Autor/Autorin: Wolfgang Hardtwig
Wolfgang Hardtwig, 1944 in Reit im Winkl geboren, war Professor für Neuere Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur politischen Kulturgeschichte. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Kultur- und Sozialgeschichte Deutschlands vom 19. bis 20. Jahrhundert sowie die Geschichte der Geschichtsschreibung und Geschichtstheorie.
Wolfgang Hardtwigs "Der Hof in den Bergen, Eine Kindheit und Jugend nach 1945" ist der erste Teil seiner Autobiografie – und war ein großer Erfolg. Zahlreiche Rezensionen und mehrere Auflagen bezeugen das breite Interesse an seiner "intellektuellen Heimatliteratur" über seine Kindheit und Jugend auf dem Land in Oberbayern, von der Gustav Seibt in der SZ schrieb, man könne eine autobiografische Erzählung kaum besser machen.Im vorliegenden zweiten Teil der Autobiografie beginnt der junge Wolfgang Hardtwig sein Studium der Geschichte in Basel, wechselt nach München, um dort zu promovieren und sich zu habilitieren, tritt seine erste Professur in Erlangen an und lehrt zeitweise in Atlanta, USA. 1992 wechselt er an die Humboldt-Universität zu Berlin – für das DDR-Regime zuvor ein Zentrum marxistisch interpretierter Kultur- und Gesellschaftswissenschaft. Seine Berufung und seine Arbeit dort sind Teil der ebenso notwendigen wie umstrittenen Reformen der Universitäten in Ostdeutschland.Hardtwig räsoniert über das Studieren im alten Sinne, er beschreibt Varianten der traditionellen "Ordinarien-Universität" und ihre Krise während der Studentenrevolution 1968 sowie in den Reformjahren danach. Den west-östlichen Transformationsprozess beschreibt er auf der Basis seiner persönlichen Erinnerungen und ausgewählter Quellen. So beleuchtet er erstmals die Positionen und Kontroversen an den ostdeutschen Universitäten der 1990er-Jahre aus der Innensicht eines westdeutsch geprägten unmittelbar Beteiligten. Die Profilierung als Historiker und die Mitwirkung in der akademischen Selbstverwaltung ermöglichen symptomatische Einblicke in den heutigen Wissenschaftsbetrieb und in die akademische Arbeit.Wolfgang Hardtwig bietet über die autobiografische Betrachtung hinaus eine vorzüglich geschriebene Studie über die Kulturen des Studierens und Lehrens im fundamentalen Wandel der deutschen Universitätssysteme seit den 1960er-Jahren und leistet damit auch einen signifikanten Beitrag zum Verständnis der prekären Geschichte der deutschen Vereinigung von 1990 bis heute.
Wolfgang Hardtwig ist ein renommierter Historiker. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die politische Kulturgeschichte. Mit dem ersten Band seiner Autobiografie "Der Hof in den Bergen" erreichte er ein breites Publikum. Zahlreiche Rezensionen und mehrere Auflagen bezeugen das große Interesse an Hardtwigs "intellektueller Heimatliteratur" über seine Kindheit und Jugend in Oberbayern, von der Gustav Seibt in der SZ behauptete, man könne es kaum besser machen. Im zweiten Teil der Autobiografie beginnt der junge Wolfgang Hardtwig sein Studium der Geschichte in Basel, wechselt nach München, um dort zu promovieren und sich zu habilitieren. Stationen in Erlangen und schließlich Berlin an der Humboldt-Universität folgen.Hardtwigs Buch ist eine Tour d 'Horizon über das europäische Universitätssystem, das Studieren im guten alten Sinne, die Geschichtskulturen der Ordinarienuniversitäten, Studentenrevolten.Wolfgang Hardtwig war einer der erstberufenen westdeutschen Professoren an der Humboldt-Universität zu Berlin, deren Transformation er erstmals detailliert und kritisch beschreibt.