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Istanbul, zusehends
Gedichte, Lichtbilder. Ausgezeichnet mit dem Peter-Huchel-Preis 2016
Köhler, Barbara

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Produktbeschreibung

Im Frühjahr 2014 lebte Barbara Köhler einige Wochen in Istanbul: "Zu lange für Tourismus, für Alltagseingewöhnung zu kurz: dazwischen ist man fremd." Aber die Dichterin lässt dieses Fremdheitsgefühl nicht auf sich beruhen, sie geht ihm nach, macht sich ein Bild und schafft Bilder. In 23 Gedichten und vielen Fotos, die auf ihren Streifzügen ganz beiläufig entstanden, scheint "zusehends" ein immer vielgestaltigeres Antlitz Istanbuls auf: Farben, seltsame Blumen, die Augen der Stadt, Spuren und Zeichen, das Fremde der Sprache, Worte und Blicke. Dabei wird Sightseeing zum seeing sight: das Sehen sehn, den eigenen Blick, die fremden Blicke und wie sie sich begegnen. Barbara Köhler ist auf Istanbul zugegangen, hat hingesehen und hingehört und das Gefundene mit Kamera und Sprache festgehalten.
Barbara Köhler lebt seit 20 Jahren in Duisburg. Sie veröffentlichte Gedichtbände und Essays, Übersetzungen (u.a. Gertrude Stein und Samuel Beckett) und schafft Audio-Installationen, Schriftbilder, Multiples und Texte für öffentliche Räume sowie private Gärten. Sie war Poet in Residence der Universität Duisburg-Essen (2009), Writer in Residence am Oberlin-College, Oberlin, Ohio (2009), erhielt den Erlanger-Literaturpreis für Poesie als Übersetzung (2009), den Poesiepreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft (2009), war Thomas-Kling-Poetikdozentin der Kunststiftung NRW in Bonn (2012/13) und Artist in Residence an der Cornell University, Ithaca, N.Y. (2013). Zuletzt erschienen von ihr "Neufundland. Schriften, teils bestimmt" (2012) und "36 Ansichten des Berges Gorwetsch" (2013).
BOSPORUSARABESKE

die kleine Frau mit dem Akkordeon
und dieser kurzen kleinen Melodie
die auf der Fähre nach Europa von
Tisch zu Tisch ging, ein Ornament
beschrieb, das Muster wiederholte
mit dieser kleinen kurzen Melodie
nach Asien die Fähre wieder holte
das Ornament der kleinen Frau von
Tisch zu Tisch Europa wiederholte
ein Muster kurze Melodie der Frau
mit dem Akkordeon ging Asien, die
Fähre und von Tisch zu Tisch kurz
nach Europa und zu dieser Melodie
die kleine Frau mit dem Akkordeon
1

Über den Autor



Barbara Köhler lebt seit 20 Jahren in Duisburg. Sie veröffentlichte Gedichtbände und Essays, Übersetzungen (u.a. Gertrude Stein und Samuel Beckett) und schafft Audio-Installationen, Schriftbilder, Multiples und Texte für öffentliche Räume sowie private Gärten. Sie war Poet in Residence der Universität Duisburg-Essen (2009), Writer in Residence am Oberlin-College, Oberlin, Ohio (2009), erhielt den Erlanger-Literaturpreis für Poesie als Übersetzung (2009), den Poesiepreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft (2009), war Thomas-Kling-Poetikdozentin der Kunststiftung NRW in Bonn (2012/13) und Artist in Residence an der Cornell University, Ithaca, N.Y. (2013). Zuletzt erschienen von ihr "Neufundland. Schriften, teils bestimmt" (2012) und "36 Ansichten des Berges Gorwetsch" (2013).


Klappentext



Im Frühjahr 2014 lebte Barbara Köhler einige Wochen in Istanbul: "Zu lange für Tourismus, für Alltagseingewöhnung zu kurz: dazwischen ist man fremd." Aber die Dichterin lässt dieses Fremdheitsgefühl nicht auf sich beruhen, sie geht ihm nach, macht sich ein Bild und schafft Bilder. In 23 Gedichten und vielen Fotos, die auf ihren Streifzügen ganz beiläufig entstanden, scheint "zusehends" ein immer vielgestaltigeres Antlitz Istanbuls auf: Farben, seltsame Blumen, die Augen der Stadt, Spuren und Zeichen, das Fremde der Sprache, Worte und Blicke. Dabei wird Sightseeing zum seeing sight: das Sehen sehn, den eigenen Blick, die fremden Blicke und wie sie sich begegnen. Barbara Köhler ist auf Istanbul zugegangen, hat hingesehen und hingehört und das Gefundene mit Kamera und Sprache festgehalten.


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