolinjektion (SAI) als Geoengineering-Technologie zur Minderung gravierender Klimaschäden, die jedoch selbst mit erheblichen ökologischen Nebenwirkungen verbunden ist. Vor diesem Hintergrund wird analysiert, inwieweit SAI-Forschung und -Einsatz durch bestehende völkerrechtliche Normen reguliert oder begrenzt sind. SAI zielt darauf ab mittels reflektierender Materialien einen »künstlichen Sonnenschirm« in der Stratosphäre zu errichten, um einen weiteren Temperaturanstieg zu verhindern. Die Untersuchung zeigt, dass Völkergewohnheitsrecht und zentrale internationale Abkommen bereits einen engen normativen Rahmen bilden, der den Einsatz von SAI-Technologien erheblich einschränkt.|»Stratospheric Aerosol Injection under International Law: Legal Limits to Solar Geoengineering«: This study examines the compliance of stratospheric aerosol injection (SAI) with international law as a geoengineering technology aimed at mitigating severe climate damages, while itself entailing significant ecological side effects. The analysis concludes that existing customary international law and key international agreements already constitute a restrictive normative framework that substantially constrains the deployment of SAI technologies.
1. EinleitungDie Welt am Scheideweg – Climate Engineering als Ausweg? – Untersuchungsgegenstand: Völkerrechtliche Einordnung von SAI – Methodik2. Naturwissenschaftliche Skizzierung von Klimawandel und Radiation-Management-TechnologienKlimawandel – Kartierung der Radiation-Management-Technologien3. Völkervertragsrechtliche Begrenzung der SAI-TechnologienEinführung zum Völkervertragsrecht – Übereinkommen über das Verbot der militärischen oder einer sonstigen feindlichen Nutzung umweltverändernder Techniken (ENMOD) – Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen zum Schutz des Klimas (UNFCCC) – Kyoto-Protokoll – Pariser Übereinkommen – CBD – UN-Seerechtsübereinkommen – OSPAR-Übereinkommen – Übereinkommen über weiträumige, grenzüberschreitende Luftverunreinigung – Wiener Übereinkommen zum Schutz der Ozonschicht mitsamt Montreal-Protokoll – Unverbindliche Völkerrechtsübereinkünfte4. VölkergewohnheitsrechtEinführung zum Völkergewohnheitsrecht – Nichtschädigungsgebot (No-Harm-Rule) – Das Vorsorgeprinzip5. Konflikte in völkerrechtlichen Verträgen und NormenFragmentierung des Rechts – Harmonisierung des Rechts – Operationalisierung des Vorsorgeprinzips – Zwischenergebnis6. Völkerrechtliche Verantwortlichkeit für SAIInternationale und zivile Verantwortlichkeit – Staatenverantwortlichkeit – Enforcement7. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Völkerrechtskonformität der stratosphärischen Aerosolinjektion (SAI) als Geoengineering-Technologie zur Minderung gravierender Klimaschäden, die jedoch selbst mit erheblichen ökologischen Nebenwirkungen verbunden ist. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass das geltende Völkergewohnheitsrecht sowie zentrale internationale Abkommen bereits einen engen normativen Rahmen bilden, der den Einsatz von SAI-Technologien erheblich beschränkt.


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