Inszenierungen schwuler Identitäten
"Ich bin schwul" - das Coming-out durch öffentliches Selbstbekenntnis oder autobiographisches Erzählen ist ebenso wie die Inszenierung schwuler Identitäten längst ein Teil der populären Kultur. Volker Woltersdorff schildert Motive und Strategien, die in theoretischer, politischer und künstlerischer Coming-out-Literatur, aber auch in Film, Fotografie, Fernsehen und Internet zu finden sind. Coming-out-Inszenierungen, so zeigt der Autor, sind durchaus Teil der allgemeinen Individualisierungs- und Selbstfindungsdiskurse. Geht aber durch die zunehmende Normalisierung "abweichender " Sexualitäten deren subversives Potenzial verloren? Zum Teil - dennoch schreibt Volker Woltersdorff nicht die Geschichte einer erfolgreichen sexualpolitischen Befreiung. Trotz des neuen schwulen Selbstbewusstseins zeigt sich in den Coming-out- Geschichten ein widersprüchliches Nebeneinander von Auflehnung gegen und Anpassung an die vielfältigen sozialen Normen, mit denen homosexuelle Männer nach wie vor konfrontiert sind.
Danksagung1. Einleitung2. Zwischen Verstecken und Zeigen3. Entstehung und Entwicklung3.1 Strategien und Zeitläufe3.2 Ein, zwei, viele Stonewalls3.3 Individualisierung3.4 Vermännlichung3.5 AIDS als Zäsur3.6 Normalisierung3.7 Queering Coming-out4. Diskursive Praktiken4.1 Initiation und Konversion4.2 Fremd- und Selbstbezeichnung4.3 Sprechakte4.4 Identität zwischen Anerkennung und Überschreitung4.5 Perverse Wahlverwandtschaften4.6 Coming-out und Revolte4.7 Technologien des schwulen Selbst5. Normativität5.1 Coming-out zwischen Ideologie und Utopie5.2 Subkultur zwischen Auflehnung und Anpassung6. Ausdrucksweisen6.1 Ästhetik6.2 Medien6.3 Autobiografisches6.4 Morphologisches6.5 Kindheit und Pubertät6.6 Pornografie6.7 Raum7. Coming-out und kein EndeLiteratur
Volker Woltersdorff, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin.
Über den Autor
Volker Woltersdorff, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin.
Inhaltsverzeichnis
Danksagung nn1. Einleitungnn2. Zwischen Verstecken und Zeigennn3. Entstehung und Entwicklungn3.1 Strategien und Zeitläufe n3.2 Ein, zwei, viele Stonewallsn3.3 Individualisierungn3.4 Vermännlichungn3.5 AIDS als Zäsurn3.6 Normalisierungn3.7 Queering Coming-out nn4. Diskursive Praktikenn4.1 Initiation und Konversion n4.2 Fremd- und Selbstbezeichnungn4.3 Sprechakten4.4 Identität zwischen Anerkennung und Überschreitung n4.5 Perverse Wahlverwandtschaftenn4.6 Coming-out und Revolte n4.7 Technologien des schwulen Selbst nnn5. Normativität n5.1 Coming-out zwischen Ideologie und Utopie n5.2 Subkultur zwischen Auflehnung und Anpassungnn6. Ausdrucksweisenn6.1 Ästhetik n6.2 Medienn6.3 Autobiografisches n6.4 Morphologischesn6.5 Kindheit und Pubertätn6.6 Pornografie n6.7 Raumnn7. Coming-out und kein EndenLiteratur
Klappentext
»Ich bin schwul« ¿ das Coming-out durch öffentliches Selbstbekenntnis oder autobiographisches Erzählen ist ebenso wie die Inszenierung schwuler Identitäten längst ein Teil der populären Kultur. Volker Woltersdorff schildert Motive und Strategien, die in theoretischer, politischer und künstlerischer Coming-out-Literatur, aber auch in Film, Fotografie, Fernsehen und Internet zu finden sind. Coming-out-Inszenierungen, so zeigt der Autor, sind durchaus Teil der allgemeinen Individualisierungs- und Selbstfindungsdiskurse. Geht aber durch die zunehmende Normalisierung »abweichender « Sexualitäten deren subversives Potenzial verloren? Zum Teil ¿ dennoch schreibt Volker Woltersdorff nicht die Geschichte einer erfolgreichen sexualpolitischen Befreiung. Trotz des neuen schwulen Selbstbewusstseins zeigt sich in den Coming-out- Geschichten ein widersprüchliches Nebeneinander von Auflehnung gegen und Anpassung an die vielfältigen sozialen Normen, mit denen homosexuelle Männer nach wie vor konfrontiert sind. rnrn